1990

 

„Die Krippen haben gewechselt, die Ochsen blieben dieselben.“  (unbekannt)

 

„Die über Nacht sich umgestellt, die sich zu jedem Staat bekennen, das sind die Praktiker der Welt, man

könnte sie auch Lumpen nennen.“ Wilhelm Busch, Dichter

 

„Wüsste ich denn, ob ich einem solchen System hätte widerstehen können?“  Bundeskanzler G. Schröder

 

03.10. Beitritt der DDR zur BRD nach Art. 23 GG („in anderen Teilen Deutschlands ist es (das GG) nach

          deren Beitritt in Kraft zu setzen“) anstatt Art. 146 GG („an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft

          tritt, die vom deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“); der 3.10. ersetzt lt. §2

          vom Vertrag zwischen BRD und DDR über die Herstellung der Einheit Deutschlands den 17.Juni als

          Tag der Deutschen Einheit (nur 14 Jahre später sind SPD-Bundeskanzler Schröder und SPD-Finanz-

          min. Eichel für Abschaffung des arbeitsfreien Nationalfeiertages obwohl CDU-Innenmin. Dr. Schäuble

          zum Nationalfeiertag u.a. sagte „Wenn wir gesagt hätten, wir halten am 17.Juni fest, hätte es sofort

          Streit mit den Sozialdemokraten gegeben.“), Bundespräs. v. Weizsäcker sagt zur DDRu.a.: „Nicht die

          politische Idee des Staates als solche war das Böse, sondern ihre Gleichsetzung mit der absoluten

          Wahrheit. Man glaubte sich in ihrem Besitze und maßte sich an, sie jedermann aufzuzwingen.“

          (>11.8.94/ 1.3.99/ 3.10.2000/ 5.10.2000),

          Die BRD hat jetzt ca. 80 Mio. Einwohner (34% ev. u. 33% kath. Christen) und ist 108 000 qkm grösser.

          „Brigaden und sozialistischer Wettbewerb“ heissen nun „Teams und Globalisierung“. Der deutsche

          Rechtsstaat wird abermals die strafrechtliche Aufarbeitung von Systemunrecht passiv betreiben und

          Menschenrechtsverletzer-Renten die häufig verweigerten Opfer-Entschädigungen übersteigen lassen!

          Bundespräs. Richard v. Weizsäcker und Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl bestätigen den Bündnis90-

          MdB und ev. Pfarrer Joachim Gauck (er erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabten-

          förderung der Diktatur des Proletariats) als Sonderbeauftragten der Bundesregierung für personen-

          bezogene Unterlagen des ehem. DDR-Staatsicherheitsdienstes, Direktor wird der Referatsleiter beim

          bayer. Datenschutzbeauftragten Dr. Hansjörg Geiger (1995-96 BfV-Präs., 1996-98 BND-Präs., 1998

          folgt Dr. G. dem Ruf Herta Däubler-Gmelin’s (SPD) und wird Staatssekr. im BMJ) (>29.12.91/ 15.4.92)

04.10. Bundeswehrkommando Ost, Generalleutnant Jörg Schönbohm in Antrittsrede vor übernommenen

          ex-NVA-Truppen u.a. „Wir kommen als Deutsche zu Deutschen.“ (westdt. Beamte, die befristet in ost-

          dt. Ländern tätig sind erhalten einen monatlich mind. DM 1 400 steuerfreien „Buschgeld“-Zuschlag.

          Von ca. 32 000 NVA-Offizieren und ca. 50 000 ex-NVA-Zeitsoldaten werden am Ende ca. 20 000 in

          der Bundeswehr wieder Dienst leisten) (>1.1.91/ 1.7.91)

07.10. Brandenburg, Lübbenau, der Pole Andrzej Fratczak wird von Deutschen erstochen

09.10. Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel (CSU) und der sowjet. Botschafter Kwizinskij unterzeichnen

          Finanzabkommen, für den befristeten Aufenthalt und zur Finanzierung des planmäßigen Abzugs der

          sowjet. Truppen stellt die BRD DM 12 000 000 000 bereit, davon sind DM 7 800 000 000 für den Bau

          von Offizierswohnungen in der UdSSR bestimmt (>9.2.91/ 02.91/ 20.6.91/ 16.12.92/ 18.11.96/ 8.5.97/

          12.5.98/ 8.6.98/ 25.8.98/ 9.9.98/ 19.4.99/ 4.6.99/ 22.10.99/ 14.5.2000/ 1.1.2001/ 29.1.2001/ 2.5.2001/

          10.4.2002 - für Entschädigungen für verfolgte Schüler und anderer lebenslanger Sozialismus-Opfer

          aus der Zeit der Diktatur des Proletariats „fehlt“(?) von nun an das Geld),

          Bundesfinanzmin.-Staatssekretär Dr. Horst Köhler schreibt an Dr. D. Rohwedder u.a. „…bestätige ich

          Ihnen, daß die Bundesregierung sich der ihr obliegenden Anstaltslast gegenüber der Treuhandanstalt

          bewusst ist. Dies bedeutet, daß die Bundesrepublik Deutschland die wirtschaftliche Basis der

          Treuhand sichern, sie für die gesamte Dauer ihres Bestehens funktionsfähig halten und im Falle

          finanzieller Schwierigkeiten durch Zuführung liquider Mittel oder in anderer geeigneter Weise in die

          Lage versetzen wird, fällige Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Dieses Schreiben kann Ihren

          derzeitigen und künftigen Gläubigern bei Bedarf zur Kenntnis gebracht werden.“ (>26.10.90)

12.10. Bundesaußenminister Genscher (FDP) und der sowjet. Außenminister Shewardnadse unterzeichnen

          Vertrag über die Bedingungen des befristeten Aufenthalts und die Modalitäten des planmäßigen

          Abzugs der sowjetischen Truppen in Deutschland

14.10. München, Monika Hohlmeier (Tochter des 1978-88 regierenden CSU-Min.Präs. Dr. h.c. F. J. Strauß)

          wird Landtagsabgeordnete (1993 stellv. CSU-Vorsitz., Staatssekretär, 1998 bayr. Kultusministerin)

22.10. Österreich; Handelskammer Wien, Treuhand-Präs. Dr. Rohwedder nennt DDR-Treuhandvermögens-

          werte „Der ganze Salat ist etwa DM 600 000 000 000 wert.“ (>18.3.91/ 24.4.92/ 31.12.94/1.1.2002)

26.10. Bonn; Bundesfinanzmin. Dr. Theo Waigel (CSU) an Treuhand-Präs. Dr. Detlef Rohwedder u.a.: „Sie

          haben den Wunsch an mich herangetragen, die Mitglieder des Verwaltungsrates und des Vorstandes

          der Treuhand in vollem Umfang von jeder persönlichen Haftung freizustellen…Ich gehe davon aus, die

          folgende Erklärung entspricht Ihrem Anliegen…,Hiermit ermächtige ich den Vorstand, namens der

          Treuhandanstalt die Mitglieder des Verwaltungsrats von der Haftung für grobe Fahrlässigkeit bis zum

          30.Juni 1991 freizustellen. Ferner werden Sie ermächtigt, für die zweijährige Laufzeit der Bestellung

          der Verwaltungsratsmitglieder eine Freistellung für leichte Fahrlässigkeit vorzusehen…Eine ent-

          sprechende Ermächtigung zur Haftungsfreistellung des Vorstands habe ich heute dem Vorsitzenden

          des Verwaltungsrates übermittelt.“ (>18.10.91)

31.10. Bundesverfassungsgericht verurteilt kommunales Ausländerwahlrecht als verfassungswidrig:

          „Wahlen, bei denen auch Ausländer wahlberechtigt sind, können demokratische Legitimation nicht

          vermitteln.“ (>21.12.92 12.10.93)

01.11. Brandenburg, Dr. Manfred Stolpe (SPD) wird Ministerpräsident (er erfüllte die politischen Kriterien

          sozialistischer Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats) (v. Arnim: „Politik Macht Geld“,

          beziffert Stolpes jährl. Bruttogesamteinkommen aus Amt u. Mandat mit DM 338 851 und in „Diener

          vieler Herren“ beziffert er brandenburgische Ansprüche auf Altersruhegeld aus dem Ministeramt nach

          5 Amtsjahren auf 44,375%, nach 22 Jahren auf 75% - Stolpe tritt 6.2002 zurück); Dr. P. M. Diestel wird

          CDU-MdL, bis 8.5.92 CDU-Fraktionsvorsitz. u. regt Stolpe-Untersuchungsausschuß an; Landesjustiz-

          minister wird der frühere Leiter der BRD-Vertretung in der DDR Dr. Hans Otto Bräutigam (CDU), er

          erarbeitet 1994 für Ministerpräs. Stolpe Pläne für ein SED-Unrecht Amnestiegesetz und erklärt: „Es

          muß deutlich werden, daß Loyalität auch in einem Unrechtssystem nicht grundsätzlich als verwerflich

          angesehen werden kann.“ (sein Onkel Otto B. hätte nicht besser fürs NS-Regime argumentieren

          können! 1999 wird Dr. B. Zwangsarbeiterstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“-Vorstand,

          Dr. Stolpe`s neuer Landesjustizminister wird Prof. Dr. jur. Kurt Schelter - Staatssekr. im einstweiligen

          Ruhestand aus dem Bundesinnenministerium, als 2002 „unter Verletzung der Persönlichkeitsrechte

           meine Person in unerträglicher Weise herabgewürdigt worden ist" tritt Dr. S. zurück)

    11. Bonn, CDU-Bundeskanzler Dr. H. Kohls Wahlversprechen an alle Haushalte: „Liebe Mitbürgerinnen,

          liebe Mitbürger, gemeinsam haben wir vor wenigen Wochen den Tag der Deutschen Einheit gefeiert…

          Jetzt kommt es darauf an, daß wir für unser Vaterland gemeinsam eine gute Zukunft gestalten…In

          unserem demokratischen Rechtsstaat dürfen Feinde der Freiheit nie wieder das Sagen haben…Schon

          bald werden auch die fünf neuen Bundesländer blühende Landschaften sein…Unser System der

          sozialen Sicherheit ist weltweit anerkannt…Sichere Renten und weitreichende Reformen zugunsten

          der Familie sind dafür nur Beispiele…Dank unserer Politik hat die junge Generation in Deutschland

          jetzt – wie kaum eine andere Generation vor ihr – alle Chancen auf ein ganzes Leben in Frieden…in

          Wohlstand und sozialer Sicherheit. Am 2.12. geht es um eine Schicksalswahl…Gehen Sie zur Wahl.

          Stimmen Sie für die CDU…Mit freundlichen Grüßen Ihr H. Kohl“ (>8.3.91/ 20.8.98)

09.11. Bonn, Bundeskanzler Dr. Kohl u. Präsident Gorbatschow unterzeichnen den für 20 Jahre gültigen

          deutsch-sowjetischen Vertrag über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit

14.11. Polen; Warschau, die Außenminister Hans-Dietrich Genscher u. Krzystof Skubiszewski unterzeichnen

          deutsch-polnischen Grenzvertrag (>17.6.91)

15.11. CDU-Vors. Dr. H. Kohl’s Bundestags-Wahlversprechen: „Wenn ich dem Bürger jetzt vor dieser Wahl

          sage: Wir machen keine Steuererhöhungen im Zusammenhang mit der deutschen Einheit, dann

          machen wir keine!“ (>2.12.90/ 8.3.91/ 20.8.98)

22.11. Brandenburg, Potsdam, Bündnis90/DieGrünen-MdL Matthias Platzeck wird Minister für Umwelt,

          Naturschutz und Raumordnung (er erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabten-

          förderung der Diktatur des Proletariats) (>6.6.1995)

24.11. Brandenburg, Eberswalde, Deutsche treten den Angolaner Amadeu Antonio Kiowa zu Tode

30.11. Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Haftbefehl gegen Erich Honecker wegen Anstiftung zum Totschlag

02.12. erste.gesamtdt. Bundestagswahl (CDU/CSU 43,8%, SPD 33,5%, FDP 11%, Bündnis 90/Grüne 5,1%

          (mind. 475 Abgeordnete sind Akademiker, ca. 117 Abgeordnete aus den neuen Bundesländern er-

          füllten die politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung wie Dr. Wolfgang Ullmann,

          Dr. Günther Krause, Dr. Gregor Gysi, Dr. Angela Merkel, Claudia Nolte, Diplomjurist Rolf Schwanitz u.

          Dr. Gerhard Riege; neue SPD-MdB werden auch ex-Grünen Rechtsanwalt Dr. Otto Schily, er wird

          1998 Bundesinnenmin. mit Anwesen in der Toscana sowie ex-Lehrerin u. ex-Bundestagskandidatin für

          den Mao Tse-tung-/Pol Pot-freundlichen religionsfeindlichen Kommunistischen Bund Westdeutschland

          Ulla Schmidt, sie wird 2001 Bundesgesundheitsmin., Zitat: „Für Freiheit und Gerechtigkeit wäre ich ins

          Gefängnis gegangen.“) (>8.3.91/ 17.6.96/ 23.11.99)

10.12. Internationaler Tag der Menschenrechte  > verfolgte Schüler

13.12. Generaloberst Matjew Burlakow ist Oberkommandierender der Westgruppe d. sowjet. Truppen (WST)

15.12. Berlin, Deutsche Oper, 23 Jahre nach Benno Ohnesorg’s Tod wird ein Mahnmal aufgestellt

22.12. Polen; Warschau, Lech Walesa (Arbeiter, Antikommunist, Gewerkschaftler, Bürgerrechtler, Internier-

          ter und Friedensnobelpreisträger - Merkmale, die in Deutschland wahrscheinlich disqualifizieren) wird

          erster demokratisch gewählter Präsident

23.12. Berlin, Kurfürstendamm, 22 Jahre nach den Schüssen auf Rudi Dutschke wird eine Tafel eingelassen

28.12. Rheinland-Pfalz, Hachenburg, ein Deutscher ersticht den Kurden Nihad Yusufoglu

31.12. BRD; 397 073 (Spät-) Aussiedler zumeist aus der Sowjetunion, Polen und Rumänien treffen ein, ca.

          441 000 Bürger verliesen die „alte DDR“, die Staatsverschuldung beträgt ca. DM 1 016 000 000 000,

          13 271 Bankrotte in BRD(alt) mit der „umverteilten sozialisierten“ Summe von ca. DM 4 756 000 000,

          es gibt 1 382 000 Beamte und Richter

1991

01.01. Masseneintritt -zig tausender NVA-Truppen, u.a. auch ex-HJ- u. -FDJ-Mitgl. und -Grenztruppen-Chef

          Generaloberst Klaus-Dieter Baumgarten, in den Deutschen Bundeswehrverband (>27.10.95)

03.01. Berlin, Treuhandanstalt hat in 1990 ca. 500 Betriebe verkauft

13.01. Stuttgart, Min.-Präs. Prof. Dr. Lothar Späth (CDU) tritt wg. Verdachts der Vorteilsnahme durch von der

          Industrie finanzierte Traumreisen zurück (im Juni ernennt ihn die Treuhand zum Jenoptik GmbH-Chef)

16.01. Kuwait/Irak; nach UN-Resolution beginnen US-geführte Koalitionstruppen aus über 30 Ländern mit

          Operation „Wüstensturm“ den Luftkrieg und am 24.2. den Landkrieg gegen irak. Truppen (>9.2.91)

21.01. Berlin, Neufassung vom Gesetz über die Anerkennung und Versorgung der politisch, rassisch oder

          religiös Verfolgten des Nationalsozialismus (Verfolgte aus den alten Bundesländern erhalten DM 305 -

          später DM 500 Grundrente u. Alleinstehende eine einkommensabhängige Ausgleichsrente v. DM 678

          und v. DM 801 für Verheiratete - später bis zu DM 1 100) (keine Regelung für politisch oder religiös

          verfolgte Schüler der ex-DDR, deren Menschenrechte verletzende Diskriminierung wird fortgeführt),

          Köln, Hotel Excelsior, Sitzung des Treuhandpräsidialausschuß, Finanzstaatssekretär und Treuhand-

          Verwaltungsratmitglied Dr. Horst Köhler (CDU) verlangt es müsse in der ehemaligen DDR-Industrie

          „auch mal gestorben“ werden

28.01. Berlin, Landgericht, Richterin Ingeborg Tepperwien stellt nach insges. 591 Verhandlungstagen in vier

          Prozessen in 16 Jahren im Namen des Volkes den Mordprozess Ulrich Schmücker mit der Erklärung

          ein, daß nach menschlichem Ermessen nicht mehr aufgeklärt werden könne, wer den Studenten U. S.

          am 4.6.1974 in Berlin-Grunewald erschossen habe (1972 war U. S. mit anderen mit einer Bombe im

          Auto verhaftet, zu nur 2½ Jahren Haft verurteilt und kam aus „gesundheitlichen Gründen“ nach nur

          9 Monaten Haft frei; Ilse Schwipper - die mutmaßliche Mörderin des V-Mann/IM - wurde in 3 Verfahren

          im Namen des Volkes zu lebenslanger Haft verurteilt, der Bundesgerichtshof hob alle drei Urteile auf,

          Akten wurden zurückgehalten, Verfassungsschutz-Oberinspektor Michael Grünhagen alias Michael

          Wegner alias Peter Rühl alias Peter Petersen’s Aussagegenehmigungen wurden eingeschränkt bzw.

          Aussagen verboten, die Tatwaffe verschwand über 15 Jahre beim Verfassungsschutz. Ilse S. erhielt

          Haftentschädigung u. der involvierte Geheimdienst-IM Volker Weingraber, Edler v. Grodek erhielt 1987

          eine Abfindung von DM 550 000 sowie weitere DM 100 000 zur Gründung einer neuen Existenz in der

          Toskana und 1988 „verstarb“ Verfassungsschützer Michael G. misteriös - deutsche Gerechtigkeit!)

29.01. Berlin; Prozeßbeginn gegen Harry Tisch (FDGB) wg. Veruntreuung von DM 1 000 000 (endet später

          mit einem Urteil im Namen des Volkes von 1½ Jahren Haft)

31.01. Bonn, Bundestag, Bundeskanzler Dr. H. Kohl (CDU) u.a.: „Der Fortbestand der (Bodenreform-)Maß-

          nahmen zwischen 1945 u. 1990 wurde von der Sowjetunion zu einer Bedingung für die Wiedervereini-

          gung gemacht. Ich sage klar: Die Einheit durfte an dieser Frage nicht scheitern…“ (der Sachverhalt

          wird später mit: „Am Anfang der Einheit stand eine Lüge“ kommentiert; >18.3.91/ 23.4.91/ 14.7.92/

          5.9.94/ 4.10.95/ 18.4.96/ 17.6.96/ 1.10.97/ 1.3.98/ 10.1.99/ 21.12.2000/ 18.9.01/ 25.1.02/ 25.3.02)

09.02. US-Botschafter Vernon Walters sagt der von der BRD gezahlte DM 15 000 000 000 Irakkrieg-Beitrag

          sei möglicherweise nicht ausreichend (später werden ca. DM 19 800 000 000 gezahlt, nach diesem

          Irakkrieg qualifizieren UN-Waffeninspektoren 80% der irakischen Giftgas- und 25% der Raketen-

          technologie -u.a. auf Israel abgeschossene Scud-Raketen- als deutsch; nach dem 2.Irakkrieg erläßt

          die BRD in 2004 dem Irak ca. $ 4 000 000 000 Schulden/ca. € 3 175 000 000!) (>2./8.8.91/ 26.8.91)

11.02. „Leipziger Volkszeitung“ „Vatikan gibt Kroatien vier Milliarden Dollar Kredit“ (>5.12.91)

13.02. Irak; Bagdad, ca. 400 irak. Tote bei Raketenangriff auf Bunker (offizieller Waffenstillstand ab 12.4.)

21./22.2. Kuwait; irakische Truppen setzen ca. 500 kuwaitische Ölquellen in Brand

24.02. Vereinigung von BEK und EKD

27.02. Bundessicherheitsrat genehmigt Lieferung von 36 Thyssen-Henschel „Fuchs“-Spürpanzern (Staats-

          sekr. Dr. Ludwig Holger Pfahls in Dr. Gerhard Stoltenberg’s Bundesverteidigungsministerium gibt zehn

          Spürpanzer aus Bundeswehr-Beständen frei) ins Krisengebiet Saudi-Arabien für die Riesensumme v.

          DM 446 400 000. Recherchen zeigen, daß darin bis zu DM 219 000 000 Schmiergeld- u. Provisions-

          zahlungen enthalten sind. Thyssen-Henschel hatte sich bereits zuvor auf steuerliche Absetzbarkeit

          dieser „Aufwendungen“ mit den NRW-Finanzbehörden geeinigt - Nordrhein-Westfalen’s SPD-Finanz-

          minister Heinz Schleußer ist Thyssen-Aufsichtsratsmitglied - Teil des Geldes floß an Waffenlobbyist

          Karlheinz Schreiber) (>26.8.91/ 29.2.92/ 31.3.92/ 27.1.99/ 2.12.99/ 12.10.2000/ 27.6.2001)

    02. Treuhand verkauft Wärmeanlagenbau Berlin (WBB) für DM 2 000 000 an Schweizer Chematec AG

          (WBB bricht 1994 zusammen, ein Wirtschaftsprüfer-Gutachten kalkuliert allein den Liquidationswert

          auf DM 55 000 000)

04.03. UdSSR; Moskau, als letzter Vertragspartner ratifiziert die UdSSR den „2+4-Vertrag“

08.03. Bundestag, Beschluß zu 7,5% Solidaritätszuschlag auf Einkommenssteuer (für „Aufbau Ost“, Wieder-

          gutmachung d. Misswirtschaft ca. 350 000 kommunist. DDR-Nomenklaturkader; wie Kaiser Wilhelm II

          Reichskriegsflotte-Schaumweinsteuer“ wird der „Soli“ lange erhoben) (>13.3.93/ 1.1.95/ 2./3.6.2000)

13.03. Erich und Margot Honecker werden trotz Haftbefehl für Erich H. mit Einverständnis M. Gorbatschows

          und Wissen Dr. Kohl’s nach Moskau in das General Mandryka-Prominentenkrankenhaus geflogen

          > verfolgte Schüler

18.03. Gründung d. Treuhandliegenschaft Gesellschaft (TLG) zur Privatisierung volkeigener, teilweise

          zwischen 1945-49 enteigneter, nicht landwirtschaftlich genutzter Immobilien, zum Erwerb solcher

          Immobilien u.a. auch durch ordnungsgemäße „Auktionen“ (6 052 Immobilien sind bis 31.12.1991

          bereits privatisiert), enteignete Betroffene bezeichnen dies später als „Hehlerei“ (>23.4.91/ 14.7.92/

          4.10.95/ 18.4.96/ 17.6.96/ 1.10.97/ 1.3.98/ 10.1.99/ 21.12.2000/ 18.9.01/ 25.1.02/ 25.3.02)

27.03. Rundbrief von Treuhand-Präsident Dr. D. Rohwedder an Mitarbeiter, u.a.: „...schnelle Privatisierung,

          entschlossene Sanierung, behutsame Stilllegung...“,

    03. Dr. Wolfgang Schäuble: „Der Vertrag“ (S.103): „Ich hatte es bereits im März (1990) als eine ,Illusion’

          betrachtet, wenn jemand meinte, die seit 1945 in der DDR entstandenen Eigentumsverhältnisse

          wieder ungeschehen machen zu können…Entschädigungen, wie sie in einem Rechtsstaat nötig

          sind, wollte ich damit nicht ausschließen.“ (ebenda S.255) „Meine Mitarbeiter übermittelten mir den

          unterschriftsreifen Text für die gemeinsame Erklärung per Telefax. Was ich da entdeckte, versetzte

          mich in Alarmbereitschaft. Ich rief sofort Staatssekretär (Hans Heinrich) Neusel an: ,Stimmen Sie dem

          Text unter keinen Umständen zu!’ In dem Entwurf war nämlich von ,Entschädigung’ die Rede.“

31.03. Dresden, der Mosambikaner Jorge Joao Gomondai wird von Deutschen aus der Straßenbahn

          geworfen, er stirbt 6.4. an seinen Kopfverletzungen

01.04. Düsseldorf, Treuhand-Präs. Dr. Rohwedder wird durch Fernschuss (RAF-Bekennerschreiben) im

          Obergeschoss seines Hauses ermordet (Panzerglas wurde nur im Erdgeschoss eingebaut)

03.04. Magdeburg, Dr. Detlef Hammer, ev. Konsistorialpräsident u. Major des MfS, stirbt unter nicht restlos

          aufgeklärten Umständen in seiner Wohnung und wird ungewöhnlich rasch eingeäschert

10.04. Berlin, Schauspielhaus, Bundespräs. v. Weizsäcker u.a. „In Wahrheit werden wir die tiefen Wunden,

          die den Menschen in der früheren DDR durch den Krieg u. das nachfolgende unmenschliche System

          einseitig zugefügt wurden, erst(?) im Zuge der Vereinigung richtig gewahr.“  > verfolgte Schüler

13.04. Berlin, Abiturientin, Einzelhandelskauffrau und ex-Finanzministerin Niedersachsen Birgit Breuel geb.

          Münchmeyer (CDU, SMH-Bankierstochter: „Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co.“,) wird neue

          Treuhand-Präsidentin mit über DM 1 250 000 Jahresgehalt (1994 Ehrendoktorwürde Uni. Köln)

22.04. Berlin, nach Denunziation durch dt. Landsleute und ex-Kollegen wird der in der DDR eingebürgerte

          ex-US-Soldat und -MfS-Agent Jeffrey Carney von amerik. Air Force Office of Special Investigation-

          Agenten widerrechtlich in die USA entführt (am 4.11.91 wird er in Geheimprozess zu 38 Jahren Haft

          verurteilt. Deutsche Gerechtigkeit ist, daß während der Generalbundesanwalt 1997 die gewaltsame,

          Menschenrechte verletzende Entführung untersucht und danach in den US zu lesen ist: „the arrest

          was determined to have been legal under the Status of Forces Agreement governing the stationing

          and rights of US military forces in Germany” leben Carney’s vorgesetzte MfS-Offiziere in Freiheit von

          neuen Aufgaben bzw. höchstrichterlich erstrittenen Pensionen. 04.1998 protestiert die BRD in den

          USA, fordert aber nicht im Sinn von „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ wie bei deutschen

          Entführungsopfern üblich öffentlich deren Freilassung noch verfolgt sie die Entführer strafrechtlich)

23.04. Bundesverfassungsgericht, „Bodenreform-Urteil“, 1. Senat unter Vorsitz von Prof. Dr. Roman Herzog

          entscheidet im Namen des Volkes das der Restitutionsauschluß für „Bodenreform-Enteignungen“ die

          Eigentumsgarantie des Grundgesetzes nicht verletzt (die Bundesregierung „mußte“ entsprechender

          Forderung der damaligen sowjet. Regierung nachgeben, um Verhandlungen zur Wiedervereinigung

          nicht zu „gefährden“, erklärt die Regierung durch Bundesmin. Dr. K. Kinkel, ex-DDR-Ministerpräs. de

          Maizière und Staatssekr. Dr. Kastrup vor Gericht. Die als Zeugen nichtgeladenen M. Gorbatschow,

          E. Shewardnadse und G. Krause bestreiten später öffentlich eine solche „Forderung“), zur selektiven

          Schlechterstellung von DDR-Opfern urteilen die Verfassungsrichter „Eine Verantwortlichkeit der BRD

          im Sinne eines Einstehenmüssens für etwaige aus ihrer Sicht rechts- oder verfassungswidrige Maß-

          nahmen der dt. Staatsgewalt in der sowjet. besetzten Zone bestand danach ebensowenig wie etwa

          gegenüber Maßnahmen ausländischer Staatsgewalten…“ (>7./8.2.92/ 14.7.92/ 5.9.94/ 4.10.95/

          18.4.96/ 17.6.96/ 1.10.97/ 1.3.98/ 10.1.99/ 21.12.2000/ 18.9.01/ 25.1.02/ 25.3.02)

07.05. Vereinbarung zwischen Bundesregierung und alten Bundesländern zur finanziellen und personellen

          Unterstützung Berlins bei der Strafverfolgung von DDR-Unrecht

08.05. Düsseldorf, Landgericht verurteilt CDU-Bundesschatzmeister Dr. Walther Leisler Kiep im Namen des

          Volkes wg. „fortgesetzter Beihilfe zur Steuerhinterziehung“ im Rahmen der Parteispendenaffaire zu

          einer DM 675 000 Geldstrafe (im Oktober 1992 kassiert der Bundesgerichtshof im Namen des Volkes

          dieses Urteil wg. schwerer „Rechts- und Verfahrensmängel“) (>26.8.91/ 15.4.94/ 8.2.2001)

10.05. Halle, Bundeskanzler Dr. H. Kohl wird sowohl mit Applaus als auch mit Pfiffen empfangen und mit

          Eiern beworfen („Ossi-Slogan“: „Pornos, Nutten, Dosenbier – Helmut Kohl wir danken Dir“)

15.05. „RTL plus-Heißer Stuhl“ mit Ulrich Meyer u. Dr. Schalck-Golodkowski, Originalton Dr. S.-G. „Ich habe

          nur durchgeführt was mir befohlen wurde.“ Moderator M. „Es wird Ihnen beispielsweise vorgeworfen,

          daß Sie (1980) für die (2) Töchter Ihres Bosses (Dr. Günter) Mittag Häuser (es waren drei) gebaut

          haben für ungefähr 4 Mio. Mark (es waren mind. 5 Mio. DDR-Mark plus 500 000 Valutamark, die

          Töchter zahlten 239,10 DDR-Mark monatl. Zins). Was sagen Sie zu so was?“ Dr. S.-G. „Das ist sicher-

          lich ein beschämendes Thema. Tatsache ist, daß ich auf Wunsch von Mittag das veranlasst habe.“

    05. Berlin, Alexanderplatz, Archivkeller Bezirksamt Mitte, Jugendstadtrat Markus Zimmermann findet acht

          Aktenhefter über diverse DDR-Zwangsadoptionen und informiert SPD-Jugendsenator Thomas Krüger,

          der schafft eine „Clearing-Stelle“ unter Leitung von Elke Kannenberg vom Jugendsenat Berlin für die

          in den Akten dokumentierten Fälle, meist aus den 70er Jahren u.a. auch den Fall der Familie Grübel.

          Versuchte Republikflucht, staatsfeindliche Hetze o. Ausreiseanträge dienten als Vorwand um Eltern/

          Müttern ihre Kinder zu entziehen (Adoption erfolgte u.a. durch Jugendhilfe-Beschluß, die Jugendhilfe

          unterstand dem Volksbildungsministerium, ein Haftbefehl für Margot Honecker wurde von deutschen

          Behörden nie ausgestellt). Zitat E. Kannenberg: „Es kamen täglich viele Mütter, die etwas über ihre

          vermißten Kinder erfahren wollten und noch mehr Jugendliche, die genaue Angaben zu ihrer Herkunft

          wissen wollten.“ (am 25.12.2003 berichtet der MDR in „Mütter ohne Kinder - Kindesraub in der DDR“

          darüber) (>26.6.91/ 30.7.92)

23.05. Berlin, Haftbefehl für E. Mielke, Chef aller Stasi-Mitarbeiter, wg. Polizistendoppelmord (>26.10.1993)

24.05. Köln, Otto Wolff v. Amerongen, Unternehmer u. „Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft beim BDI“-

          Vorsitz. (Ostausschuss-Geschäftsführer ist Putin-Duzfreund Dr. Karl-Hermann Fink) feiert gebührend

          in seiner Villa u.a. mit Leningrads „Reformer“-Bürgermeister Kandidat-Dr. Anatolij Sobtschak und

          dessen Berater, Dolmetscher und Universität Leningrad-Mitarbeiter Wladimir Putin die Eröffnung der

          Ostausschuss-Niederlassung in Leningrad (09.1999/ 31.12.99/ 7.1.2001/ 7.9.2001/ 25.3.2001)

31.05. Berlin; Gründung von GBM e.V. (Gesellschaft für Bürgerrechte und Menschenwürde) mit dem Ziel

          gegen ,Diskriminierung, Enteignung sowie Einschränkung der Bürger- und Menschenrechte, Renten-

          und Versorgungsunrecht von (vormals privilegierten) Ostdeutschen’ zu streiten (>6.6.91/ 28.5.92)

06.06. Berlin; Gründung von ISOR e.V. (Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger

          Angehöriger bewaffneter Organe und der Zollverwaltung der DDR) mit dem Ziel, Privilegien aus

          Sonderversorgungssystemen der DDR zu sichern (>19.5.93)

16.06. Friedrichshafen, der Angolaner Agostinho Comboio wird von einem Deutschen erstochen

17.06. Bonn, CDU-Bundeskanzler Dr. H. Kohl, FDP-Außenmin. H.-D. Genscher, Polens Ministerpräsident

          J. Bielecki und Außenmin. K. Skubiszewski unterzeichnen dt.-poln. Vertrag über gute Nachbarschaft

          und freundschaftliche Zusammenarbeit, der die gemeinsame Grenze bestätigt (23 CDU-/CSU-MdB

          geben bei der Abstimmung im Bundestag zu Protokoll „Dem Vertrag über die Bestätigung der

          bestehenden Grenze können wir nicht zustimmen, da wir uns, ausgehend von der Geschichte, der

          Rechtslage und im Hinblick auf den Grenzen überwindenden europäischen Einigungsprozeß, im

          Vorfeld des Vertrages gegen eine isolierte dt.-poln. Grenzregelung gewandt u. für eine in die Zukunft

          gerichtete Lösung aller offenen dt.-poln. Fragen eingesetzt haben. Dem Vertrag über gute Nachbar-

          schaft und freundschaftliche Zusammenarbeit stimmen wir in der Hoffnung zu, daß durch ihn eine

          umfassende Zusammenarbeit und zukunftsgewandte Nachbarschaft beider Länder und Völker in

          einem zusammenwachsenden Europa eröffnet wird…“ – deutsche Gerechtigkeit ist: was unter CDU-

          Bundeskanzler Dr. K. Adenauer u. FDP-Vize F. Blücher Recht u. für die SPD-Vorsitz. E. Ollenhauer,

          W. Brandt mit H. Wehner „Verzicht ist Verrat“ war fiel unter deren nichtvertriebenen Nachfolgern auf

          Kosten nicht schuldhafterer Vertriebener dem mehrheitlich opportunistischen Vergessen zum Opfer)

20.06. Bonn, Bundestag beschließt mit 18 Stimmen Mehrheit (von PDS-, Bündnis90/DieGrünen-, FDP- und

          insbesondere CDU-MdB’s die den Rat ihres ersten Vorsitz. Dr. K. Adenauer: „Wer Berlin zur neuen

          Hauptstadt macht, schafft geistig ein neues Preußen“ ignorieren) den Wechsel von Parlaments- und

          Regierungssitz nach Berlin (die nachfolgende Behandlung wg. ihrer Religion in der atheistischen DDR

          Diskriminierter >verfolgte Schüler reflektiert die Wahl der „Welthauptstadt des modernen Atheismus“)

          Geschätzte Kosten für Renovierungen und Neubauten der „Welthauptstadt“ sollen DM 2 700 000 000

          betragen; später kosten lt. Bund der Steuerzahler der Reichstag DM 607 000 000, das Jakob-Kaiser-

          Abgeordnetenhaus DM 1 142 000 000, das Paul-Löbe-Abgeordnetenhaus DM 640 000 000, die

          Marie-Elisabeth-Lüders-Haus-Bundestagsbibliothek DM 431 000 000, die unterirdische Abgeordneten-

          gebäude-„Erschließung“ DM 112 000 000 und das Bundeskanzleramt DM 513 000 000, hinzukommen

          DM 176 000 000 Bundeszuschuß für die Bundestagsabgeordneten-Wohnsiedlung, € 24 400 000 für

          das Schloss Bellevue und DM 980 000 um unfruchtbares Erdreich am Bundeskanzleramt zu ersetzen

          - unerwähnt sind Kosten für die Ministerien - sicher ist aber das jene Wendehälse, Blockflöten und ex-

          Nomenklaturkader, die mit Erfüllung der politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung

          der Diktatur des Proletariats sich für Politik qualifizierten, auch beim kapitalistischen ex-Klassenfeind

          Privilegierte bleiben (Am 6.7.2002 stimmen im Bundestag 384 MdB gegen 133 MdB für den Bau des

          ca. € 700 000 000 teuren Stadtschlossfassaden-Replikats als sog. „Humboldt-Forum“ bis 2015,

          Bündnis90/Die Grünen-Bundestagsvizepräs. Dr. Antje Vollmer kritisiert Stadtschlossfassadenkritiker

          mit „Wir haben in dieser Stadt geradezu einen Kult der offenen Wunde“ und am 13.11.2003 stimmen

          alle Fraktionsparteien-MdB für den € 20-60 000 000 teueren Palast der Republik-Abriss in 2005. Zuvor

          beschloss die SPD/Bündnis90/DieGrünen-Bundesregierung mit dem BND-Umzug Pullach-Berlin ein

          weiteres mind. € 720 000 000 Projekt) (>15.7.92/ 9.9.98/ 19.4.99/ 1.7.99/ 1.1.2001/ 2.5.2001),

          Düsseldorf, Oberlandesgericht verurteilt im Namen des Volkes den Diplomaten Klaus v. Raussendorff

          wg. Landesverrat zu 6 Jahren Haft (ab 1993 Freigänger, 1994 Haftentlassung, von 1993-99 Tätigkeit

          als wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Trier, 1995 Gesellschaft zu rechtlichen und humanitären

          Unterstützung e.V., GRH, 2001 Int. Komitee für die Verteidigung v. Slobodan Milosovic) (>19.5.93)

25.06. Slowenien u. Kroatien erkären Unabhängigkeit von Jugoslawien (>23.12.91/ 3.3.92/ 16.10.98)

26.06. „Woche im Bundestag 12/91“ „In der früheren DDR hat es ungefähr 7.300 Zwangsadoptionen

          gegeben. Diese Zahl, die auf Schätzungen beruht, nannte die Bundesregierung am 19. Juni im

          Ausschuß für Frauen und Jugend, als sie über Zwangsadoptionen und Zwangseinweisungen in Heime

          in der früheren DDR berichtete. Einige dieser Fälle seien allerdings keine echten Zwangsadoptionen,

          da den Eltern das Sorgerecht wegen der Vernachlässigung ihrer Kinder zu Recht entzogen worden

          sei. Diese Zwangsadoptionen seien aufgrund von Aktenfunden entdeckt worden, teilte die Bundes-

          regierung im Ausschuß mit, schwierig sei es, die Verantwortlichen zu ermitteln. Bisher sei lediglich ein

          Strafantrag gestellt worden. Die Bundesregierung betonte, daß bei der Überprüfung dieser Fälle das

          Wohl des Kindes im Vordergrund stehen müsse. Geplant sei, die bisherige Frist für Einsprüche gegen

          Zwangsadoptionen über den 2. Oktober 1991 hinaus zu verlängern.“  > verfolgte Schüler

01.07. Außerdienststellung des Bundeswehrkommando Ost

02.07. „ARD-Kontraste“-Sendung „Von der Stasi zum BGS - Alte Schnüffler in neuen Uniformen“ berichtet:

          ausgerechnet das Bundesinnenministerium übernahm mehr als 1 000 hauptamtliche MfS-Mitarbeiter

          (Verf.: DDR-Berufssoldaten) und stellte sie beim Bundesgrenzschutz an. Deren Aufgabe bestand bis

          1989 darin, die „Feinde" der DDR zu bekämpfen. Zu diesen Feinden zählten stets die Bundesrepublik“

          (deutsche Gerechtigkeit ist: was damals -1949- für CDU-Bundeskanzler Dr. Adenauer’s NS-Beamte u.

          -Berufssoldaten Recht war, kann heute -40 Jahre später- für CDU-Bundeskanzler Dr. H. Kohl u. Innen-

          min. Dr. W. Schäuble nicht Unrecht sein; später wird berichtet daß ca. 17 000 Stasi-Tschekisten in der

          öffentlichen Verwaltung beschäftigt wurden)

15.07. der erste demokratisch gewählte Bundestag verabschiedet rückwirkendes Rentenüberleitungsgesetz

          RÜG der ca. 60 Zusatz- und 4 Sonder(Alters)versorgungssysteme für Kader u. Eliten der Diktatur des

          Proletariats u.a. für die technische Intelligenz, die Intelligenz an wissenschaftlichen, künstlerischen,

          pädagogischen und medizinischen Einrichtungen, für wissenschaftl. MitarbeiterInnen der Akademie

          der Wissenschaften Berlin u. der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften Berlin, für

          Ärzte/Ärztinnen, Zahnärzte/Zahnärztinnen, ApothekerInnen u. andere Hochschulkader (tätig in eigener

          Praxis, privaten oder konfessionellen  Einrichtungen des Gesundheits- o. Sozialwesens), Tierärzte/

          Tierärztinnen und andere Hochschulkader in eigener Praxis und in Einrichtungen des staatl. Veterinär-

          wesens, künstlerisch Beschäftigte des Rundfunks, Fernsehens, Filmwesens in Theatern, Orchestern,

          staatl. Ensembles, Staatszirkus und des VEB Deutsche Schallplatte, freiberuflich tätige Mitglieder des

          Schriftstellerverbandes, freischaffende bildende KünstlerInnen, Ballettmitglieder in staatlichen Einrich-

          tungen, Pädagogen/Pädagoginnen in Einrichtungen der Volks- u. Berufsbildung, hauptamtl. Mitarbei-

          terInnen im Staatsapparat, Parteien u. gesellschaftlichen Organisationen; (Alters)Sonderversorgungs-

          systeme gab es für Angehörige des Ministeriums für Staatssicherheit/Amt für nationale Sicherheit, der

          Volkspolizei, der Organe d. Feuerwehr, des Strafvollzugs, der Nationalen Volksarmee, Zollverwaltung

          (bis 1990 wurden über diese Sonderversorgungssysteme keine Informationen veröffentlicht, sowohl

          die Vorschriften/ Ordnungen über diese Versorgungen als auch Daten über Höhe - grundsätzl. 90%

          der jeweiligen Nettobesoldung vor dem Ausscheiden aus dem Dienst; Art und Anzahl der Leistungen

          unterlagen strikten Geheimhaltungsvorschriften; die Gesamtzahl privilegierter Bezugsberechtigter ist

          ca. 750000. Darüberhinaus wurden Ehrenrenten bzw. –pensionen an verdiente Staatsbürger, Kämpfer

          gegen den Faschismus bzw. Verfolgte des NS-Regimes gezahlt). Deutsche Gerechtigkeit ist, dass mit

          dem RÜG entgegen früheren Gesetzesregelungen die Renten von nach 1936 geborenen polit. DDR-

          Flüchtlingen, die vor 1989 in die BRD kamen ebenfalls rückwirkend nicht länger nach dem Fremd-

          rentengesetz berechnet werden und so in Alterseinkommensverlusten resultieren (>15.10.92/ 27.3.93)

27.07. Bonn, Bundestag, Kleine Anfrage d. SPD-Fraktion - BT-Drucksache 12/970 - zu „Folgen der Praxis

          der Bildungsdiskriminierung im Hochschulbereich der ehemaligen DDR“ u.a. „Die Praxis der Bildungs-

          diskriminierung war eine der Säulen im Machterhalt der SED…Wir fragen daher die Bundesregierung

          1. Welche Formen der Bildungsdiskriminierung…gab es, insbesondere in Hinsicht auf die Nichtzu-

          lassung zum Erwerb eines Abiturs? Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Zahl der Betroffenen?

          2. Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Zahl derjenigen, die wegen Nichtzulassung zum Abitur

          kein Studium aufnahmen?...“ Dr. Kohl’s CDU-Bundesregierung antwortet am 28.8.91 mit Schreiben

          von FDP-Bundesbildungsmin. Prof. Dr. R. Ortleb (als FDJ-Mitgl. erfüllte er die politischen Kriterien

          sozialistischer Begabtenförderung ehe er 1968 LDPD-Mitgl.wurde. Zitat: „Mein erstes Argument ist,

          für jeden sichtbar, die Uniform, die ich heute trage. Der Minister für Nationale Verteidigung, Armee-

          general Heinz Hoffmann, formulierte 1961 vor der Volkskammer in der Begründung des Gesetzes

          über die Verteidigung der Deutschen Demokratischen Republik: In unserem Arbeiter-u.-Bauern-Staat

          ist der Waffendienst höchste Ehre und patriotische Pflicht jedes Staatsbürgers. Brüderlich vereint in

          der Nationalen Front, haben wir unter Führung der Partei der Arbeiterklasse eine verteidigungs-

          würdige Gesellschaftsordnung und Staatsmacht geschaffen. Es gibt keine gerechtere Sache, als in

          der einzig rechtmäßigen, wahrhaft nationalen Armee des Volkes unsere sozialistischen Errungen-

          schaften mit der Waffe in der Hand zu schützen.'") und danach per BT-Drucksache 12/1101 u.a. mit

          der Vorbemerkung „In der BR Deutschland sichert das GG allen Bürgerinnen/Bürgern das Recht zu,

          Ausbildung und Ausbildungsstätte frei zu wählen (vgl. Art. 12 GG). Unwahr für vor BAföG wg. Nicht-

          zulassung zum Erwerb des Abiturs in die BRD geflüchtete verfolgte Schüler! Die Bundesregierung

          sagt weiter: „Von langjährig im Schulwesen der DDR Tätigen wird berichtet, daß der Anteil der aus

          verschiedenenen Gründen abgewiesenen Anträge auf Zulassungen zur Abiturstufe um ca. 3 v. H. der

          Gesamtzahl der Anträge geschwankt haben dürfte. Bei einer solchen Annahme und unter Beachtung

          der jährl. Aufnahme von ca. 30 000 Bewerbern…könnte die Zahl der Betroffenen, deren Nichtzulas-

          sung aus leistungsmäßigen und den in der Anfrage erfolgten Gründen erfolgte, bei ca. 1 200-1 500

          pro Jahr liegen…Ein Regelungsversuch der DDR-Volkskammer (im Rehabilitierungsgesetz v. 6.9.90)

          konnte seinerseits - angesichts einer vielschichtigen, insges. unklaren Ausgangslage und nicht abseh-

          barer finanzieller Konsequenzen - nicht als Bundesrecht übernommen werden…(10 Jahre später ist

          kein/e Menschenrechtsverletzer/in bestraft, nichts ist geschehen und nach einem furchtbaren Leben

          sterben erste verfolgte Schüler des ersten sozialistischen deutschen Staates) (>30.7.92/ 21.1.99)

30.07. Treuhand-„Gesellschaft zur Privatisierung des Handels (GPH) hat alle 22 300 HO-Geschäfte verkauft

2./8.8. Irak; 1.biologische UNSCOM-Inspektion (Bundeswehr-Hubschrauber, -Transportflugzeuge, -Truppen

          und dt. Experten werden bis 09.1996 mit Kosten von mehr als DM 100 000 000 hier eingesetzt)

07.08. „Mitteldeutscher Express“ „Konsistorialpräsident Detlef Hammer soll...Offizier im besonderen Einsatz

          der Stasi im Rang eines Hauptmanns gewesen sein“, das Konsistorium der Landeskirche stellt dazu

          am gleichen Tag fest „Es bleibt dabei, daß Dr. Detlef Hammer viel Positives für unsere Kirche getan

          hat.“ (in einer Presseerklärung der Kirchenleitung vom 31.8.91 heißt es, daß Dr. Hammer für die

          evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen „sehr wichtig gewesen ist…“)

13.08. Berlin, Treuhand-Vorstand verkündet „Insider-Regeln“ zum Kauf v. Treuhand-Objekten, z.B. „hatte…

          Aufsehen erregt, daß das große Warenhaus am Alexanderplatz…in den Besitz der Kaufhof AG über-

          ging und das der vorsitzende des Verwaltungsrates der Treuhand der damalige Kaufhof-Chef (und

          Kanzlerfreund) Jens Odenwald war.“

15.08. Polen; Czestochowa, Papst Johannes Paul II feiert 3.Weltjugendtag  > verfolgte Schüler (>15.8.93)

19.08. „Informationsdienst der Evangelischen Allianz“ „...weil er für die Stasi tätig war ist ein leitender

          Mitarbeiter des Landeskirchenamtes des Evangelischen Kirche Anhalts...Oberkirchenrat Andreas

          Schindler entlassen...bereits im vergangenen Jahr war der Leiter des Landeskirchenamts Thüringen,

          Oberkirchenrat Martin Kirchner wegen Verdachts IM der Stasi gewesen zu sein, von seinem Amt als

          Generalsekretär der CDU(Ost) zurückgetreten...“ (Dipl.-Jurist Kirchner erfüllte die politischen

          Kriterien sozialistischer Begabtenförderung und war IM „Küster“)

19./21.8. UdSSR; Putschversuch anläßl. geplanter Ratifizierung eines neuen Unions-Vertrages (>21.12.91)

26.08. Schweiz; St. Margarethen, CDU-Schatzmeister Dr. Walther Leisler Kiep (er erfüllte die politischen

          Kriterien nationalsozialistischer Begabtenförderung der Diktatur des Faschismus, Abitur 1943,

          Reichsarbeitsdienst, Geschichts- u. Volkswirtschaftsstudium, kaufmänn. Ausbildung, div. Tätigkeiten

          im Versicherungswesen, 1961 CDU, 1965-76 MdB, 1967-76 CDU-Schatzmeister Hessen, 1971-92

          CDU-Bundesschatzmeister, Direktor European Business School, 1976-77 Justiz- u. 1978-80 Finanz-

          minister Niedersachsen, 1980-82 MdB, 1984-2000 Vors. Atlantik-Brücke, div. Aufsichtsratsmandate,

          Millionär, 1992 CDU-Beauftragt. für dt.-amerikan. Beziehungen, 1994 Bundesverdienstkreuz, 1999

          SPD-Bundeskanzler Schröder’s persönl. Beauftragter für Sondermissionen - später dementiert) erhält

          von Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber Aktenkoffer mit DM 1 000 000 Parteispende (ca. 6 Monate

          nach, wg. Golf-Krieg, umstrittener Exportgenehmigung für 36 Thyssen-Spürpanzer für Saudi-Arabien)

          (>15.4.94/ 11.10.94/ 16.12.96/ 4.11.99/ 17.1.2000/ 30.1.2000/ 8.2.2001/ 21.3.2001)

28.08. Bundesregierung fordert von UdSSR Auslieferung (Flüchtlingsstatus anerkennend) Erich Honeckers

06.09. Dr. Lothar de Maizière, stellv. CDU-Vorsitz., legt nach erneuten Stasi-Vorwürfen Ämter nieder (er er-

          füllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats)

    09. SPD-MdB Wolfgang Thierse (er erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabten-

          förderung, Mitgl. im ZK der deutschen Katholiken) wird Vorsitzender d. SPD-Grundwertekommission

          (DDR-Menschenrechtsverletzungen, religiöse Bildungsdiskriminierung, verfolgte Schüler)

10.09. Rat der evangelischen Kirchenleitung schreibt an Synodale und Kirchenälteste über Vorgänge um

          Konsistorialpräsident „Bruder Hammer“ u.a. „Was immer aus den Akten hervorgeht: es bleibt dabei,

          daß Dr. Hammer viel Positives für unsere Kirche getan hat.“ (die „Gauck“-Behörde berichtet später,

          Hammer war MfS-Mitarbeiter, seit 1977 Offizier im besonderen Einsatz -OibE) (> 3.8.92)

11.09. Kassel, das Bundessozialgericht spricht der Witwe eines am 10.3.1945 wegen Fahnenflucht

          hingerichteten deutschen Soldaten erstmals eine Hinterbliebenenrente zu

19.09. Saarlouis, der Ghanaer Kofi Yeboah verbrennt und zwei Nigerianer werden bei Brandanschlag auf ein

          Wohnheim schwer verletzt

20.09. Hoyerswerda, nach fünftägigem schwerem rassistischem Pogrom mit über 20 Verletzten (Anwohner-

          Zitate „bis wir frei sind von dem Viehzeug.“ „Wir sind die ersten in Deutschland, die es geschafft haben

          das Gesocks zu verjagen.“ „Ausländerfotze“) können die Behörden im SPD/FDP/Bündnis90 regierten

          Brandenburg „die Sicherheit der ausländischen Mitbürger“ nicht länger garantieren, ca. 230 Bürger der

          „sozialistischen Bruderstaaten“ Rumänien und Vietnam werden aus der ex-„sozialistischen Wohnstadt“

          Hoyerswerda vertrieben (am 12.5.72 wurde z.B. zwischen DDR u. Sozialistischer Republik Rumänien

          ein 20-Jahre-Vertrag über „Völkerfreundschaft und Zusammenarbeit“ unterzeichnet und von sozialis-

          tischen DDR-Werktätigen einschl. des VEB-Gaskombinats „Schwarze Pumpe“ Hoyerswerda begrüßt)

23.09. Köln, Deutscher Richtertag, Bundesjustizmin. Dr. Klaus Kinkel (FDP) u.a.: „Sie, meine Damen und

          Herren, haben als Richter und Staatsanwälte, bei dem was noch auf uns zukommt, eine ganz beson-

          dere Aufgabe. Ich weiß sehr wohl dass die Gerichte nicht alles leisten können, was aufzuarbeiten ist.

          Aber einen wesentlichen Teil müssen Sie leisten, alternativlos. Ich baue auf die deutsche Justiz. Es

          muß gelingen das SED-System zu delegitimieren…“  > verfolgte Schüler (>31.12.1994/ 14.12.1995)

03.10. Hünxe/Nordrhein-Westfalen, Ausländerwohnheim, bei Brandanschlag am Tag der Deutschen Einheit

          erleiden die libanesischen Kinder Zeinab (7 Jahre) und Mokades Saado schwerste Verbrennungen

07.10. Gardelegen/Sachsen-Anhalt, Kreisgericht stellt 46 Jahre nach dem Häftlings-Massaker vom 13.4.45

          Haftbefehl für ex-NSDAP-Kreisleiter Gerhard Thiele aus (die Ermittllungen zeigen später, daß Thiele

          nach 1945 als Gerhard Lindemann in Bochum u. Düsseldorf lebte und 80jährig am 30.6.94 starb)

14.10. Berlin, Gothaer Str., Bui Van Nho aus Vietnam wird am Tage von drei Deutschen bewußlos geprügelt

18.10. Bonn; CSU-Bundesfinanzmin. Dr. Theo Waigel an Treuhand-Präs. Birgit Breuel u.a.: „Mit Ihrem

          Schreiben vom 13.August 1991 befürworten Sie die weitere Freistellung von der Haftung für grobe

          Fahrlässigkeit über den 30.Juni 1991 hinaus. Nach Prüfung aller Argumente wird der besonderen

          Situation der Treuhandanstalt künftig durch die Freistellung des Vorstands (und der leitenden

          Mitarbeiter) von der Haftung für einfache Fahrlässigkeit hinreichend Rechnung getragen…Angesichts

          der besonderen Verhältnisse in den neuen Bundesländern…ist bei der Beurteilung des Verschuldens

          ein anderer, großzügiger Maßstab anzulegen als in den alten Bundesländern. Ich sehe daher nicht die

          Gefahr, daß zu einem späteren Zeitpunkt Gerichte bei einem evtl. Vorwurf grober Fahrlässigkeit die

          heutige Ausnahmesituation nicht ausreichend würdigen…“ (>6.7.92/ 15.4.93/ 30.9.93/ 31.12.94),

          UdSSR verabschiedet Gesetz über die Rehabilitierung von Opfern politischer Repression

          > verfolgte Schüler / Studenten (>16.12.92)

02.11. Tschetschenien erklärt Unabhängigkeit von der UdSSR, in Grozny gelandete sowjet. Truppen werden

          zum Rückzug gezwungen (>11.12.91/ 21.12.91/ 11.12.94/ 09.1999/ 1.10.99/ 7.1.2001)

11.11. Berlin, Deutsche prügeln den Türken Mete Exsi mit einem Baseballschläger, er stirbt an den Folgen

14.11. Bundestag verabschiedet Gesetz über die Stasi-Unterlagen (geändert 1994 (2x), 1996 (2x), 1999 (1x)

16.11. UdSSR; Präsident Michael Gorbatschow lehnt Auslieferung Erich Honeckers ab

21.11. „Informationsdienst d. Evangelischen Allianz“, „Schätzungen gehen derzeit von 500-1 500 kirchlichen

          Stasi-Spitzeln in den sieben mitteldeutschen Landeskirchen aus...auf der Synode der Kirchenprovinz

          Sachsen bekannten sich zwei Synodale zur Stasi-Mitarbeit: Wolfgang König u. Helmut Judersleben…“

28.11. Bundestag, 1.Debatte über „gemeinsame Verfassungskommission“ (ihre Arbeit endet am 28.10.93)

04.12. Bundestag, Antrag DS 12/1713 von Dr. Wolfgang Ullmann u. Werner Schulz (Bündnis90/DieGrünen)

          zu Rehabilitierung u. Entschädigung der Verfolgten des Stalinismus und DDR-Regimes beinhaltet u.a.

          im Rentenrecht einen „Ausgleich der entgangenen Ansprüche derjenigen Verfolgten vor(zu)sehen die

          durch staatliche oder staatlich tolerierte Repressionsmaßnahmen im Bereich des Verwaltungsunrechts

          oder beruflich betroffen waren.“  >Bildungsdiskriminierung/ verfolgte Schüler (>12.6.93/ 10.3.94)

05.12. Bundeskanzler Dr. Kohl sagt Franjo Tudjman schnelle diplom. Anerkennung Kroatiens zu (>23.12.91)

06.12. USA; die US-Regierung kritisiert die dt. Entscheidung vom 5.12. als völkerrechtswidrig, zudem würde

          ein solcher Schritt den Krieg zusätzlich anheizen (>23.12.91)

10.12. Internationaler Tag der Menschenrechte  > verfolgte Schüler

11.12. Auflösung der UdSSR; Erich Honecker flieht in chilenische Botschaft in Moskau

15./17.12. Dresden, 2.CDU-Parteitag akklamiert Dresdner Manifest „Die Zukunft gemeinsam gestalten…Das

          christliche Menschenbild gibt die ethische Grundlage für verantwortliches Handeln…Unser Staat…be-

          zieht…Legitimation und Autorität aus seiner Bindung an die Menschenwürde…Opfer des Sozialismus

          haben Anspruch auf Rehabilitierung, Wiedergutmachung oder Entschädigung…Rechtsfriede ist ohne

          Gerechtigkeit nicht denkbar…Wer sich im SED-Staat persönlich schuldig gemacht hat, muß zur Ver-

          antwortung gezogen werden. Wer Recht gebeugt hat, dem kann im Rechtsstaat kein Amt mehr anver-

          traut werden. Wer Mitmenschen geschadet hat, kann heute nicht glaubwürdig im Dienst des Staates

          arbeiten…Wir bitten alle, die in…ein Amt bekleiden, ihr Verhalten in der Vergangenheit selbstkritisch

          zu überprüfen. Auch wer keinen Anlaß sieht, sich persönlich etwas vorzuwerfen, muß sich doch die

          Frage stellen, ob seine frühere Tätigkeit in Beruf, Gesellschaft und Politik es seinen Mitbürgern und

          Parteifreunden heute schwer macht, neues Vertrauen zu gewinnen…“  > verfolgte Schüler

17.12. Berlin, Presseerklärung des kath. Bischöflichen Ordinariats benennt offizielle Beziehungen zu

          staatlichen Stellen der DDR und zu MfS, berichtet über vom MfS angeworbene Priester und Laien

21.12. UdSSR; Kasachstan, Alma-Ata, Unabhängigkeitserklärungen, UdSSR-Auflösung und GUS-Gründung

          (am 25.12.91 wird die Hammer-und-Sichel-Fahne im Kreml eingeholt, KPdSU-Chef M. Gorbatschow

          tritt zurück und beschreibt in seiner Abschiedsrede die UdSSR als ein totalitäres System) (>31.12.99)

23.12. BRD ist erster Staat, der (mit SPD/DieGrünen) durch vorzeitige diplomatische Anerkennung ethnisch-

          religiöser Minderheiten von Kroaten (20%) u. Slowenen (8%) die 2.Teilung Jugoslawiens seit 1941 un-

          terstützt, sich über eine EU-Vereinbarung hinweggesetzt, diplomat. Anerkennungen nicht vor dem EU-

          Badinter-Kommissionsbericht über Auswirkungen v. Staatssukzessionen auf Menschenrechte u. des-

          halb keinesfalls vor dem 15.1.92 vorzunehmen (nach viel UN-, US- u. EU-Kritik: „die Deutschen sollten

          sich aus diesem Konflikt heraushalten, schließlich hätten sie - gerade auf dem Balkan - schon genug

          Unheil angerichtet“ - folgen dem „unzeitgemäßen Präzedenzfall“ unter dt. Druck am 15.1.92 zwölf EU-

          Staaten; ca. 250 000 Serben u. Bosniaken werden in Folge Opfer ethnischer Säuberung in Kroatien,

          K. - bis 1918 Teil österreich. Donau-Monarchie, 1941-45 verbündet mit Großdt. Reich - legt am 9.8.92

          aus Dank den Grundstein für ein Außenmin.-Hans-Dietrich-Genscher-Denkmal) (>3.3.92/ 24.3.99)

28.12. Schweiz; „Tages-Anzeiger“ „Das von der West-CDU mit Karrieren belohnte Wendemanöver der Ost-

          CDU gehört zu den widerlichsten Kapiteln der deutschen Einheit...die Lebenslügen der ostdeutschen

          Wendehälse...die Mitglieder der DDR-CDU keine Widerstandskämpfer, sondern ideologisch über-

          zeugte Vasallen der SED waren"

29.12. Bundestag verabschiedet Stasi-Unterlagen-Gesetz, Leiter der Bundesinnenmin. Dr. Rudolf Seiters

          zugeordneten Bundesbehörde „Beauftragter für die Stasi-Unterlagen“ ist der Pfarrer Joachim Gauck

          (Zitat: „Es gab Leute, denen der Friede mit der Macht wichtiger war als die Authentizität des christ-

          lichen Zeugnisses.“, Gauck erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung).

          „In den Jahren 1991/92/93 wurden überdurchschnittlich viele Mitarbeiter eingestellt, die eine systemnahe

           Stellung in der DDR hatten“ wird Michael Beleites später zur BStU-Personalpolitik zitiert. Joachim G.

          beschäftigt bald neben ca. 400 „DDR-Systemträgern und -Staatskadern“ auch mind. 56 hauptamtliche

          ex-MfS-Mitarbeiter (DDR-Berufssoldaten) und einige ex-MfS-lM (>11.10.2000)

31.12. BRD; 221 995 (Spät-) Aussiedler zumeist aus der ehem. Sowjetunion, Polen u. Rumänien treffen ein,

          die Staatsverschuldung beträgt ca. DM 1 173 864 000 000, 13 323 Bankrotte mit der „umverteilten“

          Summe von ca. DM 8 690 000 000, es gibt 1 390 000 Beamte u. Richter

1992

05.01. Waldkirch/ Baden-Würtemberg, beim Brandanschlag auf Flüchtlingsheim erleidet Abraham Avedikian

          aus Armenien Verbrennungen dritten Grades

07.01. Bezirksgericht Dresden, Prozeßbeginn gegen den der (5%) Wählfälschung angeklagten ex-SED-

          Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer. Von Otto Schily (SPD) verteidigt wird er und der ex Sekretär

          der FDJ-Stadtleitung Dresden und spätere SED-BL-Sekretär Werner Moke am 7.2. im Namen des

          Volkes zu je 1 Jahr Haft auf Bewährung und DM 36 000 Geldstrafe verurteilt (ca. 40% aller wg. DDR-

          Regierungskriminalität Verurteilten sind jene 99 - wg. deutscher demokratischer Wahlfälschung - im

          Namen des Volkes zu lediglich Bewährungs- oder/und Geldstrafen Verurteilten) (>20.3.93)

10.01. „DIE ZEIT“, Hendryk M. Broder: „Eine schöne Revolution – die Revolution in der DDR war das Opus

          Magnum der Stasi. Niemand wußte besser als die Stasi, daß die DDR nicht zu halten war und

          niemand war besser imstande, Art und Zeitpunkt des Hinscheidens zu bestimmen...Stasileuten war

          klar, daß sie irgendwas unternehmen müssen um...wenigstens ihr materielles Überleben zu sichern...

          Also mußte eine Volksbewegung geschaffen werden, welche sowohl die Politiker der DDR wie der

          BRD unter Handlungszwang setzte. Die Liquidation der DDR sollte völlig legal und ausschließlich mit

          „friedlichen Mitteln“ durchgeführt werden...Kalauer der Geschichte daß...erste freie Wahlen...veran-

          staltet wurden um...gesetzgebende Körperschaft zu kreieren, die nur eine Aufgabe hatte: sich selbst

          abzuschaffen. So etwas hat es in der Geschichte parlamentarischer Demokratien noch nicht ge-

          geben... Was bleibt? Die friedliche Revolution war eine von oben geförderte sozialpolitische Maß-

          nahme...Das ist das schöne an deutschen Revolutionen: Man weiß im voraus, wie sie ausgehen.“

12.01. „Welt am Sonntag“ berichtet unter „Dann bleiben Sie eben in der DDR“ über das Verhältnis von

          Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Vogel zu einigen DDR-Mandanten

18.01. Brandenburg, Ministerpräs. Dr. Manfred Stolpe gibt umfangreiche Stasi-Kontakte zu, bestreitet IM

          gewesen zu sein (er erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung der

          Diktatur des Proletariats)

    01. Österreich; Wien, ex-DDR-Gerichtsdirektor und Mielke-Verteidiger Jürgen Wetzenstein-Ollenschläger

          versucht DM 17 000 000 vom Konto einer Koko-Firma beiseite zu schaffen (noch am 10.1.92 - wurde

          der vom DDR-Richter zum BRD-Rechtsanwalt gewandelte Mielke-Verteidiger im Landgericht Berlin

          von einem seiner vielen Opfer > verfolgte Schülerin, der mutigen Kornelia Voigt mit den Worten „Sie

          haben mein Leben zerstört“ angegriffen, gegen W.-O. wird wg. Rechtsbeugung u. Beihilfe zur Untreue

          ermittelt), er taucht mit DM 17 000 000 unter und soll sich danach in einer bewachten Wohnanlage in

          Kuba aufhalten (im Frühjahr 1997 scheitert seine Verhaftung in Deutschland knapp) (>26.6.2001)

28.01. Bistum Dresden/Meißen, Presseinformation, kath. Bischof Joachim Reinelt hält Stasi-Aktenüber-

          prüfung aller Mitarbeiter erforderlich

31.01. Hessen, Lampertheim, eine 3köpfige Familie aus Sri Lanka verbrennt nach Brandanschlag Deutscher

07.02. „DIE ZEIT“ „Kirche im Sozialismus - der beschwerliche Weg der Protestanten der DDR“ von Alt-

          bischof Albrecht Schönherr u.a.: „Wir sind in die Irre gegangen, als wir übersahen, daß der ökono-

          mische Materialismus der marxistischen Lehre die Kirche an den Auftrag der Gemeinden für das

          Leben und Zusammenleben hätte gemahnen müssen. Wir haben es unterlassen, die Sache der

          Armen und Entrechteten...zur Sache der Christenheit zu machen...“  > verfolgte Schüler

7./8.2. Universität Köln, Symposium anläßl. Staatsrechtler Prof. Dr. Klaus Stern’s 60.Geburtstag. BverfGe-

          Präs. u. CDU-Mitgl. Prof. Dr. Roman Herzog - selbst weder NSDAP- noch SED-Opfer - stellt deutsche

          Gerechtigkeit unter Beweis als er u.a. fragt: „Kann man, ohne neue Ungerechtigkeiten größten

          Ausmaßes zu begehen, die noch vorhandenen Güter an ihre früheren Eigentümer herausgeben,

          obwohl Menschen jenseits der Oder und Neiße nichts mehr bekommen können;

          obwohl Menschen, denen man auf Grund ihrer Abstammung…einen akademischen Beruf verweigert

          hat, heute natürlich nicht mehr in entsprechende Laufbahn eingesetzt werden können;

          obwohl die Toten der russischen Konzentrationslager nicht mehr lebendig gemacht werden können;

          obwohl Familien, deren Kinder zwangsadoptiert wurden, nicht mehr hergestellt werden können;

          obwohl die Gefolterten nicht mehr wirklich für ihre Leiden entschädigt werden können?“

          > verfolgte Schüler fragen „obwohl Verantwortliche u. Profiteure dieser Greuel ungestraft - ihre Opfer

          unentschädigt - bleiben?“ (>17.6.92/ 30.7.92/ 9.11.94/ 26.1.95/ 26.9.95/ 21.1.99/ 27.1.99/ 21.12.2000)

11.02. Erfurt, kath. CDU-Mitgl. Dieter Althaus erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabten-

          förderung und wird Kultusminister in Thüringen  >verfolgte Schüler (>18.7.95/ 11.10.2000)

12.02. Spanien; Madrid, „El Sol“(Tageszeitung)-Interview mit Wilfried v. Oven, Dr. J. Goebbels pensionierter

          Pressechef aus Argentinien und Autor von „Mit Goebbels bis zum Ende“: „Nicht nur bereue ich keines-

          wegs meine Vergangenheit, sondern ich bleibe ein großer Bewunderer meines Exchefs Dr. Goebbels,

          er war ein brillianter Mann.“ (v. O. erhielt am 24.4.1951 einen „SPIEGEL“-Redaktionsausweis und ein

          Empfehlungsschreiben vom Herausgeber Augstein, damit wurde v. O. Korrespondent in Argentinien)

14.02.„Evangelischer Pressedienst“, Präses der EKD-Synode, SPD-Politiker und ex-Bundesjustizminister

          Jürgen Schmude u.a. „...viele (DDR) Täter sind über weite Strecken hin Opfer, und seien es Täter, die

          nur durch Erpressung zu Tätern wurden. Dazwischen gibt es die riesige Schar derer, die sich

          arrangiert haben mit diesem Land...Sie haben zugesehen, wie sie über die Runden kamen...das Ende

          der DDR ist dadurch markiert, daß niemand verantwortlich gewesen sein will.“

15.02. Jena, PDS-MdB Prof. Dr. jur. Gerhard Riege (seit 1946 SED, er erfüllte die politischen Kriterien

          sozialistischer Begabtenförderung) schreibt vor seinem Selbstmord u.a. „Mir fehlt die Kraft zum

          Kämpfen und zum Leben. Sie ist mir in der neuen Freiheit genommen worden…Ich habe Angst vor

          dem Haß, der mir im Bundestag entgegenschlägt…von Leuten, die vielleicht nicht einmal ahnen, wie

          unmoralisch u. erbarmungslos das System ist, dem sie sich verschrieben haben.“ (wie erbarmungslos

          sein System vis-à-vis Mauertoten, Zwangsadoptierten und verfolgten Schülern war erwähnt er nicht)

    02. Russland; russische Ärzte entdecken bei E. Honecker Lebertumor und Metastase an der Leber

15.02. Jena, Prof. Dr. jur. Gerhard Riege, MdB, seit 1946 SED-Mitglied (er erfüllte die politischen Kriterien

          sozialistischer Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats) begeht Selbstmord

19.02. Chile erklärt Bereitschaft den todkranken E. Honecker aufzunehmen, BRD protestiert

23.02. Dresden, der Vorsitzende der Sozialistischen Internationale und SPD-Ehrenvorsitzende Willy Brandt

          bittet die Deutschen „ehrlich mit der Vergangenheit umzugehen“  > auch der verfolgter Schüler?

27.02. CSFR; Prag, Präsident Václav Havel, Außenmin. Jiří Dienstbier, Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und

          Außenmin. Hans-Dietrich Genscher unterzeichnen Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland

          und der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik über gute Nachbarschaft und

          freundschaftliche Zusammenarbeit (>18.5.2002)

29.02. Bonn, Staatssekr. Dr. L. H. Pfahls verlässt Dr. G. Stoltenberg’s Bundesverteidigungsmin. (am 1.3.92

          beginnt Dr. P. für DM 680 040 Jahresgehalt eine Berater-Tätigkeit für Daimler-Benz) (>31.3.92)

03.03. Bosnien-Herzegowina erklärt Unabhängigkeit von Jugoslawien (>5.4.92)

09.03. Margot Pietzner geb. Kunz, Aufseherin im KZ-Außenlager der Arado-Flugzeugwerke Wittenberg, wird

          als Stalinismus-Opfer anerkannt und erhält DM 64 300 Haftentschädigung für ihre Haftzeit 1946-56

          auf grund eines SMT-Urteils wg. Häftlingsmißhandlung („taz“ und „Berliner Zeitung“ berichten später,

          daß ihr Fall Bundesjustizmin. Dr. Kinkel vorgetragen wurde und ihr von Anwalt G. Kienitz mitgeteilt

          wurde „Wir hatten uns auf Anregung des Bundesministers der Justiz, Dr. Kinkel, bereit erklärt, unent-

          geltlich Ihre Rehabilitation zu betreiben und Entschädigungsansprüche geltend zu machen und durch-

          zusetzen.“ (Fr. P.-K. wird später zur Rückzahlung aufgefordert, die unterschiedliche Entschädigung für

          KZ- und SBZ- bzw. DDR-Haft bleibt)

12.03. Bundestag, Einsetzung der Enquete-Kommission zur „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der

          SED-Diktatur in Deutschland“  >verfolgte Schüler (>31.5.1994/ 22.6.1995)

14.03. „Frankfurter Allg. Zeitung“ Bärbel Bohley u.a. „Wäre die Kirche in Lateinamerika die glaubwürdige

          Kirche, wenn sich Leonardo Boff ständig mit dem Geheimdienst getroffen hätte?...Unglaubwürdige

          sollten mindestens eine Runde aussetzen. Ist das zuviel verlangt...?“ (weder nationalsozialistische

          noch sozialistische deutsche Eliten hatten/haben derartige ethische Skrupel)

15.03. Mecklenburg-Vorp., Saal, der Rumäne Dragomir Christinel wird von Deutschen zu Tode geprügelt

18.03. Russland; Parlament, russische Ärzte berichten, daß E. Honecker todkrank ist

19.03. Flensburg, der Sinti Ingo Finnern wird in den Flensburger Hafen gestoßen und ertrinkt,

          Schwerin, Dr. Berndt Seite (CDU) wird Ministerpräs. Mecklenburg-Vorpommerns (er erfüllte die poli-

          tischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats) (>03.11.98)

31.03. Bonn, CDU-Bundesverteidigungsmin. Dr. Stoltenberg und Staatssekretär Ottfried Henning treten wg.

          (zuvor vom Bundestag abgelehnter) Lieferung von 19 Leopard-Panzern an die Türkei zurück (bereits

          1991 wurden aus den riesigen NVA-Beständen u.a. Panzer an Israel verkauft)

05.04. Bosnien-Herzegowina; Sarajevo, Belagerungsbeginn durch serb. Truppen, ca. 60 000 Verwundete/

          Tote, viele Kinder, bis Belagerungsende 02.1996 - länger als dt. Belagerung Leningrads, die serb.

          Generale Stanislav Galic und Dragomir Milosovic werden später in Den Haag ungleich härter bestraft

          als die dt. Generalfeldmarschälle Wilhelm v. Leeb und Georg v. Küchler zuvor in Nürnberg)

08.04. Bundestag, Rechtsausschuß diskutiert Zentralisierung der Strafverfolgung von DDR-Unrecht nach

          Vorbild(?):Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung von NS-Verbrechen (>1.10.94)

15.04. Berlin, BStU-Verwaltung, ex-DDR-Dissident Jürgen Fuchs ist „VEB Horch & Gauck“-Beschäftigter bei

          Dr. Hansjörg Geiger wie Dr. Jochen Hecht, Dr. Klaus-Dietmar Henke, Dr. Hubertus Knabe, Dr. Rolle,

          Dr. Siegfried Suckut, Dr. Clemens Vollnhals (F. quittiert 1998 u.a. wg. Weiterbeschäftigung hauptamtl.

          MfS-Mitarbeiter u. veröffentlicht das leider nur ca. 12 000x verkaufte „Magdalena“) (>18.5.95/ 15.1.97)

22.04. Bundestag verabschiedet Gesetz über Entschädigungen für Opfer des Nationalsozialismus im Bei-

          trittsgebiet (BT-Drucksache 12/1609 /DDR-Ehrenpensionen werden DM 1 400 Entschädigungsrenten)

24.04. Berlin, der vietnamesische ex-DDR-Vertragsarbeiter Nguyen Van Tu wird von Deutschen erstochen,

          Berlin; Gründung d. Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft GmbH (BVVG) unter Treuhand-

          und Bankenbeteiligung zur Privatisierung von 1 500 000 ha volkseigener, teilweise zwischen 1945-49

          enteigneter Acker-und Forstflächen (ab 1.1.1996 reines Bundesunternehmen unter der Fachaufsicht

          des Bundesfinanzmin.), seit 1993 zum Erwerb solcher Flächen u. Gebäude u.a. auch durch ordnungs-

          gemäße „Auktionen“, enteignete Betroffene bezeichnen dies später als „Hehlerei“ (>21.12.2000)

26.04. Hessischer Rundfunk: „Was bedeutete Kirche im Sozialismus?“ Redevortrag des Dipl.-Theologen

          Joachim Garstecki u.a.: „...Jeder neue als „IM“ entlarvte kirchliche Mitarbeiter wird zum lebenden

          Beweis dafür, daß diese ,Kirche im Sozialismus’ ein Trojanisches Pferd der Stasi war...“

30.04. Berlin, Amtsgericht Tiergarten, der kath. DDR-Rechtsanwalt u. ex-SED-Mitgl. Dr. Wolfgang Vogel wird

          gegen DM 100 000 Kaution freigelassen (Dr. V. erhielt von der Bundesregierung eine jährl. Pauschale,

          zuletzt ca. DM 380 000, darüber hinaus rechnete er im Jahr ca. DM 1 500 000 Gebühren bei der

          Rechtsschutzstelle der Bundesregierung ab), die kath. Kirche leistet die Kaution, Berlins Erzbischof

          Georg Kardinal Sterzinsky begründet die Zahlung mit: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“

          (von Antikommunismus-Dekreten bis zur Kautionszahlung)  > verfolgte Schüler (>9.1.1996)

18.05. Stuttgart, Landgericht verurteilt den Przemysl-Ghetto Kommandanten Josef Schwammberger wg.

          Beihilfe zum vielfachen Mord im Namen des Volkes zu lebenslanger Haft (1948 floh S. mit Hilfe des

          kath. Bischofs Dr. Alois Hudal nach Argentinien, wurde 1987 dort verhaftet und 1990 ausgeliefert)

21.05. Hannover, Landesjustizministerkonferenz entscheidet gegen Zentralstelle für Strafverfolgung von

          DDR-Unrecht, stattdessen soll Staatsanwaltschaft beim Landgericht Berlin personelle Unterstützung

          nach Länderquoten erhalten, die angestrebte Zahl von 60 abgeordneten Staatsanwälten und Richtern

          wird zu keiner Zeit erreicht  > verfolgte Schüler

26.05. Landtag Sachsen beschliesst neue Verfassung u.a. „Art. 116 Wer im Gebiet des heutigen Freistaates

          Sachsen oder als Bewohner dieses Gebietes durch nationalsozialistische o. kommunistische Gewalt-

          herrschaft wg. seiner politischen, religiösen o. weltanschaulichen Überzeugung o. wg. seiner Rasse,

          Abstammung o. Nationalität oder wg. seiner sozialen Stellung oder wg. seiner Behinderung oder wg.

          seiner gleichgeschlechtlichen Orientierung oder in anderer Weise willkürlich geschädigt wurde, hat

          nach Maßgabe des Gesetzes Anspruch auf Wiedergutmachung.“  > verfolgte Schüler (>1.1.2001)

    05. ca. 62 000 Jugendweihe-Teilnehmer zumeist aus neuen Bundesländern erhalten z.T. das von Liz u.

          Reinhard Mohns Bertelsmann-Konzern gesponsorte Buch ,Was ist der Mensch, was soll der Mensch?’

          mit einem Vorwort von Hamburgs ex-SPD-Bundesratspräs. Dr. jur. Henning Voscherau (Bücher seit

          1955 sind „Weltall-Erde-Mensch“ „Unsere Welt von Morgen“ „Weltall-Erde-Mensch“ „Der Sozialismus -

          Deine Welt“ „Vom Sinn unseres Lebens“ „Was ist der Mensch, was soll der Mensch?“ „Deutschland,

          so schön ist unser Land“ „Europa - ein Kontinent und seine Staaten“ „Die Welt, in der wir leben“)

28.05. Berlin, Gründung des „MfS-Insiderkomitee“ durch Stasi-Mitarbeiter (>19.5.93)

03.06. Berlin, Staatsanwaltschaft legt 800seitige Anklageschrift gegen E. Honecker vor, Bundesjustizminister

          Dr. Kinkel (FDP) fordert von Russland Vollzug des Haftbefehls

17.06. Bundestag, CDU-Bundeskanzler Dr. Kohl behauptet, daß bei Abschluß des Vertrags über Währungs-,

          Wirtschafts- u. Sozialunion „alle Fachleute davon aus(gingen), daß das Vermögen d. DDR ausreichen

          würde, den Staatshaushalt der DDR zu sanieren, die wirtschaftlichen Umstrukturierungen zu finanzie-

          ren sowie…zu einem späteren Zeitpunkt sogar noch einen Anteil am volkseigenen Vermögen zu ge-

          währen…“,

          Bundestag, Drucksache BR 431/92, die parlament. Repräsentanten des dt. Volkes bezeugen mittels

          ökonomischer Ehrenerklärung den Opfern der DDR-Diktatur tiefen „Respekt und Dank“, daß letztere

          „…ihrer Freiheit beraubt…inhaftiert…gefoltert, gequält und getötet…in ihrem beruflichen Fortkommen

          behindert, schikaniert und diskriminiert…verschleppt…vertrieben…an Eigentum und Vermögen ge-

          schädigt…dazu beigetragen haben…Deutschland in Freiheit…zu einen.“  > verfolgte Schüler

06.07. Bonn; CSU-Bundesfinanzmin. Dr. Theo Waigel an Treuhand-Präs. Birgit Breuel u.a.: „Angesichts der

          nach wie vor herrschenden besonderen Verhältnisse in den neuen Bundesländern halte ich die

          Verlängerung der Haftungsfreistellung für leichte Fahrlässigkeit bis 31.12.1993 für vertretbar.“ (wird

          1993 von Dr. Waigel nochmals bis 31.12.1994 verlängert) (>30.9.93)

08.07. Ostfildern/Stuttgart, Deutsche erschlagen den Kosovaren Sadri Berisha mit einem Baseballschläger

14.07. Bundestag verabschiedet Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Art. 87 d) und Vermögensrechts-

          änderungsgesetz – damit werden ca. 70 000 Bodenreform-Grundstücke ehemaliger SBZ/DDR-„Neu-

          bauern“ entschädigungslos enteignet und gehen in Landesbesitz (das Bundesverfassungsgericht

          weist am 17.6.1996, am 4.10.1995 u. am 6.10.2000 die Verfassungsbeschwerden von Enteigneten ab

          und bestätigt die Verfassungskonformität dieses Gesetzes (am 22.1.2004 urteilt in Straßburg der

          Europäische Gerichtshof für Menschenrechte über fünf klagende Enteignete und sieht im Vermögens-

          rechtsänderungsgesetz eine Verletzung der Menschenrechte) (>18.4.96/ 17.6.96/ 1.10.97/ 1.3.98/

          10.1.99/ 21.12.2000/ 18.9.01/ 25.1.02/ 25.3.02)

15.07. Bundesregierung unter Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl mit Bundesverkehrsmin. Dr. Günther Krause

          trifft Konzeptentscheidung für Lehrter Bahnhof (Berliner Hbf) der Deutschen Reichsbahn (>9.9.1998)

24.07. Bundestag erlässt Gesetz zur Prüfung von Rechtsanwaltszulassungen, Notarbestellungen und

          Berufungen ehrenamtlicher Richter

27.07. Chile insistiert daß E. Honecker nicht überstellt, sondern ausgeliefert wird. Dadurch hätte Honecker

          gemäß „Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte von 1966“ Recht auf Anhörung

          gegen Ausweisung zu argumentieren, erhalten

29.07. Russland; Moskau, BRD u. Russland erzwingen E. Honeckers Überstellung von Chile, nach Berlin

          geflogen wird er in Moabit inhaftiert wo er schon 1936 achtzehn Monate Untersuchungshaft verbrachte

30.07. Russland; Moskau, ex-SED-Volksbildungsmin. Margot Honecker fliegt mit chilen. Botschafter Holger

          nach Chile (ein Haftbefehl wg. Menschenrechte verletzender Behandlung von Kindern/Jugendlichen in

          Jugendwerkhöfen, bei Zwangsadoptionen, beim Schulzwang mit Bildungsdiskriminierung unter der

          verfolgte Schüler lebenslang leiden liegt aus dem Rechtsstaat BRD natürlich weder für sie, noch ihre

          Vorgänger und die beteiligten sozialistischen Nomenklaturkader vor (sie wird über € 1 500 BRD-Rente

          erhalten, deutsche Gerechtigkeit - Die Täter verwöhnt, die Opfer verhöhnt“) (>13.1.93/ 11.11.2001)

03.08. Presseerklärung der ev. Kirchenprovinz Sachsen zum Fall von Konsistorialpräsident und „Bruder“

          Dr. Detlef Hammer u.a.: „Er hat über viele Personen und Dienstbereiche im Evangelischen Konsis-

          torium und der Kirchenleitung berichtet und selbst auch strategische Vorschläge zur Durchdringung 

          des Konsistoriums/ der Kirchenleitung durch das MfS gemacht. Er ist für den Einsatz ausgezeichnet

          worden und hat auch finanzielle Zuwendungen erhalten.“,

          Thüringen, Stotternheim, Deutsche prügeln den Polen Ireneus Szyderski zu Tode

04.08. Gefängnis Moabit, Chefarzt Dr. Rex entdeckt bei Computertomographie Honeckers Lebertumor

16.08. „Die Kirche“ - Zeitung der ev. Kirche Berlin-Brandenburg, der „rote Kasner“ (ev. Pfarrer Horst Kasner

          und Vater der stellv. CDU-Parteivors. und Bundesmin. Dr. Angela Merkel) schreibt in einem Beitrag

          u.a. „Von der Diktatur der Staatspartei befreit, haben wir auf einen demokratischen Aufbruch gehofft…

          Der Parteienstaat der Bundesrepublik, in dem sich die beiden Volksparteien inhaltlich kaum noch

          unterscheiden, hebt sich eigentlich nur durch das Mehrparteiensystem von der Parteidiktatur der DDR

          ab. In der bequemen Proporzdemokratie wird der Klüngel zum System. Man schantzt sich wechsel-

          seitig Vorteile zu.“

22./25.8. Rostock-Lichtenhagen, 3tägiges schweres rassistisches Pogrom mit Brandanschlägen auf vietnam.

          Gastarbeiter-Wohnheim und die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber ZAst wird von der Polizei

          beendet (Zitat CDU-Landesinnenmin. Lothar Kupfer: „Keinem ist ein Schaden zugefügt worden.“; am

          4.12.77 unterzeichneten die DDR und die durch Krieg mit den USA verarmte Sozialistische Republik

          Vietnam einen von „allen sozialistischen Werktätigen“ begrüßten 25 Jahre-Vertrag über „Völkerfreund-

          schaft und Zusammenarbeit“) (am 10.11.38 brannte Rostock’s Synagoge in der Augustenstraße)

26.08. „Dresdner Morgenpost“ zitiert Rostocker Verkäuferin Helga S. „Die kamen in Horden ins Geschäft,

          klauten, plünderten und urinierten in die Regale.“

    09. Nordrhein-Westfalen; CDU-Generalsekr. Herbert Reul meint, daß alle, welche die Vergiftung des

          öffentlichen Klimas durch Sinti und Roma nicht wahrhaben wollen, offenbar auf einem anderen Stern

          leben. – weitere politische Kommentare zum Thema: NRW; SPD-Sozialminister Hermann Heinemann

          meinte, der Aufruhr gegen Asylbewerber sei eindeutig durch Fehlverhalten bestimmter Einwan-

          derungsgruppen aus Jugoslawien verursacht worden...es handelt sich dabei um Roma und Sinti.

          Mecklenburg-Vorpommern; CDU-Ministerpräs. Berndt Seite meinte, wenn sie Sinti und Roma nach

          Bonn schicken würden, in ein bestimmtes Viertel, dann wäre das Problem in ein paar Tagen gelöst.

06.09. Eisenhüttenstadt und Guben; schwere rassistische Krawalle bei Asylbewerberheim

09.09. Quedlinburg, tagelange schwere rassistische Krawalle gegen Asylbewerberheim

26.09. Sachsenhausen, „Jüdische Baracke“ im ehemaligen KZ wird durch Brandanschlag zerstört

01.10. Bonn; ex-DieGrünen-MdB Gert Bastian (Akademiker-Sohn, Hitler-Jugend, er erfüllte die politischen

          Kriterien nationalsozialistischer Begabtenförderung, 1941 kriegsfreiwillig. Offiziersanwärter, Leut-

          nant, 1945 Berufsausbildung, 1954-63 CSU, 1956 Bundeswehr-Oberstleutnant, 1959-60 Bundeswehr-

          Führungsakademie, 1969 Referent BfV, Oberst i.G., 1976 Generalmajor, 1979 militärpolitisch. Kritiker,

          Vorwort Heinz Artzt Buch „Mörder in Uniform“, 1980 Frühpensionierung 57jährig, „Krefelder Appell“-Ini-

          tiator, 1981 mit Wolf Graf Baudissin, MfS-IM ,Super’ Dr. Gerhard Kade, Günter Vollmer, Nino Pasti/ I,

          Michael Neale Harbottle/ GB, John Marshall Lee/ USA, Michiel von Meijenfeldt/ NL, Leonard Johnson/

          Kanada, Georgios Koumanakos/ GR, Francisco da Costa Gomes/ Portugal und Antoine Sanguinetti/ F

          Mitglied vom MfS mit DM 100 000/Jahr geförderter Körperschaft ,Generale für Frieden und Abrüstung’/

          „Generals for Peace and Disarmament“, 1983-87 DieGrünen-MdB bzw. fraktionsloser MdB) erschießt

          seine Freundin, Bachelor u. Master Degree for Political Science und DieGrünen-Politikerin Petra Kelly

          geb. Lehmann, begeht danach Selbstmord u. hinterlässt seine Frau und Kinder (im parteipolitischen u.

          medialen gemeinsamen Gedenken für Opfer und Täter manifestiert sich dann deutsche Gerechtigkeit)

03.10. Peenemünde, die unter CSU-Staatssekr. Dr. Erich Riedl’s Schirmherrschaft geplante Gedenkfeier

          zum 50.Jahrestag des ersten V-2 Testflugs ist nach internationalen Protesten abgesagt

12.10. „ARD-Kontraste“-Sendung „Nun sind sie wieder da - Vom Stasi-Offizier zum Rechtsanwalt“  deckt auf,

          daß ehemalige Stasi-Offiziere heute ungehindert als Rechtsanwälte arbeiten. Art. 37 Einheitsvertrag,

          der die juristischen Abschlüsse aus DDR-Zeiten ohne Prüfung anerkennt, macht dies möglich…Jetzt

          konnten sich ihre Peiniger, die vor 1990 in der DDR Recht und Moral mit Füßen getreten hatten, als

          Sachverwalter des bürgerlichen Rechtsstaates hervortun“ (und ist deutsche Gerechtigkeit)

15.10. Bundestag, SPD-Fraktion strebt Änderung des Rentenüberleitungsgesetzes an um Renten-

          kürzungen wegen DDR-„Staatsnähe“ für bestimmte Berufe zurückzunehmen (>27.3.93),

          Landgericht Berlin weist im Namen des Volkes die Klage von Fluchthelfer Xing-Hu Kuo gegen die

          SED/PDS für Ersatz von Verdienstausfall und Schmerzensgeld ab, Kuo muß obendrein DM 10 782

          Prozesskosten an die SED/PDS zahlen

29.10. Gesetz über Rehabilitierung und Entschädigung von Opfern rechtsstaatswidriger Strafverfolgungs-

          maßnahmen im Beitrittsgebiet (1.SED-Unrechtsbereinigungsgesetz/ 1.UnrBerG), Bundesjustizmin.

          Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP): „Beitrag zur moralischen Wiedergutmachung zugunsten

          der Opfer kommunistischer Gewalt im Beitrittsgebiet“ (einschl. aller 1950 in Waldheim Verurteilten)

          > verfolgte Schüler (>23.6.94)

31.10. Vatikan; Papst Johannes Paul II bedauert das am 22.6.1633 von der kath. Kirche am italienischen

          Wissenschaftler Galileo Galilei begangene Unrecht und rehabilitiert ihn nach 359 Jahren

10.11. Landgericht Leipzig, Prozeßbeginn gegen Richter der Waldheim-Prozesse (>01.09.93/ 28.11.97)

12.11. Landgericht Berlin; Prozeßbeginn gegen die des Totschlags u. versuchten Totschlags an der Grenze

          angeklagten ex-Staatsratsvors. Erich Honecker, ex-Minister und General Erich Mielke, ex-Minister und

          General Willi Stoph, ex-Minister und General Heinz Keßler, ex-Generaloberst Fritz Streletz und SED-

          Funktionär Hans Albrecht (der ex-FDJ- u. DDR-Staatsratsvors. Honecker wird von Dr. Friedrich Wolff -

          bis zum Abitur 1941 erfüllte der Arztsohn die politischen Kriterien nationalsozialistischer

          Begabtenförderung, 1946-49 erfüllte der Jurastudent als KPD-/SED-Mitgl. die politischen Kriterien

          sozialistischer Begabtenförderung - sowie Nicolas Becker - bereits Vater Hellmut Becker verteidigte

          1947/49 beim Nürnberger Ministerien-Prozess den ex-NSDAP-Staatssekr. Ernst v. Weizsäcker - und

          Wolfgang Ziegler aus Westberlin verteidigt u. vom Gericht „auf Grund eigener Sachkunde“ u. eines am

          „grünen Tisch“ erstellten Gutachtens für verhandlungsfähig erklärt) (>3.12.92/ 5.1.93/ 13.1.93/ 16.9.93/

          29.5.94)

13.11. Landgericht Berlin; Verfahren gegen Willi Stoph wird wegen Verhandlungsunfähigkeit eingestellt

17.11. Landgericht Berlin; Verfahren gegen Erich Mielke wird aus gesundheitlichen Gründen eingestellt

20.11. „Die Zeit“-Herausgeberin Dr. Marion Gräfin Dönhoff fordert Umbenennung Kaliningrads in Königsberg

23.11. Mölln, bei zwei deutschen Brandanschlägen verbrennen die türkischen Mädchen Yeliz Arslan (10 J.),

          Ayse Yilmaz (14 J.) und die Türkin Barhide Arslan (51 J.), neun weitere Menschen werden verletzt

03.12. Landgericht Berlin; Verfahren gegen Ex-Staatsratsvors. E. Honecker & Co., Persönliche Erklärung

          von Honecker u.a.: „Niemand in den alten Bundesländern, einschl. der Frontstadt West-Berlin, hat das

          Recht, meine Genossen Mitangeklagten, mich oder irgend einen anderen Bürger der DDR wg.

          Handlungen anzuklagen oder zu verurteilen, die in Erfüllung staatlicher Aufgaben der DDR begangen

          worden sind…Dennoch habe ich am Ende meines Lebens die Gewissheit, die DDR wurde nicht um-

          sonst gegründet…Nun bleibt zu prüfen, warum das Experiment scheiterte. Sicher scheiterte es…u.a.

          auch deswegen, weil die Bürger der DDR, wie andere Deutsche vor ihnen, eine falsche Wahl trafen…

          dass die Kinder in der DDR in Krippen, in Kindergärten und Schulen sorgloser, glücklicher, gebildeter

          und freier aufwuchsen…Gorbatschow und ich gehörten beide der kommunistischen Weltbewegung

          an…Mich hat der Bundeskanzler nicht mit Goebbels verglichen, und ich hätte ihm das auch nicht

          verziehen. Weder für den Bundeskanzler noch für Gorbatschow ist dieses Strafverfahren ein Hindernis

          für ihre Duzfreundschaft. Auch das ist kennzeichnend…“  (und an der Grenze Ermordete, politische

          Häftlinge und verfolgte Schüler nur eine falsche Wahl trafen?),

          Bundesgerichtshof lehnt Antrag der Tochter Carl v. Ossietzky’s auf Wiederaufnahmeverfahren ab,

          v. Ossietzky war am 23.11.1931 vom Reichsgericht wg. Landesverrat wegen Veröffentlichung von,

          durch Versailler Vertrag verbotener, lufttechnischer Wiederaufrüstung verurteilt worden; ca. 40 000

          Menschen unterzeichneten damals ein Gnadengesuch das Reichskanzler v. Hindenburg ablehnte

06.12. Bundestag, CDU/CSU, SPD, FDP vereinbaren Einschränkungen im Asylrecht (Schriftsteller

          Günter Grass gibt danach seinen Austritt aus der SPD bekannt) (>28.6.1993)

10.12. Internationaler Tag der Menschenrechte  > verfolgte Schüler

16.12. Russland; Moskau, Gemeinsame Erklärung von Bundeskanzler Dr. H. Kohl u. Präs. B. Jelzin über die

          Rehabilitierung unschuldig Verfolgter: „...Deutschland und Russland – eingedenk der unheilvollen

          Abschnitte ihrer gemeinsamen Geschichte, - als Ausdruck ihres Bekenntnisses zu Menschenrechten,

          Demokratie u. Rechtsstaatlichkeit, - in dem Wunsche, mit dieser Erklärung zur Aussöhnung zwischen

          dem deutschen und dem russischen Volk beizutragen, stimmen überein: Den unschuldigen Opfern

          von Willkür und Unterdrückung muss Gerechtigkeit widerfahren. Sie anerkennen die Bemühungen,

          dem einzelnen Betroffenen Rehabilitierung zu verschaffen und sprechen sich für eine beschleunigte

          Fortführung dieser Bemühungen im Einzelfall aus. Sie stellen fest, daß die zu Unrecht Verurteilten und

          unschuldig Verfolgten moralisch rehabilitiert sind. Wer über diese Erklärung hinausgehend individuelle

          Rehabilitierung begehrt, kann diese in individuellem Verfahren verfolgen. Sie sind sich darüber einig,

          daß Rehabilitierungsentscheidungen nicht als Grundlage für Forderungen dienen können, die zum

          geltenden Recht und zu den internationalen Verpflichtungen beider Seiten in Widerspruch stehen...Die

          deutsche Seite bestätigt ihre Zusage, daß sie zu einer humanitären Regelung für nationalsozialistisch.

          Unrecht in besonderen Härtefällen bereit ist. Sie stellt hierfür auf der Grundlage der bereits verhandel-

          ten Vertragselemente einen Betrag in Höhe von insges. DM 1 000 000 000 der Russischen

          Föderation, Weißrussland und der Ukraine zur Verfügung...“  > verfolgte Schüler (>11.12.94)

21.12. Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Art. 50, 115 e, 23, 24, 28 - kommunales Wahlrecht für

          EU-Bürger gemäß Vertrag von Maastricht, 45, 52, 88) (>12.10.93)

27.12. Nordrhein-Westf., ein Deutscher verfolgt auf der Autobahn bei Meerbusch das Auto des Türken Sahin

          Calisir und rammt es, Sahin flieht aus dem Auto, wird von einem anderen Auto überfahren und stirbt

31.12. BRD; 230 565 (Spät-) Aussiedler zumeist aus der ehem. Sowjetunion, Polen u. Rumänien treffen ein,

          die Staatsverschuldung beträgt ca. DM 1 345 224 000 000, 15 302 Bankrotte mit der „umverteilten“

          Summe von ca. DM 11 651 000 000, es gibt 1 458 000 Beamte u. Richter

1993 

01.01. Erhöhung der Mehrwertsteuer von 14% auf 15% durch CSU-Bundesfinanz. Theodor Waigel,

          Wolfsburg, Dr. h.c. Dipl.-Ing. Ferdinand Piech (Sohn v. Prof. Dr. Anton Piech, Enkel v. Prof. Ferdinand

          Porsche) wird Volkswagen AG-Vorstandsvors. (Festakt in der Kaiserpfalz zu Goslar) (>15.2.1996)

05.01. Landgericht Berlin genehmigt im Politbüro-Prozeß Befangenheitsantrag gegen Richter Hansgeorg

          Bräutigam der unter Pseudonym Georg Riedel Presseartikel schrieb (neuer Vors. Richter Hans Boß

          beschließt am 7.1. Abtrennung des Honecker-Verfahrens. Honecker-Anwalt Dr. Wolff legt erfolgreich

          Verfassungsbeschwerde ein weil das Verfahren Honeckers „Menschenwürde“ verletze, ein

          lebenslanges Fremdwort für unter FDJ- und SED-Nomenklaturkadern verfolgte Schüler) (>13.1.93)

06.01. Berlin, SDP-Gründungsmitgl. und Sachverständiger in der Enquête-Kommission des Bundestages zur

          Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland Martin Gutzeit wird Landes-

          beauftragte zur Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen (>28.4.99)

09.01. „Frankfurter Rundschau“ veröffentlicht Publizist Ralph Giordano Rezension von P. Finkelgruens Buch

          „Haus Deutschland“, er schreibt zu den 25 Jahre dauernden erfolglosen Ermittlungen gegen den KZ-

          Aufseher Anton Malloth u.a. von einer „schändlichen Geschichte einer schändlichen Justiz“ und sagt

          wenig Schmeichelhaftes über Oberstaatsanwalt Klaus Schacht von der Nordrhein-Westfälischen

          „Zentralstelle für die Bearbeitung nationalsozialistischer Massenverbrechen“ (>15.4.1994/ 6.5.1994)

13.01. Landgericht Berlin; auf Anweisung vom Verfassungsgericht Berlin - „ein überwiegend mit Rechtsan-

          wälten besetzter Spruchkörper“ - vom 12.1.wird das Verfahren gegen Erich Honecker durch Beschluß

          eingestellt (Jurist Rudolf Wassermann definiert diese deutsche Gerechtigkeit: „Man muß es…als einen

          Skandal ohnegleichen bezeichnen, daß die Berliner Justiz nicht willens und imstande war, gegen

          Honecker Gerechtigkeit zu üben, ja in diesem Prozeß in erschütternder Weise vom Recht abgewichen

          ist. Das Berliner Verfassungsgericht wußte, was es wollte, nämlich die Freiheit für Honecker, und er-

          reichte dies durch erschreckende Manipulationen, von der Bejahung seiner Zuständigkeit trotz ent-

          gegenstehenden Bundesrechts bis zur Erfindung eines neuen Verfahrenseinstellungsgrundes…Um

          die Blamage voll zu machen, ließ das Landgericht den ex-Diktator in hektischer Eile frei, und der

          Senat von Berlin sorgte seinerseits dafür, daß Honecker, betreut wie ein Staatsgast, binnen weniger

          Stunden Chile erreichen konnte, dessen Gastfreundschaft gegenüber Honecker Bundespräs. Richard

          v. Weizsäcker bei einem Staatsbesuch in Chile Respekt zu zollen wußte“), Erich H. folgt der ebenfalls

          nie verurteilten Margot Honecker nach Chile (Ceausescu, Fujimori, Milosovic, Papon, Saddam und

          Taylor wünschten deutsches Recht) (>18.2./3.3.93/ 16.9.93/ 18.8.95/ 25.8.97/ 2.4.98/ 17.7.98)

17.01. Beitritt/Zusammenschluß von DDR-„Bürgerrechtler“-Bündnis90 zur/mit BRD-„Öko“-Partei Die Grünen

29./31.1. Berlin, 3.PDS-Parteitag (1.Tagung) wählt Dr. phil. Lothar Bisky zum Parteivorsitz. und beschliesst

          konsequente, offene und öffentliche Auseinandersetzung der Partei des demokratischen Sozialismus

          mit der Stasi-Problematik, gleichzeitig bekräftigt der Parteivorstand die Auffassung, daß niemand wg.

          seiner politischen Biografie diskriminiert werden darf (Ausnahme sind verfolgte Schüler, die wg. ihrer

          politischen Biografie unter der Menschenrechte verletzenden Bildungsdiskriminierung der PDS-

          Vorgängerpartei SED lebenslang leiden)

10.02. Bundestag, Parlamentarischer Staatssekretär Rainer Funke (FDP) „…ein weiteres SED-Unrechtsbe-

          reinigungsgesetz zur Schließung verbleibender Lücken wird es nicht geben.“  > verfolgte Schüler

18.2./3.3. CDU-Bundeskanzler Dr. Kohl beginnt Indien-, Singapur-, Indonesien-, Japan- u. Südkorea-Besuch

          (im November folgt ein China-Besuch - zentraler Bereich dt. Asiendialogs seien Menschenrechte, trotz

          historischen Wissens über rückwirkende, verfassungswidrige Gesetze, Massenmorde, Vertreibungen,

          Geißelerschiessungen, Kindersoldaten, Enteignungen, Sippenhaftung, Wahlmanipulation, Religions-

          und Bildungsdiskriminierung und Menschenhandel um einige in einem Menschenleben im deutschen

          Namen erfolgte Menschenrechtsverletzungen ohne adequate Täterbestrafung und erbärmlicher oder

          fehlender Opferentschädigung zu nennen, schreibt Dr. H. Kohl später „wenn es um Menschenrechte

          ging benötige er keinerlei Belehrungen“)  > verfolgte Schüler

19.02. Hoyerswerda, Sachsen, Deutsche verprügeln Mike Zerna, ein Auto wird auf ihn gekippt, er stirbt

4./5.3. Wiesbaden, CDU-Kongreß zu Bildungspolitik mit Motto „Bildung - Schlüssel zur Zukunft“ (verfolgte

          Schüler haben wg. der DDR-Menschenrechtsverletzungen keinen „Zukunftsschlüssel“) (>4.12.2001)

09.03. Mühlheim/Ruhr, Deutsche pöbeln den kranken Türken Mustafa Demirel an, er stirbt an Herzversagen

13.03. Bonn, CDU/CSU/FDP-Bundesregierung u. SPD vereinbaren „Solidarpakt“ zur Finanzierung dt. Einheit

          durch Ausgabenkürzungen, Bundesbahn- und Bundespost-Privatisierung u. „Solidaritätszuschlag“ (die

          Kosten für von Legislative u. Judikative genehmigter Sonderrenten für ex-DDR-Nomenklaturkader und

          Claqueure betragen bald ca. 50% des jährl. DM 20 000 000 000 Solidaritätszuschlag-Aufkommens –

          die Täter erhalten wie nach 1945 ein vielfaches von dem was ihre Opfer erhalten) (>1.1.95/ 23.6.2001)

20.03. Landgericht Dresden, Prozeßbeginn gegen Dr. Hans Modrow (PDS) wegen Wahlfälschung (>27.5.93)

26.03. Bundestag, 1.Verjährungsgesetz für DDR-Unrecht (>27.9.1993)

27.03. Bundessozialgericht urteilt die Rentenbegrenzung für staatsnahe Tätigkeiten ausübende Mitglieder

          der DDR-Sonder- und Zusatzversorgungssysteme ist verfassungskonform (die Rentenüberleitungs-

          gesetz-Vorschrift sei einschränkend zu verstehen: ein Rentenanspruch dürfe nur begrenzt werden,

          wenn er auf politischer Begünstigung durch das Regime beruhe. Hiervon sei grundsätzlich bei

          besonders regimenahen Beschäftigungen auszugehen, also bei Tätigkeiten wie sie das DDR-Renten-

          angleichungsgesetz geregelt hatte. Aber auch Angehörige anderer Versorgungssysteme, z.B. der

          Altersversorgung der Intelligenz (sie erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabten-

          förderung der Diktatur des Proletariats) könnten Kürzungen unterworfen sein, wenn sie ihren

          Anspruch entgegen den allgemeinen Voraussetzungen des Versorgungssystems erworben hätten,

          dem Rentenüberleitungsgesetz könne nicht entnommen werden, daß es auch durch Arbeit und

          Leistung „rechtmäßig erworbene Ansprüche“ teilweise habe abschaffen wollen) (>24.6.93)

15.04. Rücktritt d. Treuhand-Verwaltungsratvorsitzenden Jens Odewald, Nachfolger wird Manfred Lennings

21.04. Bundesregierung entsendet ohne Bundestagsmandat ca. 1 700 Soldaten nach Somalia (>23.6.1993)

06.05. Bundesverkehrsminister Dr. Günther Krause (CDU) tritt wg. Putzfrauen-Affaire zurück (er erfüllte die

          politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats)

08.05. „Süddeutsche Zeitung“ zum Rücktritt von Dr. Günther Krause „Krause fällt finanziell nicht ins Boden-

          lose. Dem zurückgetretenen Bundesminister steht…ein Netto-Übergangsgeld von mehr als 200 000

          Mark zu. Außerdem hat er sich in seiner 30monatigen Amtszeit…einen Pensionsanspruch erworben“,

          Brandenburg, Belzig, Deutsche verprügeln den Marokkaner Belaid Baylal, er stirbt 2000 an Spätfolgen

14.05. Vereinigungsparteitag Bündnis 90 und Die Grünen,

          Somalia; Landung erster deutscher Truppen

19.05. Berlin, Gründung der GRH e.V (Gesellschaft zu rechtlichen und humanitären Unterstützung e.V.)

          Ziel: ,gegen politische Strafverfolgung und Kriminalisierung von DDR-Bürgern, für Rehabilitierung und

          Gerechtigkeit’ (>31.5.91/ 6.6.91)

25.05. Rücktritt des IG Metall Vorsitz. Franz Steinkühler wg. umstrittener Insider-Aktiengeschäfte (>4.2.2000)

26.05. Bundestag, Gesetz zur Änderung d. Grundgesetzes (Art. 18, 16, 16a; Asyl-Grundrecht eingeschränkt)

27.05. Dresden, Landgericht verurteilt ex-Ministerpräsident und PDS-MdB Dr. Hans Modrow wg. Anstiftung

          zur DDR-Kommunalwahlfälschung im Namen des Volkes zu DM 20 000 Geldstrafe auf Bewährung (im

          Urteil heißt es u.a. daß mit Sicherheit von Manipulation sämtlicher seit 1950 in der DDR veröffentlich-

          ter Wahlergebnisse ausgegangen werden kann)

29.05. Solingen, bei deutschem Brandanschlag werden fünf Angehörige der türkischen Fam. Genc, Gürsün

          Ince (27 J.), Hatice Genc (18 J.), Gülüstan Öctürk (12 J.), Hülya Genc (9 J.), Saime Genc (4 J.) getötet

12.06. Bundestag, Antrag DS 12/5219 von Dr. Wolfgang Ullmann u. Werner Schulz (Bündnis90/Grünen) zu

          Rehabilitierung u. Entschädigung der Verfolgten des Stalinismus und DDR-Regimes übt KritiK u.a. am

          „besonders schwerwiegenden Verstoß gegen die Regelung des Einigungsvertrages…im Entwurf für

          das Zweite SED-Unrechtsbereinigungsgesetz (2.SED-SEDUnBerG) in §1 des Verwaltungsrechtlichen

          Rehabilitationsgesetzes (VwRehaG)“ und fordert u.a. nochmals einen rentenrechtlichen Nachteils-

          ausgleich für Verfolgungszeiten in denen verfolgungsbedingt ein wesentlch geringeres Einkommen

          erzielt wurde.“  > Bildungsdiskriminierung/ verfolgte Schüler (>10.3.94)

14./25.6. Österreich; Wien, UN-Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali eröffnet - von ca. 7 000 Teilnehmern

          aus 171 Staaten besuchte - Weltkonferenz über Menschenrechte (Diskussionen u. Ergebnisse bleiben

          vielen Menschenrechtsopfern verborgen, auch daß im benachbarten „Menschenrechtemusterland“

          BRD zehntausende späte Opfer deutscher Nationalsozialisten - weil als Folge des Wohnsitzes Opfer

          deutscher Sozialisten - entschädigungslos leben, wie z.B. wg. ihrer Religion in der DDR bildungs-

          diskriminierte verfolgte Schüler, führt zu keiner Aufmerksamkeit und Einladung) (>18.5.95/ 4.9.2000)

17.06. TU Dresden, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. eröffnet (es begleitet später das

          Forschungsprojekt „Verfolgte Schüler - gebrochene Biographien“ von Frau T. Kwiatkowski über

          „politisch verfolgte Jugendliche, die während der SED-Diktatur in ihrer beruflichen und persönlichen

          Entwicklung massiv behindert wurden“)

    06. ev. Pfarrer Markus Meckel, SPD-Fraktionssprecher in der Enquete-Kommission „Aufarbeitung von

          Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“ verkündet: die SPD-Kommissionsmitglieder

          entschlossen sich nach ihrem Besuch des GJWH Torgau, Strafanzeige gegen alle Verantwortlichen

          für die Vorgänge im Geschlossenen Jugendwerkhof zu erstatten, auch gegen die ex- Volksbildungs-

          ministerin Margot Honecker (Fr. Honecker ist zum Zeitpunkt bereits in Chile), Markus Meckel gibt

          diese Information an die Medien, nachdem die Anzeige am selben Tage der Staatsanwaltschaft beim

          Kammergericht Berlin, Abteilung Regierungskriminalität, zugeleitet worden war  > verfolgte Schüler

23.06. Bundesverfassungsgericht erklärt Bundeswehr-Einsatz in Somalia ohne Bundestagsmandat als

          verfassungswidrig (Bundestag stimmt am 2.7.1993 bei 185 Gegenstimmen für „out-of-area“-Einsatz)

24.06. Bundestag verabschiedet Rentenüberleitungs-Ergänzungsgesetz (Rü-ErgG – Zusatzversorgungs-

          Gleichstellungsgesetz) u.a. wird die BfA Versorgungsträger der DDR-Blockparteien-Zusatzversorgung,

          die PDS wird Versorgungsträger der SED-Zusatzversorgung, bisherige gültige Rentenbegrenzungs-

          regelungen werden geändert, Höchstrenten aus „nicht staatsnahen“(!) DDR-Sonderversorgungs-

          systemen werden auf DM 2 700 heraufgesetzt (der Gesetzgeber bringt damit deutlich zum Ausdruck,

          daß er sich die einschränkende Auslegung des Bundessozialgerichts, die Rentenkappung solle auf

          alle DDR-Zusatz- u. Sonderversorgungsberechtigten Anwendung finden u. die Kappungsgrenze sollte

          bei staatsnahen Tätigkeiten jedoch in größerem Maße auch „Normalverdiener” erfassen, nicht zu

          eigen macht. Der Gesetzgeber geht dabei davon aus, daß der Betrag von DM 2 700 der Versorgung

          eines Angehörigen der DDR-Zusatzaltersversorgung der Intelligenz (die alle politische Kriterien

          sozialistischer Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats erfüllte) mit einem Bruttogehalt

          zwischen M 3 000 u. 3 500 monatlich und einer Zusatzversorgungszusage zwischen 60% und 80%

          entspreche - als Konsequenz hieraus hält das Bundessozialgericht in späteren Entscheidungen so-

          wohl die Rentenkappung bei Angehörigen der Staatssicherheit als auch die beschränkte Anrechnung

          von Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen bei staatsnahen Tätigkeiten und bei Stasi-Mitarbeitern für

          verfassungswidrig) (>18.4.1996)

26./27.6. Berlin, 3.PDS-Parteitag (2.Tagung)

    07. Hamburg, St.Michaelis-Kirche, Gedenkgottesdienst für zivile Hamburger Bombenopfer in 1943 wird

          von deutschen Theologiestudenten gestört, vor Gästen aus Coventry und Petersburg u. Angehörigen

          der Bombenopfer verlesen sie eine Erklärung: „um diese Toten gäbe es nichts zu trauern, die Trauer

          um die Toten der Bombennächte verdränge die eigentliche Trauer um die Toten der KZ“

14.08. Fulda, Gedenkmarsch zu Ehren des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß mit ca. 500 Teilnehmern

15.08. USA; Denver, Papst Johannes Paul II zelebriert 4.Weltjugendtag  > verfolgte Schüler (>15.1.95)

01.09. Leipzig, Landgericht, im Verfahren gegen ex-Waldheim-Richter Otto Jürgens kommt das Landgericht

          zu der Feststellung „Das Gericht ist daher überzeugt, daß die Strafkammern in Waldheim den

          Mindestanforderungen an Gerichte entsprachen, auch wenn die Ergebnisse und Entscheidungen

          sicherlich weiterhin als Willkürakte anzusehen sind, und daß der Angeklagte jeweils im Rahmen einer

          gerichtlichen Entscheidung gehandelt hat.“ (> 28.11.97)

15.09. Staatskirchenvertrag des Landes Sachsen-Anhalt mit den Ev. Landeskirchen Sachsen-Anhalts,

          „Art.13: Ändert sich in der Folgezeit die Besoldung der Beamten im Staatsdienst, so ändert sich die

          Staatsleistung auf der Grundlage der für das Jahr (...) vereinbarten Höhe entsprechend. Zugrunde

          gelegt wird das Eingangsamt für den höheren nichttechnischen allgemeinen Verwaltungsdienst,

          Besoldungsgruppe A 13 der Bundesbesoldungsordnung, 7. Dienstalterstufe, zwei Kinder.“ (1994

          folgen Verträge mit den restlichen neuen Bundesländern/ ev. Landesbischöfe und kath. Erzbischöfe

          werden nach Besoldungsstufe B 10 (DM 16 877), Bischöfe beider Kirchen werden mit Grundgehalt

          nach Besoldungsstufe B 6 (DM 12 185) in der Regel vom Staat besoldet)

16.09. Landgericht Berlin; wegen Anstiftung zum Totschlag werden im Namen des Volkes die ex-Mitglieder

          des Nationalen Verteidigungsrates der DDR ex-General und DDR-Verteidigungsmin. Heinz Keßler zu

          7½ Jahren (er wird 1998 aus gesundheitlichen Gründen entlassen), ex-Generaloberst Fritz Streletz zu

          5½ Jahren (seine Strafe wird unter Auflagen außer Vollzug gesetzt) u. SED Funktionär Hans Albrecht

          zu 4½ Jahren Haft verurteilt, das Verfahren gegen ex-General u. Stasi-Min. E. Mielke und ex-General

          und Ministerratsvors. W. Stoph wurde eingestellt (erfolglose Revision der Verurteilten beim BVerfG)

    09. Brandenburg, Wriezen, drei deutsche Kinder schänden jüd. Friedhof (eine von vielen Schändungen)

26.9./1.10. Hamburg, Internationaler Kongreß „Kinder als Opfer von Krieg und Verfolgung“ (die Journalistin

          Sabine Bode schreibt: „…in der umfangreichen Literaturliste des Kongresses taucht das Stichwort

          ,Kriegskinder in Deutschland’ nur als winzige Randbemerkung auf…keine Untersuchungen, keine

          gesicherten Zahlen...,Sei froh, daß Du überlebt hast. Vergiss alles. Schau nach vorn’…eine

          unauffällige Generation“) auch später als verfolgte Schüler

27.09. Bundestag, 2.DDR-Unrecht-Verjährungsgesetz stoppt Verjährung für bestimmte Taten (>22.12.97)

30.09. Bundestag beschießt Treuhand-Untersuchungsausschuß (Vors. MdB O. Schily) (>31.12.94/ 28.9.95)

04.10. Somalia, Mogadishu, 17 z.T. notgelandete amerikanische UN-Soldaten werden ermordet

05.10. Bad Wildungen/ Hessen, bei Brandanschlag werden ein Mann aus Sri Lanka, seine Frau und deren

          zwei kleine Kinder (1 und 3 Jahre) getötet

12.10. Bundesverfassungsgericht urteilt nach Maastricht-Vertrag für kommunales Wahlrecht von EU-Bürgern

24.10. Berlin; Fenster einer Synagoge werden mit Steinen demoliert

26.10. Landgericht Berlin, SED-Politbüromitgl. u. DDR-Staatssicherheitsmin. General a.D. Erich Mielke wird

          wg. der 1931 mit den KPD-Mitgl. Erich Ziemer u. Michael Klause ausgeführten Polizistendoppelmorde

          am Berliner Bülowplatz im Namen des Volkes zu 6 Jahren Haft verurteilt (von beabsichtigten Morden

          wußte -ohne sie zu verhindern- der damalige polit. KPD-Leiter Berlin-Brandenburg und spätere DDR-

          Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht. Einer von M.s drei Verteidigern war der inzwischen flüchtige,

          wg. seiner Urteile berüchtigte Stadtbezirksgerichts-Direktor J. Wetzenstein-Ollenschläger, 1995 wird

          M.s Verfassungsbeschwerde abgewiesen doch M. wird 8.1995 aus Gesundheitsgründen vorzeitig ent-

          lassen, 1996 weist die Europäische Kommission für Menschenrechte M.s Beschwerde ab) (>05.2000)

29.10. Oberhof/Thüringen, rassistischer Angriff auf Mitgl. der US-Rennrodler-Nationalmannschaft, der afro-

          amerik. Robert Pipkins und Mannschaftsmitgl. Duncan Kennedy werden mit Tritten schwerst verletzt

    10. Prof. Dr. Richard Schröder, SPD-Theologe, wird Richter am Landesverfassungsgericht Brandenburg

          (Zitate: „Es geht eigentlich nicht, daß die Opfer in der Frage, wie mit den Tätern umzugehen ist, das

          letzte Wort haben.“ „Wer unter Stalin als politischer Häftling leiden musste und am 3. Oktober 1990

          DDR-Bürger war, bekommt Entschädigung nur, wenn er bedürftig ist. Wer Verwandte in Stalins Lagern

          verloren hat, bekommt nichts. Wer die Oberschule nicht besuchen und die Apotheke seines Vaters

          nicht übernehmen durfte, bekommt auch nichts. Es gibt in Deutschland Opfer erster, zweiter und

          dritter Klasse. Die dritte Klasse sind die DDR-Bürger.)  > verfolgte Schüler (>26.9.95)

24.11. Landgericht Berlin, im Namen des Volkes wird das DDR-Urteil gegen NSDAP-Volkstumsexpert, BHE/

          CDU-Vertriebenenmin. u. Bayerischen Verdienstordenträger Prof. Theodor Oberländer aufgehoben

          weil u.a. „die Hauptverhandlung gesetzwidrig in Abwesenheit des Betroffenen durchgeführt wurde“

06.12. Düsseldorf, Oberlandesgericht unter Vorsitzenden Richter Klaus Wagner verurteilt den früheren stell-

          vertr. DDR-Staatssicherheitsminister Markus Wolf wg. Landesverrat und Bestechung in Verbindung

          mit geheimdienstlicher Tätigkeit in 34 Fällen im Namen des Volkes zu 6 Jahren Haft (1995 wird das

          Urteil vom Bundesgerichtshof aufgehoben) (>27.5.1997)

07.12. Hamburg, der Gambianer Kolong Jamba wird in einer Bundesbahn von einem Deutschen erstochen

09.12. Bundesgerichtshof spricht im Namen des Volkes die vom Magdeburger Landgericht wg. Verletzung

          von Telefon- und Postgeheimnis zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilten MfS-Offiziere Heinz Hille,

          Hans-Jürgen Richter u. Wolfgang Theile frei, da Telefon-Abhören nach DDR-Recht nicht strafbar sei.

10.12. Internationaler Tag der Menschenrechte  > verfolgte Schüler

13.12. „DER SPIEGEL“ berichtet unter „Der deutsch-deutsche Filz“, daß Dr. A. Schalck-Golodkowski (MfS)

          dem Bundesnachrichtendienst BND gegenüber, die von der BRD gezahlte Gesamtsumme für das

          Kirchengeschäft B, den „Freikauf“-Menschenhandel mit ca. DM 8 000 000 000 protokollierte (ein

          Dementi folgt nicht, offiziell wurde immer eine Summe von „nur“ DM 3 399 337 134 genannt, obwohl

          obendrein ca. DM 4 500 000 für die Bewilligung von ca. 250 000 Ausreiseanträgen gezahlt wurden)

20.12. Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Art. 73 Nr. 6, 74 Nr. 23, 80 Abs.2, 87 Abs. 1, 73 Nr. 6 a,

          87 e, 106 a, 143 a),

          Bayerisches Oberstes Landesgericht spricht im Revisionsverfahren einen Beamten aus einem

          Polizeipräsidium, der Flugblätter mit dem Text „Herr Asylbetrüger, na wie geht’s? Oh ganz gut, bring

          Deutschen Aids. Komm direkt aus Übersee, hab Rauschgift mit, so weiß wie Schnee; verteil davon im

          Sommer wie im Winter, sehr viel davon an deutsche Kinder…“ verteilt hatte, im Namen des Volkes frei

31.12. BRD; 218 888 (Spät-)Aussiedler zumeist aus der ehem. Sowjetunion, Rumänien u. Polen treffen ein,

          die Staatsverschuldung beträgt ca. DM 1 509 150 000 000; 20 298 Bankrotte mit der „umverteilten

          sozialisierten“ Summe von ca. DM 16 522 000 000; „Überlebende“ Zwangsarbeiter aus ehem. Sowjet-

          union und Polen erhalten von 1991-1993 für mehrere Jahre Zwangsarbeit/ Lagerhaft demütigende

          durchschnittl. DM 550 (erst das Stiftungsgesetz vom 6.7.2000 korrigiert das Unrecht für Überlebende

          ansatzweise, nur Daimler-Benz u. VW zahlten Zwangsarbeitern schon eher durchschnittl. DM 10 000)

          (>16.2.99/ 22.3.00/ 6.7.00/ 12.7.00/ 17.7.00/ 12.11.01), es gibt 1 511 000 Beamte u. Richter

1994

    01. Bielefeld, Meinungsforschungsinstitut EMNID veröffentlicht Umfrageergebnisse über von Deutschen

          am wenigsten als Nachbarn geschätzte Menschen: nach „Zigeunern“ folgen Araber, Polen, Afrikaner,

          Türken, Vietnamesen und Juden

26.01. Köln, Humboldt-Gremberg, Brandanschlag auf Flüchtlingsheim, an den Folgen sterben die bosnische

          Roma Raina Jovanovic am 6.2. und ihre elfjährige Tochter Jasminka J. am 12.3.  > verfolgte Schüler

10.03. Bundestag, unter Vorsitz. von Dr. jur. Horst Eylmann (CDU), mit Dr. jur. Jörg van Essen (FDP), mit

          Diplomjurist Hans-Joachim Hacker (SPD) u. Dr. Michael Luther (CDU) - die beiden letzteren erfüllten

          die politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung im DDR-Unrechtsstaat, mit Dr. jur.

          Berthold Reinartz (CDU) und Dr. jur. Dieter Wiefelspütz (SPD) empfiehlt der Rechtsausschuss - ent-

          gegen früheren Entschädigungen angeblich verfolgter Schüler à la SPD-Vorsitzender u. Regierender

          Bürgermeister Willy Brandt - die jetzt im Rechtsstaat nach deutscher Gerechtigkeit aussichtslosen

          Anträge 12/1713 u. 12/5219 der Bündnis90/DieGrünen-MdB Dr. Wolfgang Ullmann u. Werner Schulz

          für erledigt zu erklären und empfiehlt: „Die Ansprüche der verfolgten Schüler müssen auf Hilfe zur

          Selbsthilfe beschränkt werden. Ein Anspruch auf Leistungen zum Ausgleich von Nachteilen in der

          Rentenversicherung - und auf die vorgeschalteten und damit im Zusammenhang stehenden

          Ausgleichsleistungen in Härtefällen - kann nicht in Betracht kommen.“ (DS 12/7048)

          >Bildungsdiskriminierung/ verfolgte Schüler (>21.1.99/ 11.5.99/ 4.9.2000/ 4.12.2001)

    03. Bundesregierung/Treuhandanstalt schalten Zeitungsanzeigen „Gesucht: DDR-Parteivermögen“, für

          sachdienliche Hinweise werden bis zu DM 5 000 000 geboten

25.03. Lübeck, Brandanschlag auf die Synagoge

06.04. Ruanda; nach Flugzeugabsturz u. Tod der Präsidenten Ruandas u. Burundis werden mit UN- /NATO-

          Wissen bis 07.94 ca. 800 000 Männer, Frauen, Kinder Opfer von ungehinderten Genozid (>24.3.99)

07.04. „taz“ „Streitgespräch“ der „Grünen“-Politiker Joseph Fischer u. Daniel Cohn-Bendit; J. Fischer u.a.

          „Ich bin der festen Überzeugung, daß deutsche Soldaten dort, wo im 2.Weltkrieg die Hitler-Soldateska

          gewütet hat, den Konflikt anheizen und nicht deeskalieren würden…eines ist für mich jedenfalls klar:

          Wo deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg gewütet haben, darf es keine Einsätze geben.“ (>20.3.99)

14.04. Berlin, Gründung Stiftung Weststliche Begegnungen mit ca. 26 000 Mitgliedern als Nachfolger der

          Gesellschaft für deutsch-sowjet. Freundschaft mit ca. 6 300 000 Mitgl. 1989)

15.04. Bad Godesberg, Atlantik-Brücke, CDU-Bundestagspräs. R. Süssmuth verleiht ex-CDU-Schatzmeister

          Dr. W. Leisler Kiep das Bundesverdienstkreuz (>11.10.94/ 4.11.99/ 17.1.2000/ 30.1.2000/ 8.2.2001),

          Frankfurt/M., Amtsgericht-Termin gegen Ralph Giordano wg. „Beleidigung und Herabwürdigung eines

          Oberstaatsanwalts“ in R. Gs. „Finkelgruen“-Buchrezension (der Kläger Oberstaatsanwalt K. Schacht

          von der NRW „Zentralstelle für die Bearbeitung nationalsozialistischer Massenverbrechen“ zieht im

          letzten Moment Klage und Schmerzensgeldforderung zurück) (>6.5.94/ 17.6.96)

25.04. Frankfurt/M., Deutsche Bank-Vorstand Hilmar Kopper zu Pleitier Dr. Jürgen Schneiders Schulden bei

          der Deutschen Bank in Höhe von ca. DM 1 500 000 000: „..wir reden hier eigentlich über peanuts...Du

          liebe Zeit, wie viele Immobilienpleiten hat es gegeben; ich kann nur sagen: so what?“ (>12.10.2000) H.

          K. soll neben seinen DM 1 900 000 Vorstandsbezügen zusätzlich ca DM 500 000 aus einem runden

          Dutzend weiterer Mandate (Daimler Benz, Lufthansa, Mannesmann, Münchner Rück, Bayer, RWE,

          Linde, VEBA u. dreier mittelständischer Unternehmen) erhalten; eine andere Bemerkung H. Koppers

          zur Dr. Jürgen Schneider-Affaire: „Das Geld ist im Eimer, aber der Eimer gehört der Deutschen Bank.“

06.05. Düsseldorf, Schauspielhaus, Uraufführung von Joshua Sobols Theaterstück „Schöner Toni“ über den

          KZ-Theresienstadt-Wärter Anton Malloth, der 1948 in der CSSR in Abwesenheit zum Tode verurteilt,

          bis 1988 unbehelligt in Italien u. danach in der BRD lebte, SPD-Min.-Präs. Johannes Rau sagt in

          Anwesenheit Peter Finkelgruens - Enkel eines Malloth-Opfers - bei der Premierenansprache

          salbungsvoll u.a. „Ich kann die Bitterkeit gut verstehen, die viele empfinden, wenn die Täter davon-

          kommen und ihre Taten ungesühnt bleiben. Das Schlimmste aber wäre, daraus den Schluß zu ziehen,

          daß es sich nicht lohnt für Gerechtigkeit zu kämpfen…Ich wünsche uns allen an diesem Abend nicht

          falsche, schnelle Betroffenheit, sondern die Bereitschaft, aus der Erinnerung und aus dem was wir

          gleich sehen und hören, Einsichten zu gewinnen für eine friedliche Zukunft.“ Minuten später verläßt

          J. Rau die Uraufführung, die Ermittlungenen gegen Malloth wg. Mordverdachts und Beihilfe.zum Mord

          in 756 Fällen werden 1999 durch Oberstaatsanwalt Klaus Schacht von der Dortmunder „Zentralstelle

          für die Bearbeitung nationalsozialistischer Massenverbrechen“ zum wiederholten Male eingestellt,

          2001 wird Malloth in München wg. dieser Straftaten verurteilt (>30.5.2001)

12.05. Magdeburg, Innenstadt, Deutscher „Herrentag“ mit rassistische Hetzjagden auf Afrikaner, Türken und

          andere Ausländer (der Algerier Farid Boukhit stirbt am 27.9.1994 an den Folgen seiner Verletzungen)

16.05. „Neues Deutschland“ „Heute vor 32 Jahren wurde der 19jährige Manfred Weiss, Gefreiter der NVA-

          Grenztruppen, von einem bewaffneten Fahnenflüchtigen…ermordet. Manfred stand auf Posten für

          einen Staat, in dem kein Jugendlicher Angst um seine berufliche Zukunft haben musste...“

          > verfolgte Schüler

23.05. Reichstag; 621 CDU/CSU-, 499 SPD-, 114 FDP- und 90 DieGrünen/Bündnis90 Delegierte der

          Bundesversammlung wählen Ex-Bundesverfassungsgerichtspräs. Prof. Dr. Roman Herzog zum

          Bundespräsidenten, er löst Richard v. Weizsäcker ab (Hans Herbert v. Arnim, „Der Staat als Beute“:

          „Der Bundespräsident erhält laut Haushaltsplan zehn Neuntel des Amtsgehalts des Bundeskanzlers...

          mal 13 sind dies 381 940 Mark im Jahr (,Ehrensold‘ >24.7.1959)

29.05. Chile, Santiago, Erich Honecker stirbt an Krebsleiden

31.05. Bundestag, Enquete-Kommissionsbericht „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur

          in Deutschland“ veröffentlicht (zu den „Kategorien der Opfer“ zählen u.a. nicht entschädigte Heimat-

          vertriebene, Verschleppte, Kriegerwitwen, Kriegs- und Kriegsfolgengeschädigte sowie von Verletzung

          des Rechtsgutes berufliches Fortkommen betroffene verfolgte Schüler aber resultierende psychische

          Folgeschäden und lebenslange soziale Benachteiligungen der letzten Gruppe gnorierend. Der SM-70

          Splitterminen-Erfinder u. Verletzer des Rechtsgutes Leben bleibt gesamtdt. Staatsgeheimnis)

          (>10.6.98/ 11.11.99/ 11.11.2001)

08.06. Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitierung verabschiedet

15.06. Landgericht Berlin, Eröffnung der Ausstellung des Bundesjustizministeriums „Im Namen des Volkes?

          Über die Justiz im Staat der SED“ durch Bundesjustizmin. S. Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)

17.06. Landgericht Berlin verurteilt den ex-Oberrichter, Senatsvorsitzenden und Vizepräsidenten des

          Obersten Gerichts der DDR, Prof. Dr. Hans Reinwarth im Namen des Volkes wg. Rechtsbeugung in 3

          und Totschlags in 2 Fällen - u.a. jener von Karl-Albrecht Tiemann - zu 3 Jahren, neun Monaten Haft

22.06. Bochum, bei Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft wird der 9jährige Mohamed Badaoui getötet

23.06. Gesetz zur beruflichen Rehabilitierung und zur verwaltungsrechtlichen Rehabilitierung (2.SED-

          Unrechtsbereinigungsgesetz/ 2.UnrBerG)  > verfolgte Schüler bleiben ohne rentenrechtlichen

          Nachteileausgleich (>19.3.1996/ 1.7.1997)

    06. Allensbach, Institut für Demoskopie, Umfrage in neuen Bundesländern: „Halten Sie den Sozialismus

          für eine gute Idee, die schlecht ausgeführt wurde?“ 63% antworten Ja, 18% antworten Nein (> 4.1949)

25.06. ai Dänemark protestiert gegen die Straffreiheit von DDR-Menschenrechtsverletzungen wg. des vom

          Landgericht Leipzig im Namen des Volkes verfügten Freispruchs von MFS-Oberleutnant Manfred

          Hummitzsch und drei Mitangeklagten

01.07. Berlin Document Center, bislang unter amerik. Verwaltung stehende personenbezogene Unterlagen

          der NSDAP und Gliederungen werden an das Bundesarchiv gegeben

21.07. Sachsen-Anhalt; Dr. Reinhard Höppner (SPD, er erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer

          Begabtenförderung, Zitat: „40 Jahre DDR - für mich ein erfülltes und glückliches Leben“) wird mit

          den Stimmen der PDS neuer Ministerpräs.

23.07. Buchenwald, Schändung der KZ-Gedenkstätte

26.07. Berlin, Deutsche zwingen den Polen Jan. W. in die Spree, er darf nicht ans Ufer und ertrinkt

11.08. „Dresdner Erklärung“ d. SPD (Parteivors. R. Scharping und „Ost“ Landes- u. Fraktionsvors. erklären

          „Die PDS ist ein politischer Konkurrent und Gegner der SPD. Eine Zusammenarbeit mit ihr kommt für

          uns nicht in Frage.“) schließt Koalitionen mit der PDS aus (>14.5.98/ 3.11.98/ 1.3.99/ 3. u. 5.10.2000)

30.08. Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Art. 73 Nr. 7, 80 Abs. 2, 87 Abs.1 Satz 1, 87 f, 143 b)

31.08. offizielle Verabschiedung der sowjetischen „Roten Armee“ aus Deutschland

04.09. Dortmund, SPD-Wahlkampfveranstaltung, ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt (Zitat: „Ich habe ein

          ganz großes Verständnis für die, die in die SED oder in die FDJ eintraten und zunächst geglaubt

          haben…“) sagt u.a. „Denn ihr wisst ja, was wir von den von Kurt Schumacher so genannten

          ,rotlackierten Nazis’ zu halten haben - Kohl hat dieses Wort übrigens bei Schumacher geklaut – und

          wir erinnern uns an Ulbrichts, Honeckers und Mielkes Stacheldraht- und Mauergefängnis…“

05.09. „Die Welt“ berichtet über Spiegel TV-Interview mit ex-UdSSR-Außenminister Eduard Shewardnadse

          in dem dieser u.a. sagte: „„Bei den Besprechungen zur Wiedervereinigung ist dieses (Bodenreform-)

          Thema nicht erörtert worden. Weder im Stab von Gorbatschow noch im Außenministerium kam diese

          Frage auf. Vorbedingungen in Bezug auf die Wiedervereinigung haben wir nicht gestellt. Über die

          Enteignungen oder über die Unumkehrbarkeit dieses Prozesses wurde nicht gesprochen. Nein.“

21.09. Weißensee, jüdischer Friedhof geschändet

28.09. Herford, die Roma Bukurjie Haliti u. ihr Bruder Navgim (11 J.) werden durch Brandanschlag getötet

01.10. Landgericht Berlin, Einrichtung der Staatsanwaltschaft II, im Berliner Polizeibereich wird „Zentrale

          polizeiliche Ermittlungsstelle für die Verfolgung der Regierungs- und Vereinigungskriminalität (ZERV)“

          eingerichtet (>30.9.1999)

11.10. Kaufering, CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister erhält(?) von Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber

          eine DM 100 000 Parteispende (>4.11.99/ 10.1.2000/ 17.1.2000/ 30.1.2000)

16.10. Bundestagswahl (CDU/CSU 41,5%,SPD 36,4%, B90/Grüne 7,3%, FDP 6,9%  (ca. 105 gewählte

          Abgeordnete aus den neuen Bundesländern erfüllten die politischen Kriterien sozialistischer

          Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats)

27.10. Bundestag verabschiedet Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Art. 29, 72, 74 Abs. 1 Nr. 5, 8,

          18, 24, 76 Abs. 2 u. 3, 3 Abs. 2 Satz 2, 3 Abs. 3 Satz 2, 20a, 28 Abs. 2 Satz 3, 29 Abs. 8, 74 Abs. 1

          Nr. 25 u. 26, 74 Abs. 2, 75 Abs. 1 Nr. 6, 75 Abs. 1 Satz 2, 75 Abs. 2 u. 3, 77 Abs. 2a, 80 Abs. 3 u. 4,

          87 Abs. 2 Satz 2, 93 Abs. 1 Nr. 2a, 118a, 125a)

04.11. „DIE ZEIT” „Sparen fängt oben an…Der engere Regierungsapparat (der ersten Regierung Adenauer)

          bestand aus 4 000 Beamten, Angestellten und Arbeitern, heute sind es rund 27 000. Die politische

          Führung und die zentrale Verwaltung der Bundesrepublik kosteten 1950 rund 50 Millionen Mark, heute

          sind es fast 13 Milliarden Mark Personalausgaben."

09.11. ARD, Bundespräsident Prof. Dr. Herzog (CDU): „Für politische DDR-Straftaten sollte es nach seiner

          Ansicht keine Amnestie geben, es habe sich in einer Demokratie noch nie als segensreich erwiesen,

          Dinge einfach auszuklammern oder zu tabuisieren.“  > verfolgte Schüler

15.11. Ev. Bischof Ingo Bräcklein: „...Wir haben in Thüringen 60 000 junge Menschen gehabt, die wir nicht

          konfirmiert haben und die mit 18 Jahren hohngelacht haben, weil sie sagten, jetzt wollt ihr Kirchengeld

          von uns haben...“(money, money - kein Wort über die andere Seite der Medaille  > verfolgte Schüler)

18.11. Buß- und Bettag entfällt ausser in Sachsen (Streichung diene Finanzierung der Pflegeversicheung)

03.12. Manfred Freiherr v. Richthofen (Neffe des „Roten Barons“) wird Deutscher Sportbund-Präsident

10.12. Internationaler Tag der Menschenrechte  > verfolgte Schüler

11.12. Tschetschenien; nach Tagen russ. Bombardierungen befiehlt Präs. B. Jelzin Angriff russ. Truppen,

          Kriegsende 08.1996, ca. 80 000 getötete meist muslim. Tschetschenen, viele sind Kinder (>09.1999)

30.12. „Neues Deutschland“ „Heute vor 42 Jahren wurde der 19jährige Volkspolizist Helmut Just…von zwei

          Westberliner Tätern hinterrücks ermordet. Helmut diente einem Staat, in dem Schulbildung und

          Berufsausbildung nicht mehr vom Verdienst der Eltern abhängig war…“  > verfolgte Schüler

31.12. Treuhand-Anstalt endet Tätigkeit mit Defizit von DM 275 000 000 000 (95% des „volkseigenen

          Vermögens“ sind privatisiert, von ca. 4 000 000 VEB-Beschäftigten verloren ca. 75% ihre Arbeit,

          DM 1 331 081 056 wurden seit Beginn an Anwälte und Notare für juristische Beratung überwiesen –

          hierbei nicht eingeschlossen sind die Honorare für die „Liqidatoren“ bzw. Konkursverwalter – allein

          den „Top Ten“ des Konkursaufschwungs Ost wurden seit Beginn DM 121 728 998 überwiesen),

          222 591 (Spät-) Aussiedler zumeist aus der ehem. Sowjetunion, Rumänien und Polen treffen ein, die

          Staatsverschuldung beträgt ca. DM 1 659 632 000 000, es gab 24 928 Bankrotte mit der „umverteilten

          sozialisierten“ Summe von ca. DM 23 642 000 000, es gibt 1 556 000 Beamte u. Richter,

          Ausgaben für Bundestagsabgeordnete betrugen 1994 ca. DM 354 000 000 (1974 = ca. 85 000 000)

          Ausgaben für Landtagsabgeordnete betrugen 1994 ca. DM 395 000 000 (1974 = ca. 75 000 000),

          Ausgaben für Bezüge des Bundespräsidenten, -kanzler, -minister, Parlamentarischer Staatssekr.

          und des Wehrbeauftragten betrugen 1994 ca. DM 12 500 000 (1974 = ca. 5 500 000),

          Ausgaben für Bezüge der Länderministerpräsidenten, -minister und Parlamentarische Staatssekr.

          betrugen 1994 ca. DM 48 900 000 (1974 = ca. 14 500 000),

          Ausgaben für Versorgungsbezüge desselben Personenkreises im Bund betrugen 1994 ca.

          DM 11 000 000 (1974 = ca. 4 000 000),

          Ausgaben für Versorgungsbezüge desselben Personenkreises in den Ländern betrugen 1994 ca.

          DM 41 000 000 (1974 = ca. 14 000 000);

          DRK-Suchdienst erhielt in diesem Jahr 4 619 neue Suchanträge resultierend aus früheren kriegs-

          treiberischen Aktivitäten später zumeist hochpensionierter 2 Mio. Angehöriger des NS-Führerkorps,

          „Im Namen des Volkes? – Über die Justiz im SED-Staat“ erscheint, Prof. Dr. Herwig Roggemann

          schreibt im Beitrag „Justiz auf dem Prüfstand der Justiz“, daß von ehemaligen DDR-Richtern in

          Berlin (Ost) 17%, in Brandenburg 55%, in Mecklenburg-Vorp. 67%, in Sachsen 63%, in Sachsen-

          Anhalt 41% und in Thüringen 56% als bundesdeutsche Richter übernommen wurden,

          (mehr als 95% der Richter und Staatsanwälte waren SED-Mitglieder >14.12.1995),

          Zum Studium der Jurisprudenz in der DDR war geeignet, wer „

          - der Deutschen Demokratischen Republik treu ergeben und bereit ist, sein sozialistisches Vaterland

            und die sozialistische Staatengemeinschaft konsequent zu schützen und gegen alle Angriffe zu

            verteidigen;

          - vorbehaltlos die Beschlüsse der Partei- und Staatsführung anerkennt und bereit und fähig ist, sich

            unter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit für ihre Verwirklichung einzusetzen;

          - in seiner bisherigen Entwicklung eine klare politische Grundhaltung zeigt, gesellschaftliche

            Aktivität entwickelt und sich durch gute Lernhaltung und hohen Leistungswillen auszeichnet;

          - sich in seinem ganzen Verhalten von den Grundsätzen der sozialistischen Moral und Ethik leiten

            läßt, nach ihnen lebt und arbeitet“ (Verfügungen/Mitteilungen des Ministerium der Justiz der DDR)

          > verfolgte Schüler

1995 

01.01. BvS; Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben wird „Treuhand“-Nachfolger,

          Solidaritätszuschlag von 5,5% der Steuerlast für Einkommens- u. Körperschaftssteuerpflichtige (zur

          Wiedergutmachung der Misswirtschaft der ca. 350 000 hochpensionierten Nomenklaturkader)

02.01. Ev. Bischof Hans-Joachim Fränkel: „...Daß die Bevölkerung die Kirche im Widerstand zu schnell im

          Stich gelassen hat, ist ein ganz dunkles Kapitel in der Geschichte in DDR.“ Daß die Kirchen ihrerseits

          Opfer des Widerstands im Stich gelassen haben erwähnt Bischof Fränkel nicht!

15.01. Phlippinen, Manila, Papst Johannes Paul II zelebriert 6.Weltjugendtag  >verfolgte Schüler (>24.8.97)

26.01. BGH-Präsident Prof. Dr. Walter Odersky plädiert für Amnestie von DDR-Straftaten unterhalb von

          Mord und Totschlag (die für verfolgte Schüler Verantwortlichen bleiben ungestraft)

31.01. USA; New York, UN-Presseerklärung definiert BRD als 8höchsten UN-Schuldner, trotz Sachlage und

          Menschenrechtsdefiziten beim Pakt über bürgerliche und politische Rechte will die BRD im Rahmen

          geplanter Reformen einen permanenten Platz im UN-Sicherheitsrat > verfolgte Schüler (>4.9.2000)

14.02. „Der Spiegel“ berichtet, daß beim „Aufschwung Ost“ DM 65 000 000 000 verschwendet wurden

01.03. Bundesgerichtshof stellt im Namen des Volkes das Verfahren gegen Wehrmacht-Leutnant Wolfgang

          Lehnigk-Emden wg. der Morde vom 13.10.1943 in Caiazzo/Italien wegen Verjährung ein (>30.7.1997),

          der Karnevalspräsident von Ochtendung/Rhld.-Pfalz sieht sich gezwungen dieses Amt niederzulegen

05.03. Hamburg, Institut für Sozialforschung unter Leitung Jan Philipp Reemstmas eröffnet die Ausstellung

          ,Vernichtungskrieg - Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944’ (in 4 Jahren wird die Ausstellung in über

          30 dt. u. österreich. Städten gezeigt und hat ca. 800 000 Besucher, wg. des Vorwurfs Bilder u. Bild-

          legenden seien falsch zugordnet wird die Ausstellung am 4.11.99 abgebrochen, eine Kommission

          prüft u. überarbeitet Inhalte, am 28.11.2001 wird sie in Berlin unter ,Verbrechen der Wehrmacht –

          Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944’ neu geöffnet) (>11.3.97/ 30.10.97/ 9.3.99)

    03. Koblenz, Landgericht verurteilt in Namen des Volkes Hans Adolf Kanter alias IM „Fichtel“ (1948-49

          FDJ Landesvorstand Rheinl.-Pfalz, MfS, 1950 Junge Union, CDU, Bund europ. Jugend, Freundschaft

          mit Eberhard v. Brauchitsch, Unterstützer Dr. Helmut Kohl’s, Arbeit i. Regierungspräsidium Montabaur,

          Inhaber Pontes-Verlag/Verleger konserv. Bücher bis in die 60er Jahre, dann freier Mitarbeiter/Berater

          Fa. Flick, 1972 stellvertr. Leiter Flick-Büro Bonn, 1974 Prokurist Flick KG, ab 1982 Kontakt zu Kanzler-

          amtsmin. Dr. Philipp Jenninger) wg. Landesverrat zu 2 Jahren Haft auf Bewährung (>26.6.1996)

25.03. Bonn, durch keine Bildungsdiskriminierung begünstigte ex-Spione der - vom zweifach im Namen des

          Volkes wg. Polizistendoppelmordes verurteilten SED-Minister und General Erich Mielke geführten -

          DDR-Staatssicherheit organisieren „Initiativgruppe Kundschafter des Friedens fordern Recht IKF e.V“

          (für verfolgte Schüler der DDR-Diktatur eine sozialistische Abart deutscher Leitkultur) (>05.2002)

31.03. Bonn; lt. Angaben der Bundesregierung haben ca. 80% der 288 000 Kriegs- / Bürgerkriegsflüchtlinge

          aus Bosnien-Herzegowina - die größte Flüchtlingsgruppe aus dem ehemaligen Jugoslawien - nur eine

          Duldung nach §54 AuslG (Abschiebungsaussetzung aus völkerrechtlichen oder humanitären Gründen.

          Österreich nahm 6 pro 1 000 Einwohner auf, Schweden 5,5 pro 1 000 u. die BRD 4,3 pro 1 000. Laut

          UNICEF haben Roma-Kinder aus Flüchtlingsfamilien im Saarland keinen Anspruch auf Schulbesuch,

          in Hessen und Baden-Württemberg sind sie nicht schulpflichtig)  > verfolgte Schüler (>22.2.2002)

24.04. Fulda, Deutsche Bischofskonferenz, „Wort der deutschen Bischöfe zum Gedenken an das Ende des

          2. Weltkrieges vor 50 Jahren“ u.a. „Wenn wir von heute aus das Verhalten der katholischen Gläubigen

          und der kirchlichen Verantwortlichen zurückblicken, stellen auch wir fest, daß zwischen dem national-

          sozialistischen Unrechtssystem und der katholischen Kirche eine tiefe Kluft und eine wechselseitige

          Ablehnung bestanden. Sie manifestieren sich auf vielfältige Weise und wurden zum Ursprung zahl-

          loser Konflikte, in denen viele(?) kath. Frauen und Männer, Laien, Priester und Ordensleute ihren Mut

          und ihre Opferbereitschaft, bis hin zum Martyrium, bewiesen…“ (außer Bischöfen und Kardinälen)

04.05. Bonn, FDP-Bundesaußenminister Dr. K. Kinkel verweigert das traditionelle um-die-Schulter-legen des

          Seidenschal-Gastgeschenks vom Nobelfriedenspreisträger und Tibets religiösen Führer Dalai Lama

07.05. Lübeck, Brandanschlag auf Synagoge

08.05. 50. Jahrestag des Endes des Deutschen Reichs, Dr. Alfred Dregger (CDU) sagt: „Ein Geschichtsbild,

          das die Wahrheit verschweigt, kann nicht Grundlage für das Selbstverständnis einer selbstbewussten

          Nation sein, die wir Deutschen in der Völkerfamilie werden müssen, um vergleichbare Konsequenzen

          künftig auszuschließen.“

16.05. Sony-Manager Dr. Ron Sommer (Zitat: „Die T-Aktie wird so sicher wie eine vererbbare Zusatzrente

          sein.“) wird mit Zustimmung von Bundespostmin. Dr. Wolfgang Bötsch (CSU) und Bundesfinanzmin.

          Dr. Theo Waigel (CSU) Vorstandsvorsitzender der bundeseigenen Deutsche Bundespost-Telekom, er

          soll den Staatsbetrieb zum Börsengang führen (später wird bekannt das die Radsport-Mannschaft des

          Staatsbetriebes 1995 mit Erythropoietin EPO-Doping begann) (>18.11.96/ 28.6.2001),

          Karlsruhe, Bundesverfassungsgericht urteilt 46 Jahre nach Grundgesetz-Einführung „im Bewußtsein

          seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen…“, daß Schulkreuze in staatl. Schulzimmern das

          Grundrecht von Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit verletzen

18.05. Bonn, Bundestag, BT-Drucksache 13/1619, Antrag d. Grünen/Bündnis90-Abgeordneten Volker Beck,

          Gerald Häfner, Gerd Poppe, Werner Schulz, Rezzo Schlauch, Vera Lengsfeld, Andrea Fischer u. der

          Fraktion zum weiteren Umgang mit DDR-Unrecht u.a.: „2…Die DDR-Vergangenheit ist Bestandteil der

          deutsch-deutschen Vergangenheit…Der Bundestag legt deshalb Wert auf die Feststellung: Obwohl

          eine große Zahl von Menschen in das Unrechtssystem verstrickt war, handelte es sich bei den Bürge-

          rinnen u. Bürgern der DDR insgesamt jedoch nicht(!) um ein Volk von Bütteln u. Denunzianten…4. Der

          gezielt erweckte Eindruck, die neuen Bundesländer würden flächendeckend mit Strafverfahren über-

          zogen, entspricht in keiner(!) Weise der Wirklichkeit. Zwar ermittelte die für Regierungskriminalität der

          früheren DDR zuständige Staatsanwalt bis zum 30.4.1995 in 15 918 Fällen. Von 6 861 Verfahren, die

          bislang abgeschlossen wurden, kamen jedoch lediglich 167 Fälle zur Anklage. Nur in 53 Fällen erging

          eine rechtskräftige Verurteilung, in 22 Fällen wurde rechtskräftig freigesprochen, in weiteren 26 Fällen

          ist das Urteil noch nicht rechtskräftig..7.Das Rentenrecht darf nicht sachfremden politischen Gesichts-

          punkten unterworfen werden. Die…Mitgliedschaft in der SED o. in einer mit ihr verbundenen Block-

          partei kann…kein(!) Grund für eine heutige rentenrechtliche oder berufliche Diskriminierung sein. Mit

          Hilfe unbestimmter Rechtsbegriffe wie dem der „Systemnähe“ pauschal gegen frühere Bürgerinnen u.

          Bürger der DDR vorzugehen, schädigt den Rechtsstaat u. führt zu einem nachvollziehbaren ernsthaf-

          ten Vertrauensverlust der Menschen in den neuen Bundesländern. So widersprechen Rentenkürzun-

          gen wg. angeblich allgemeiner „Systemnähe“ im Rahmen des Rentenüberleitungsrechts den Grund-

          sätzen des Rentenrechts. Die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze ist gerade auch im Sozial- u.

          Rentenrecht unerläßlich. Gleichwohl sind Rentenkürzungen dort unerläßlich, wo etwa durch die Tätig-

          keit für das MfS deutlich erhöhte Rentenansprüche erworben wurden. 8…Unzureichend ist ebenso der

          materielle Schadensausgleich. Für ungerechtfertigte Inhaftierungen, für Zwangseinweisungen in die

          Psychiatrie o. für berufliche u. administrative Verfolgung reicht dieser nicht aus…12…Die Tatsache,

          daß die Hauptverantwortlichen u. wichtigsten Handlanger von Diktaturen u. Unrechtssystemen immer

          wieder straffrei bleiben, weil die von ihnen selbst erlassenen Gesetze für die Bestrafung ihres Tuns

          keinen Raum geben u. die Anwendung anderen Rechts nicht möglich ist, kann nicht(!) befriedigen…

          Die nach dem Einigungsvertrag geschaffenen gesetzl. Regelungen im Rentenüberleitungsrecht sind

          unverzüglich zu ändern. Die dort vorgesehenen Begrenzungen der zu berücksichtigenden Einkommen

          wegen „Staats- u. Systemnähe“ sind grundsätzlich aufzuheben. Von diesem Grundsatz soll aus-

          schließlich bei Anwartschaften u. Ansprüchen abgewichen werden, die auf Beschäftigungszeiten beim

          MfS/AfNS zurückgehen, da wegen der dort im Vergleich zu den übrigen Einkommen extrem überhöh-

          ten Gehälter eine ungekürzte Anrechnung zu einer nicht hinnehmbaren…Privilegierung ehemaliger

          Mitarbeiter d. MfS/AfNS im Rentenrecht führen würde. In diesen Fällen ist bei der Rentenberechnung

          statt dessen das ortsübliche Einkommen bei strukturell vergleichbaren Tätigkeiten zugrunde zu legen.

          15. Die Regelungen für die Einstellung, Weiterbeschäftigung o. Kündigung ehemaliger Mitarbeiter des

          MfS/AfNS im öffentlichen Dienst sind reformbedürftig. Aus grundsätzlichen rechtspolitischen Erwägun-

          gen sowie aus Rücksichtnahme gegenüber den Opfern ist es weiterhin grundsätzlich geboten, ehe-

          malige Mitarbeiter u. Mitarbeiterinnen des MfS/AfNS für bestimmte Tätigkeiten nicht(!) im öffentlichen

          Dienst zu belassen.“  > verfolgte Schüler (Anderungen des unzureichenden materiellen Schadens-

          ausgleichs bei berufl. u. administrative Verfolgung scheitern an CDU/CSU/FDP),

18.05. Frankreich; Straßburg, MdEP Edward Newman‘s „Bericht über die Achtung der Menschenrechte in

          der Europäischen Union“ für 1993 wird „nach einem unwürdigen Gezerre um 23 Uhr in der Nacht in

          Bausch und Bogen… - von der Parlamentsmehrheit mit den Stimmen der konservativen, der liberalen

          und der rechtsradikalen Mehrheit (abgelehnt).“ MdEP Dr. jur. Hartmut Nassauer (EVP /CDU / Kriegs-

          kind in der BBZ) verwahrte sich zuvor dagegen, daß „über den Stand der Menschenrechte in der EU

          in einem ähnlichen Duktus berichtet wird wie über den Stand der Menschenrechte in Bangladesch.“

          >Bildungsdiskriminierung / verfolgte Schüler (>26.9.95/ 9.10.2000/ 21.11.2000/ 11.11.2001)

03.06. Österreich; „Wir sind Kirche“ beginn ein kath. KirchenVolksBegehren (>14.9.95/ 16.9.95)

06.06. Brandenburg, Potsdam, Matthias Platzeck, Bündnis90/DieGrünen Minister für Umwelt, Naturschutz u.

          Raumordnung wird SPD-Mitglied (er erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabten-

          förderung der Diktatur des Proletariats)

14.06. Niedersachsen, SPD/DieGrünen geführter Landtag empfiehlt Teilrehabiltierung kommunistischer NS- 
          Opfer aus der Zeit des Kalten Krieges (>26.9.95) 

22.06. Bochum, bei Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft wird der 9jährige Eisam Chandin getötet,

          Berlin, Bundestag, Einsetzung der Enquete-Kommission zur „Überwindung der Folgen der SED-

          Diktatur im Prozeß der deutschen Einheit“ "  > verfolgte Schüler (>10.6.98)

13.07. Bosnien-Herzegowina; Srebrenica, serb. Truppen ermorden erste männl. Muslime von 12-77 Jahren 
          die Leutn. Thom Karremans niederländ. UN-Truppen in der Enklave Gen. Ratko Mladic serb. Truppen 
          auslieferten, insges. werden ca. 7 000 muslim. Bosniaken ohne UN-Intervention exekutiert (>15.1.99) 

    07. Landgericht Frankfurt/O., Prozeß gegen die DDR-Richter Nikolaus Hauke, Siegried Hucke, Hans-

          Günther Grutza, Elfriede Korsing, Peter Schmidt und DDR-Staatsanwälte Eleonore Hayer u. Wilhelm

          Pilz wg. Rechtsbeugung und Freiheitsentzug im Fall Robert Havemann (alle Beschuldigten werden am

          30.09.1997 im Namen des Volkes freigesprochen

18.07. Erfurt, Kultusministerium, Lehrer Wolfgang Mayer beginnt mit Plakattext „Hier sitzen Honeckers treue

          Diener von einst" (CDU-Kultusminister ist Dieter Althaus) einen Sitzstreik um Wiedereinstellung nach

          Berufsverbot als Folge seines Ausreiseantrages vom 10.3.1986 (am 9.9.1988 versuchten er und

          andere über die Botschaft Dänemarks die Ausreise zu erreichen; am 12.12.1995 melden Zeitungen:

          „Stasi-Opfer nach hartnäckiger Belagerung wieder Lehrer.“; am 12.9.1998 berichtet die „taz“ unter

          „Das schlechte Gewissen der CDU“ über W. Meyer u. weitere Fälle sowie den Althaus-Artikel in der

          FDGB-Zeitung „Unterricht und Erziehung“ mit Althaus Frage „Wie schaffen wir es, unseren Schülern

          die Werte des Sozialismus als moralisch erstrebenswert erkennen zu lassen?“) > verfolgte Schüler

25.07. Bundesgerichtshof urteilt im Namen des Volkes, daß der Diebstahl von Geld und Wertgegenständen

          des MfS aus Postsendungen keine Unterschlagung war, weil die Mittel dem Staat zugeflossen sind

18.08. Landgericht Berlin, Prozeßbeginn gegen die der Beihilfe zum Totschlag u. versuchten Totschlags an

          der Grenze in zwölf Fällen angeklagten ex-Generale vom Kollegium im DDR-Verteidigungsministerium

          Generaloberst Horst Stechbarth, Admiral Wilhelm Ehm, Generalleutnant Joachim Goldbach, General-

          oberst Fritz Peter, Generalmajor Helmut Borufka, Generalleutnant Heinz Handke, Generaloberst

          Wolfgang Reinhold, Generalleutnant Alfred Leibner und General Harald Ludwig (am 30.5.97 werden

          im Namen des Volkes J. Goldbach und H. Ludwig zu je 3 Jahren, 3 Monaten Haft, H. Handke zu 34

          Monaten Haft, F. Peter zur Bewährung ausgesetzte 22 Monate Haft verurteilt, Goldbach, Ludwig und

          Handke sind im offenen Vollzug nur Nachts inhaftiert, A. Leibner stirbt während des Prozesses und

          gegen die anderen Offiziere wurde das Verfahren aus gesundheitlichen Gründen eingestellt)

23.08. Landgericht Berlin stellt Verfahren gegen ex-SED-ZK-Mitgl. Werner Krolikowski aus gesundheitlichen

          Gründen ein

14.09. Österreich; Wien, Papst Johannes Paul II akzeptiert Rücktritt von Kardinal Dr. Hans Hermann Groer -

          Erzbischof von Wien - nach Vorwürfen vielfachen sexuellen Missbrauchs minderjähriger Jungen (1937

          legte G. das Abitur ab, 1941 wurde G. Diakon, 1942 Priester, 1946-77 diverse Aufgaben am kath.

          Knabenseminar Hollabrunn, 1949 Promotion, 1986 Erzbischof Wien, 1988 Kardinal, 1989 Vorsitz.

          Österreich. Bischofskonferenz)  > verfolgte Schüler (>11.5.99/ 7.7.2000/ 29.1.2002)

16.09. BRD; nach Vorbild österreich. „Wir sind Kirche“ beginnt dt. katholisches KirchenVolksBegehren

21.09. Bundestag stimmt für rückwirkende „Diäten“erhöhung einschl. DM 17 000 Sterbegeld für MdB (das

          geringe Sterbegeld von € 525 für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer wird 2002 abgeschafft)

25.09. Brandenburg, Gründung staatlich-subventionierten später insolventen „Förderverein Lausitzring e.V.“

          mit Eurospeedway

26.09. Frankreich, Straßburg, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte entscheidet 23 Jahre nach In-

          krafttreten des „Radikalenerlaß“ aufgrund der Klage der vom Hamburger Anwalt Dr. Klaus Damman

          vertretenen Studienrätin u. Lehrerin Dorothea Vogt (DKP), daß diese Art der Berufsverbotspraxis mit

          der Europäischen Menschenrechtskonvention unvereinbar ist (>30.5.1933), (D. Vogt hatte mit Hilfe

          ihres früheren Anwalts u. heutigen SPD-Bundeskanzlers G. Schröder erfolglos beim Oberverwaltungs-

          gericht Lüneburg und Bundesverfassungsgericht geklagt, das BVerG hatte am 7.8.90 die Klage nicht

          zur Entscheidung angenommen), D. Vogt ist bereits 1991 (4 Jahre nach Entlassung) im inzwischen

          SPD-regierten Niedersachsen wieder im Schuldienst und Beamtin auf Lebenszeit, ihre Entschädigung

          von DM 222 230 für entgangene Einnahmen u. Renteneinbußen wird außergerichtlich mit SPD-Min.-

          Präs. G. Schröders Landesregierung festgesetzt (verfolgte Schüler sind seit Kindheit lebenslange

          Opfer nationalsozialistischer oder sozialistischer Staatswillkür, mit ihren Familien Opfer deutscher

          Sippenhaftung und ohne entsprechende Interessenvertreter) (>4.9.2000/ 5.9.2001/ 11.11.2001)

28.09. Bundestag beschießt 2.Untersuchungsausschuß DDR-Vermögen (Vors. SPD-MdB Volker Neumann)

13.10. Berlin, Baubeginn am Lehrter Bahnhof-Neubau (>9.9.1998)

27.10. Landgericht Berlin, Prozeßbeginn gegen die des Totschlags u. versuchten Totschlags an der Grenze

          angeklagten ex-DDR-Grenztruppen Verantwortlichen Generaloberst Klaus-Dieter Baumgarten,

          Generalleutnant Gerhard Lorenz, Generalmajor Dieter Teichmann, Grenztruppenausbilder-Chefs

          Karl Leonhardt und Heinz-Ottomar Thieme sowie den Grenzsicherungsanlagen-Chef Günter Gabriel

          (am 10.9.96 werden im Namen des Volkes K.-D. Baumgarten zu 6½ Jahren Haft, G. Lorenz,

          D. Teichmann, H.-O. Thieme zu je 39 Monaten Haft, G. Gabriel zu 3½ Jahren Haft und K. Leonhardt

          zu 3 Jahren 9 Monaten Haft verurteilt. Baumgarten wird 04.1997 „Freigänger“, ist nach ½ Haftzeit auf

          freien Fuß und wird 04.2000 vom Senat Berlin begnadigt, Lorenz und Teichmann sind im offenen

          Vollzug nur Nachts inhaftiert und ebenfalls nach halber Haftzeit frei, Teichmann ist nach 26 Monaten

          auf freiem Fuß u. Gabriel tritt die Strafe wg. Haftunfähigkeit nicht an)

03.11. Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Art. 106 Abs. 3 u. 4)

09.11. Bonn, CDU-Bundesverteidigungsmin. Volker Rühe verfügt die Generaloberst-Dietl-Kaserne, Füssen,

          wird Allgäu-Kaserne und die General-Kübler-Kaserne, Mittenwald, wird Karwendel-Kaserne (>6.12.95)

13.11. Landgericht Berlin; Prozeßbeginn wg. an der Mauer Erschossener gegen Politbüro-Mitglieder Egon

          Krenz, Günter Schabowski (Anwalt Ferdinand v. Schirach, Ex-Reichsjugendführer Baldur v. Schirach’s

          Enkel, verteidigt Ex-Hitler-Jugend-Jungenschaftsführer Schabowski), Günther Kleiber, Horst Dohlus,

          Prof. Kurt Hager und Erich Mückenberger, der Mitangeklagte Harry Tisch war im Juni gestorben

17.11. Landgericht Berlin; der Vors. Richter der Strafkammer, Hansgeorg Bräutigam, wird von anderer Straf-

          kammer für befangen erklärt. Grund ist ein Artikel Bräutigams v. 1993 über Strafverfahren gegen hohe

          DDR-Funktionäre. Im Honecker-Prozeß war Richter B. ebenfalls abgelehnt worden, weil er Honecker

          um Autogramm bat, Beisitzender Richter Josef Hoch wird neuer Vorsitzender bis zum Prozeßende

21.11. Bonn, BT-Drucksache 13/3038, Antrag d. Bündnis90/DieGrünen-MdB Gerald Häfner, Andrea Fischer

          u. der Fraktion zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rechtsstellung der Opfer der SED-

          Diktatur u.a.: „Opfer politischer Verfolgung in der früheren DDR sind bis heute zumeist denen gegen-

          über wirtschaftlich u. gesellschaftlich im Nachteil, die für ihre Verfolgung verantwortlich waren o. daran

          mitgewirkt haben. Nicht nur Stasi-Haft, abgebrochene Berufskarrieren, Verfolgungen u. Deportationen

          in der DDR, sondern auch ein Schattendasein in der BR Deutschland haben bei vielen betroffenen

          Menschen tiefe Wunden u. das Gefühl zurückgelassen, von Staat und Gesellschaft weitgehend ver-

          gessen und abgeschoben worden zu sein…Zu § 3 Abs.1 BerRehaG: Das Gesetz soll auch die

          Schülerinnen u. Schüler erfassen, die schon vor dem Erreichen der 10.Klasse durch politische Gründe

          daran gehindert wurden, ihre Ausbildung fortzusetzen. In ihrem weiteren beruflichen Leben hat sich

          diese frühe Benachteiligung - oft haben die Betroffenen keinen Schulabschluß - besonders nachteilig

          ausgewirkt. Die ehemaligen verfolgten Schülerinnen und Schüler sollen zudem Anspruch auf Aus-

          gleichsleistungen nach dem 3.Abschnitt des Gesetzes bekommen. Die geltende Gesetzesfassung

          trägt nicht dem Umstand Rechnung, daß die bevorzugte berufliche Bildung u. Umschulung den älteren

          Betroffenen nicht gerecht wird…“, im Entwurf vorgesehene Regelungen für verfolgte Schüler

          scheitern an CDU/CSU und FDP

30.11. Landgericht Berlin; Prozeß wird wegen Erkrankung von Günther Kleiber ausgesetzt

30.11. Bundesgerichtshof, Verurteilung des DDR-Richters Frank Groß u. des DDR-Staatsanwaltes Siegfried

          Klose durch Landgericht Magdeburg zu Bewährungsstrafen wegen Rechtsbeugung wird im Namen

          des Volkes aufgehoben; der Richter hatte ein Ehepaar, das aus Protest gegen die Ablehnung ihrer

          Ausreiseanträge einen Reiseprospekt mit ,Freiheit’ beschrieben und an der Wohnungstür anbrachte

          wegen „Beeinträchtigung staatlicher Tätigkeit“ im Namen des Volkes zu 20 Monaten Gefängnis verur-

          teilt (Zitat BGH: „…Als unerträglicher Verstoß gegen jegliches, von Ideologien unbeeinflusstes

          Gerechtigkeitsempfinden und damit als Rechtsbeugung erscheinen sie (die Strafen) jedoch nicht“)

06.12. Bundestag verabschiedet Entsendung dt. Truppen im Rahmen der NATO-IFOR nach Jugoslawien

10.12. Internationaler Tag der Menschenrechte  > verfolgte Schüler

14.12. Berlin; Freie Universität, Tagung Gesellschaft für Deutschlandforschung, Fr. Lore Peschel-Gutzeit,

          Justizsenatorin Berlin, u.a.: „...für weite Teile deutscher Rechtswissenschaft war die Strafverfolgung

          von NS-Gewaltverbrechen...mit dem Odium der Rechtsstaatswidrigkeit behaftet...machte das Word

          „Siegerjustiz“ die Runde...von „Nest-Beschmutzern“ war die Rede...nur 5 Jahre nach Ende der NS-

          Herrschaft verlangte eine Mehrheit von Bürgern...einen „Schlußstrich“ zu ziehen...konnten fast alle...

          Richter und Staatsanwälte in den Justizdienst zurückkehren…vergessen ist heute, daß Dr. Wolfgang

          Schäuble...erstmals eine Amnestie für DDR-Systemunrecht vorschlug...in Berlin wurden nur 15% der

          (DDR)-Richter und Staatsanwälte, in Sachsen 65% und in Brandenburg 54% übernommen...vielleicht

          steht am Ende die Erkenntnis, dass Kernbereiche der Menschenrechte, die über das Recht auf Leben

          hinausgehen, mit unbedingter Gültigkeit ausgestattet werden müssen, damit kein Täter darauf hoffen

          darf nach dem Untergang „seines“ Systems Gnade zu erfahren.“

15.12. Zweites Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitierung

20.12. Verordnung über den Erwerb land- und forstwirtschaftlicher Flächen und das Verfahren nach dem

          Ausgleichsleistungsgesetz - Flächenerwerbsverordnung über 1945-49 in der SBZ enteigneten Besitz

31.12. BRD; 217 898 (Spät-) Aussiedler zumeist aus der ehem. Sowjetunion, Rumänien und Polen treffen

          ein; die Staatsverschuldung beträgt ca. DM 1 549 769 000 000; 28 785 Bankrotte mit der

          „umverteilten sozialisierten“ Summe von ca. DM 21 076 000 000, es gibt 1 587 000 Beamte u. Richter

1996 

09.01. Landgericht Berlin verurteilt kath. „Freikauf“-Unterhändler und SED-Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang

          Vogel im Namen des Volkes wg. Meineides in einem Fall und der Erpressung von Haus- u. Grund-

          stückseigentum von ausreisewilligen DDR-Bürgern in vier Fällen zu 2 Jahren Haft auf Bewährung und

          wg. Falschbeurkundung in fünf Fällen zu einer DM 92 000 Geldstrafe

15.01. Landgericht Berlin; Prozeß gegen die SED-Politbüromitglieder Egon Krenz, Günther Kleiber, Günter

          Schabowski, Kurt Hager, Erich Mückenberger u. Horst Dohlus wg. Tötungen an der innerdt. Grenze

          beginnt neu (aus gesundheitl. Gründen scheiden Mückenberger u. Hager 1996 u. Dohlus 1997 aus)

18.01. Lübeck; bei Brandanschlag auf Asylbewerberheim verbrennen zehn Afrikaner, sechs sind Kinder:

          Jean Daniel Makodila Kosi (1 J.), Legrand Makodila Mbongo (4 J.), Christelle Makodila Nsimba und

          Nsuzana Bungo (beide 6 J.), Miya Makodila (12 J.) und Rabia El Omari (17 J.),

          Wuppertal, NRW-SPD-Min.-Präs. Johannes Rau feiert seinen 65. Geburtstag mit 1 500 „seiner

          engsten Freunde“ u.a. Niedersachsens SPD-Min.-Präs. Gerhard Schröder und Kölns kath. Joachim

          Kardinal Meisner, die WestLB unterstützt diese Feier mit Freunden mit DM 150 000

19.01. „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet „Der Bundestag stimmte am 17. Januar fast einstimmig

          zwei Rentenabkommen mit Israel und den Vereinigten Staaten zu. Damit werden 35.000 deutsch-

          sprachige Juden aus osteuropäischen Ländern, die den Holocaust überlebt haben und heute in

          Israel oder den Vereinigten Staaten leben, rückwirkend zum 1. Juli 1990 in das Fremdrentenrecht

          einbezogen. Die Betroffenen, die durchweg älter als 70 Jahre alt sind, werden damit so behandelt,

          als hätten sie Beiträge an die deutsche Rentenversicherung entrichtet.“,

          Spanien; König Juan Carlos’ Dekret 39 gibt den 1936-39 kämpfenden Mitgl. Internationaler Brigaden

          (nicht Hitlers Legion Condor) wg. ihrer Verdienste das Recht span. Staatsbürgerschaft zu beantragen

29.01. Landgericht Berlin; Egon Krenz verweigert Angaben zur Person weil er keine Erklärung vorlesen darf

02.02. USA; Washington, Regierung veröffentlicht Geheimdokument über nach Südamerika verschobenes

          NS-Raubgut, z. B. erhielten in 4.1945 argentinische Versicherungen, Banken, Treuhandgesellschaften

          und Vermögensverwalter ca. $ 1 000 000 000 Vermögen aus Raubbeständen (>30.11./3.12.98)

03.02. Bergisch-Gladbach, die Britin Patricia Wright wird wg. eines Aufnähers „Nazis raus“ von Deutschen

          vergewaltigt, gewürgt und mit 91 Messerstichen ermordet

15.02. Österreich; Wien, auf Einladung des VW-Vorstandsvorsitzenden Dr. techn. h.c. Dipl.-Ing. Ferdinand

          Piech (Zitat: „Ich bin als Hausschwein aufgewachsen  und mußte als Wildschwein leben.“) fliegen

          SPD-Ministerpräs. Gerhard Schröder u. Frau im Volkswagen-Firmenjet nach Wien zum gemeinsamen

          Opernballbesuch in der für ca. DM 24 000 von Dr. Piech gemieteten Loge

16.02. „DIE WELT“ „Ceausescus Reichtum hatte einen Namen: Raffgier...Securitate-Chef Ion Pacepa gab

          den Kontostand des Diktators für 1978 mit 400 Mio. Dollar an...Das Geld kam, so Pacepa, größtenteils

          aus dem „Verkauf“ von Juden und Deutschen an deren jeweilige Regierungen...“(>25.12.89/ 8.9.2000)

26.02. Bundestag, Gesetz über die Festlegung eines vorläufigen Wohnortes für Spätaussiedler,

          Landgericht Berlin; Günter Schabowski erklärt sich für moralisch schuldig

07.03. „Berliner Zeitung“ „Der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel hat nach eigenen Angaben

          von Kontakten seines Parteifreundes Karl Wienand zum DDR-Ministerrat im Auftrag d. früheren SPD-

          Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Herbert Wehner, nichts gewußt. Vogel sagte gestern als Zeuge

          im Spionageprozeß gegen den 69jährigen Wienand vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht lediglich,

          für ihn sei klar gewesen, daß der frühere SPD-Fraktionsgeschäftsführer im Bundestag informelle Kon-

          takte in die DDR gehabt habe. ,Solche Kontakte waren durchaus üblich und Wienand hat daraus

          keinen Hehl gemacht, sagte Vogel. Gleichzeitig betonte der…SPD-Spitzenpolitiker, Wienand habe in

          seiner politisch aktiven Zeit das uneingeschränkte Vertrauen Wehners sowie der seinerzeitigen

          Bundeskanzler W. Brandt u. H. Schmidt gehabt. „Wenn Wehner das wußte und damit einverstanden

          war, dann war die Sache in Ordnung“, sagte Jochen Vogel am 44. Prozeßtag vor dem 4. Strafsenat.“

19.03. Bonn, BT-Drucksache 13/4162, Gesetzentwurf der MdB Schwanitz, Hacker, Deichmann, Follak,

          Hampel, Hilsberg, Hoffmann, Ilte, Jäger, Kaspareit, Klemmer, Dr. Knaape, Krüger, Dr. Küster, Kurz-

          hals, Labsch, Matschie, Meckel, Müller (Zittau), Neumann (Gotha), Dr. Richter, Dr. Schnell, Schröter,

          Dr. Schubert, Schuhmann (Delitzsch), Sorge, Dr. Struck, Dr. Teichmann, Dr. Thalheim, Thierse, Weis

          (Stendal), Weißgerber, Scharping u. der SPD-Fraktion für ein Gesetz zur Verbesserung rehabilitie-

          rungs- u. häftlingshilferechtl. Vorschriften (Rehabilitierungs- u. häftlingshilferechtliches Verbesserungs-

          gesetz) u.a. „…Mit § 3 wurden verfolgte Schüler in den vom BerRehaG erfaßten Personenkreis auf-

          genommen. Ausdrücklich werden diejenigen benannt, die auf dem Weg zur Hochschulreife Nachteile

          erlitten…o. nicht zur Ausbildung an einer Fach- oder Hochschule zugelassen wurden…Nicht erfaßt

          hingegen werden bislang die Schüler, die bereits vor Erreichen der 10.Klasse aus politischen Gründen

          an der Fortsetzung ihrer Schulausbildung gehindert wurden. Diese Personengruppe der bereits im

          jugendlichen Alter Verfolgten ist besonders schwer betroffen, da ihnen oftmals ein Schulabschluß

          fehlt. Diese Gruppe verfolgter Schüler wird mit der Neuregelung in den Anwendungsbereich des

          Gesetzes einbezogen.“, die im Entwurf vorgesehenen Regelungen für verfolgte Schüler scheitern an

          CDU/CSU und FDP (>17.6.96/ 1.7.97)

18.04. Bundestag, SPD-Fraktion stimmt für Besserstellung „staatsnaher“ DDR-Rentner (>11.11.96),

          Bundesverfassungsgericht, „Zweites Bodenreform-Urteil“, 1. Senat entscheidet im Namen des Volkes

          der in Art. 143 Abs. 3, GG für bestandskräftig erklärte Resitutionsauschluß für in 1945-49 in der SBZ

          auf besatzungsrechtl. oder –hoheitl. Grundlage durchgeführten Enteignungen ist Verfassungs-wegen

          nicht zu beanstanden, Restitutionsansprüche v. Bodenreformopfern werden abermals zurückgewiesen

          („die CDU-geführte Bundesregierung ,mußte‘ dieser Forderung der Regierung der damaligen Sowjet-

          union nachgeben, um die Verhandlungen zur…Wiedervereinigung nicht zu gefährden“) (>1.10.97/

          1.3.98/ 10.1.99/ 21.12.2000/ 18.9.2001/ 25.1.2002/ 25.3.2002)

19.04. Landgericht Berlin spricht den Ex-Generalstaatsanwalt „Groß-Berlins“ Dr. Dieter Simon, den Ex-Stell-

          vertreter des DDR-Generalstaatsanwalts Karl-Heinrich Borchert sowie die ehemaligen Leiter der Abt.

          I A des Generalstaatsanwaltes von Ost-Berlin und des Bezirksstaatsanwaltes Cottbus im Namen des

          Volkes von der Anklage der Rechtsbeugung frei, B. (Co-Author von „Orientierung zur Strafverfolgung

          bestimmter Straftaten gegen die staatliche und öffentliche Ordnung“ nach der DDR-Ausreisewillige

          bestraft wurden) hatte am 19.5.89 per Fax allen DDR-Bezirksstaatsanwälten die Weisung erteilt, in

          bestimmter Weise Wahlfälschungsanzeigen zu bearbeiten und keine Ermittlungsverfahren einzuleiten

01.05. Bremer Vulkanwerft meldet Bankrott an - „umverteilte sozialisierte Verluste“ ca. DM 3 000 000 000,

          die Treuhand hatte 1992/93 Meerestechnik Schiffswerft Wismar (MTW), die Volkswerft Stralsund, die

          Neptun Industrietechnik Rostock u. das Dieselmotorenwerk Rostock an die Vulkanwerft verkauft, die

          Treuhand leistete dafür Beihilfen von DM 3 472 800 000, DM 854 000 wurden an den „westdeutschen“

          Teil der Vulkan „weitergeleitet“, mangels Konkursmasse ist dieses Geld verloren

09.05. Landgericht Berlin; Prof. Kurt Hager scheidet wegen Verhandlungsunfähigkeit aus

13.05. Bundesverfassungsgericht entscheidet im Namen des Volkes, daß ehemalige NS-Opfer nun auch

          individuell Ansprüche aus Zwangsarbeit innerhalb einer weiteren Frist von 3 Jahren einklagen können

11.06. Landgericht Berlin, Günter Schabowskis Antrag auf Abtrennung seines Verfahrens wird abgelehnt

16.06. Brandenburg, Mahlow, das Auto dreier Jamaikaner wird mit Steinen beworfen u. verunfallt, einer der

          zuvor als „Nigger“ Beschimpften - Noel Martin - wird für den Rest seines Lebens querschnittgelähmt

17.06. Berlin; 43.Jahrestag DDR-Volksaufstand, Angelika Barbe (SPD), Bärbel Bohley (ex-Gründungsmitgl.

          Neues Forum), Wolf Biermann, Rainer Eppelmann (CDU), Senator Prof. Dr. Manfred Erhardt (CDU),

          Jürgen Fuchs, Ralph Giordano, Katja Havemann, Freya Klier, Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl (CDU),

          Dr. Uwe Lehmann-Brauns (CDU), Vera Lengsfeld (Bündnis90/DieGrünen), Christa Nickels (Bündnis90

          DieGrünen), Dr. Ehrhart Neubert (CDU), Günter Nooke (BürgerBündnis), Staatsmin. Dr. Anton Pfeifer

          (CDU), Rudolf Scharping (SPD), Cornelia Schmalz-Jacobsen (FDP), Prof. Dr. Edzard Schmidt-Jortzig

          (FDP), Dipl.-Jurist Rolf Schwanitz (SPD) u. weitere gründen Bürgerbüro e.V.: „Es hat sich die Aufgabe

          gestellt, Personen zu helfen, die unter Willkürakten des SED-Regimes fortlaufend zu leiden haben,

          das öffentliche Bewusstsein für die Leistung derer zu stärken, die in der Zeit der DDR-Diktatur Opfer

          für die Freiheit u. die Achtung der Menschenrechte gebracht haben“ > verfolgte Schüler (>28.5.2001)

          Frankfurt/M., Rücktritt v. IG Metall Hauptkassierer Werner Schreiber, „Kommission zur Untersuchung

          der Immobiliengeschäfte der IG Metall“ stellt DM 92 000 000-Plausibilitätslücke fest, daß Schreiber der

          Kommission „das Leben in jeder Weise schwer gemacht“ und der frühere IG Metall Vors. Steinkühler

          „bis zuletzt Tatbestände in Abrede stellte, die schlechterdings nicht in Abrede zu stellen sind“

21./23.6. Paderborn, Berlin, Besuch von Papst Johannes Paul II. (er spricht die durch deutsche National-

          sozialisten ums Leben gekommenen Priester Karl Leisner u. Bernhard Lichtenberg selig - am 17.6.(!)

          hob das Landgericht Berlin das im Namen des deutschen Volkes gefällte Urteil gegen B. Lichtenberg

          auf; das von deutschen Sozialisten nach den vatikanischen Antikommunismus-Dekreten an Kindern

          begangene lebenslange Unrecht wird vom Papst nicht angesprochen)  > verfolgte Schüler

          (>10.10.98/ 18.5.99/ 7.5.2000/ 5.2.2001)

24.06. „Frankfurter Rundschau“ zitiert CDU-Bundesinnenmin. Dr. Manfred Kanther (laut MdB-Biografien er-

          füllte er die politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung der Diktatur d. Proletariats,

          da Dr. K. bis zum Abitur die Oberschule in Thüringen besuchte, dann in die BRD kam und CDU-Mitgl.

          wurde): „Wer in Deutschland von Kriminalität redet, der muß von Ausländern reden.“ (>17.01.2000)

26.06. Düsseldorf, Oberlandesgericht verurteilt Karl Wienand alias IM „Streit“ (1947 SPD, 1953-74 MdB,

          1963-87 stellvertr. Vors. Bundestags-Verteidigungsausschuß, 1967-74 Parlament. Geschäftsführer,

          1970 MfS, 1971 Paninternational-Skandal, 1975 verurteilt wg. Steuerhinterziehung, 1985-90 SPD-

          Parteirat) wg. Spionage zu 2½ Jahren Haft ohne Bewährung und DM 1 000 000 Geldstrafe

11.07. Mecklenburg-Vorp., Wolgast, Deutsche prügeln und treten Boris Morawek zu Tode, er stirbt am 28.7.

15.07. Gesetz über den Verkauf von Mauer- und Grenzgrundstücken an die früheren Eigentümer, §2.1 regelt

          Rückkauf 1952/61 in der DDR zwangsenteigneter, jetzt bundeseigener Grundstücke für 25% des

          Verkehrswertes sofern die BRD die Grundstücke nicht für öffentliche Zwecke nutzt oder im öffentlichen

          Interesse an Dritte verkaufen will

20.07. Berlin, Staatsbibliothek, Jahrestags-Feier für Hitler-Attentat, Vortrag Joachim Gauck, Zitat: „..zweimal

          in diesem Jahrhundert in diesem Land, erschien es den allzu vielen Unterdrückten so, als hätten sie

          ein normales Leben gelebt...folgten sie doch einem sehr wirksamen Prinzip: Unterwerfung gegenüber

          dem Mächtigen sichert Leben bzw. Erfolg...“  > verfolgte Schüler

26.08. Landgericht Berlin; Erich Mückenbergers Verfahren wird wegen Krankheit abgetrennt

01.09. Gründung der staatlich-subventionierten später insolventen Cargolifter AG in Brand/Brandenburg

10.09. Landgericht Berlin verurteilt DDR-Grenztruppen-Kommandeur General a.D. Klaus-Dieter Baumgarten

          im Namen des Volkes zu 6½ Jahren Haft (10.97 wird er „Freigänger“ und 03.2000 vom Senat Berlin

          begnadigt

18.09. Schweiz; Rennfahrer-Millionär Michael Schumacher zieht ins Steuerexil, dt. Fans feiern ihn weiterhin

          (>24.7.2000)

20.09. Bundesverteidigungsmin., Kommandoverband KSK beginnt Dienst (>10.12.2001)

25.09. Prof. Dr. Rosemarie Will, ex-SED-Mitglied und beim imperialistischen Klassenfeind SPD-Richteramts-

          Kandidatin, wird Richterin am Landesverfassungsgericht Brandenburg (sie erfüllte die politischen

          Kriterien sozialistischer Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats)

30.09. Brandenburg,Trebbin, der Italiener Orazio Giamblanco wird von Deutschen mit Baseballschläger

          zusammengeschlagen und bleibt querschnittgelähmt

23.10. Leipzig, der Syrer Achmed Bachir wird von Deutschen erstochen

31.10. UN verabschiedet Resolution für einen International Code of Conduct for Public Officials

04.11. „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ „SED-Opferverbände gründen Zentralrat...König sagte...,Union der

          Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG)’ und ,Vereinigung der Opfer des Stalinis-

          mus (VOS)’...seien von Bundesmitteln abhängig und deshalb nicht geneigt die Bundesregierung so

          scharf zu kritisieren, wie dies notwendig sei...Die Bonner Koalition will wegen der Finanznot...nur

          minimale Verbesserungen zulassen. Weitergehende Anträge der SPD und des Bündnis90/DieGrünen

          gelten als chancenlos, zumal auch in der Gruppe der ostdeutschen CDU-Bundestagsabgeordneten

          wenig Bereitschaft besteht, sich für die SED-Opfer einzusetzen...“

11.11. Bundestag verabschiedet Gesetz zur Änderung und Ergänzung des Anspruchs- und Anwartschafts-

          überführungsgesetzes (AAÜGÄndG), Begrenzungsvorschriften für die Höhe zu überführender DDR-

          Renten sind erheblich großzügiger gestaltet, Anzahl begrenzter DDR-Renten wird wesentlich reduziert

          da sie zukünftig, nicht rückwirkend, nur die Spitzen der Nomenklatur vom Hauptabteilungsleiter oder

          ähnlichen Funktionen aufwärts treffen, darüberhinaus enthält das Gesetz eine Reihe weiterer, teilw.

          sogar rückwirkender Änderungen und einen erweiterten Besitzschutz für Hinterbliebene (>27.7.2001),

          „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, Leserbrief des CDU-MdB und Berichterstatters der Arbeitsgruppe

          Recht der CDU/CSU-Fraktion, Dr. Michael Luther aus Zwickau (er erfüllte die politischen Kriterien

          sozialistischer Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats) : „...Was viele politische Opfer

          besonders bedrückt, ist jedoch die Tatsache, daß es ihnen aufgrund der politischen  Verfolgung...und

          ...Diskriminierung nach wie vor schlecht geht...weil sie aufgrund ihrer Lebensbiografie nur wenig Rente

          bekommen..., diese Menschen’ sollen eine monatliche Unterstützungsleistung von 200 bis 300 Mark

          bekommen, wenn ihr Einkommen weniger als die Eckrente ist...“ zeigt in welchem Geist Politiker die

          DDR-„Unrechtsbereinigung" zu regeln beabsichtigen, d. h. die Reduzierung von ruinierten Leben

          ganzer Familien auf eine Bedürftigen-Unterstützung; die Mehrheit der sich jeder deutschen Diktatur

          anpassenden Wendehälse, insbesondere jener aus Politik und Verwaltung, hat heute - wie nach der

          NS-Zeit - wieder höhere Einkommen als die „Eckrente“   > verfolgte Schüler

12.11. Bundesverfassungsgericht erklärt im Namen des Volkes die Verurteilung von DDR-Spitzenpolitikern

          und -Grenzsoldaten für Rechtens, die Tötung Unbewaffneter sei „offensichtlicher, unerträglicher Ver-

          stoß gegen ,völkerrechtlich' geschützte Menschenrechte gewesen (Anmerk., die Zerstörung der Leben

          verfolgter Schüler nicht?), ein Verstoß gegen Rückwirkungsverbot des Grundgesetz liege nicht vor

18.11. Börsengang der bundeseigenen Deutsche Bundespost Telekom unter Leitung des Deutsche Telekom

          Vorstandsvorsitzenden Dr. Ron Sommer (Einkommen DM 3 600 000), die Aktie wird bis Börsengang

          als „Volksaktie“ gepriesen, DDR-FDJ-Kunstpreisträger Manfred Krug ist Zugpferd in DM 100 000 000

          teurer Werbekampagne, er singt u.a.: „Ich möchte sogerne Aktionär sein“, der Wert der Aktie sinkt

          später unter Ausgabekurs und ein Kleinaktionärsvermögen von mind. € 300 000 000 ist vernichtet

          (Zitat M. Krug bei Maischberger: „'Wer so blöd ist, daß er mir glaubt, obwohl er weiß, der Typ kommt

          aus der Ostzone...“, Zitat Bundeskanzler G. Schröder im „Stern“ Mitte Mai 2002, man müsse jetzt den

          Mut haben: „den Ärger der Kleinaktionäre auszuhalten und ihnen zu sagen: Liebe Leute, es besteht

          kein Anlass, den Mann auszuwechseln, er hat gut gearbeitet", am 16.7.2002 tritt Dr. Sommer ab, er

          erhält weiterhin die Bezüge aus seinem bis 2005 laufenden Vertrag, dabei handele es sich um eine

          Summe von insgesamt € 116 000 000. Dr. S. wird Berater der US-Investmentfirma Blackstone Group

          die 4.5% Dt. Telekom-Aktien besitzt) (>24.7.2000)

21./22.11. Bonn, 68.Justizministerkonferenz sieht 51 Jahre nach Ende des Großdeutschen Reiches die Not-

          wendigkeit für den einstimmigen Beschluß „daß die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur

          Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg…in ihrer bisherigen Form weitergeführt

          wird, solange Strafverfolgungsaufgaben anfallen…Ein Zeitpunkt…ist gegenwärtig…nicht absehbar.“

          (>30.9.99)

05.12. Landgericht Berlin lehnt Antrag der Verteidigung, Bundeskanzler Dr. Kohl als Zeugen zu laden, ab

10.12. Internationaler Tag der Menschenrechte  > verfolgte Schüler

12.12. UN verabschiedet im Kampf gegen Korruption „Internationalen Verhaltenskodex für öffentlich

          Bedienstete“ (>27.1.99)

16.12. UN verabschiedet im Kampf gegen Korruption „Entschließung gegen Korruption und Bestechung in

          internationalen geschäftlichen Transaktionen“ (>27.6.2001)

18.12. „Tagesspiegel“ „Sieben frühere DDR-Bürgerrechtler wechseln das Lager - Der Wechsel von früheren

          DDR-Bürgerrechtlern zur CDU hat...heftigen Parteienstreit ausgelöst...Opposition sprach von...Start

          ,verlogener u. demagogischer Strategie’...Thierse sagte...Übertritte seien...Ergebnis…der verlogenen

          Rote-Socken-Kampagne...Hintze (bezeichnete) erkennbare Annäherungen von SPD und Grünen an

          PDS als Motiv. Neben Vera Lengsfeld gaben 6 weitere Bürgerrechtler ihren Beitritt zur CDU bekannt,

          darunter...Angelika Barbe...Diese ,Repräsentanten einer friedlichen Revolution’ hätten erkannt und...

          Schlußfolgerung gezogen, daß die Ideale von Einheit u. Freiheit’ am besten in der Union zu verwirkli-

          chen seien. „Es ist das gute Recht eines jeden, von einer Partei zu einer anderen zu wechseln" sagte

          Franz Müntefering (SPD)...erinnerte er daran, daß es gerade die CDU gewesen sei, die sich…,Block-

          flöten’…der...DDR "einverleibt" habe...Der PDS sprachen die sieben, die teilweise bei Bündnis90 u.

          Grünen mitgearbeitet haben, den Anspruch ab legitime Interessenvertreterin d. Ostdeutschen zu sein.“

31.12. BRD; 177 751 (Spät-) Aussiedler zumeist aus der ehem. Sowjetunion, Rumänien und Polen treffen

          ein, zwischen 1950 und 1996 betrug die Gesamtaussiedlerzahl germanischen Blutes 3 686 452,

          42% kamen aus der ehem. Sowjetunion, 39% aus Polen, 12% aus Rumänien und 3% aus der ehem.

          CSSR, ca. 7% waren z. Zt. des Zuzuges über 65 Jahre; es gab 31 471 Bankrotte mit der „umverteil-

          ten sozialisierten“ Summe von ca. DM 28 288 000 000, es gibt 1 607 000 Beamte u. Richter

1997 

15.01. Bundestag, Drucksache 13/6599, Anfrage zu MfS-Mitarbeitern beim BStU/ Antwort: Der Bundes-

          beauftragte beschäftige 15 ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des MfS, darunter einen Oberst,

          einen Oberstleutnant, 4 Majore - hochgradige Offiziere (Berufssoldaten) mit Agentenausbildung. Elf

          dieser Übernommenen arbeiten in den sensiblen Bereichen der Behörde, in den Archiven mit den z.T.

          ungeordneten, nichtregistrierten Hinterlassenschaften des MfS. Zum Schutz der Akten, schreibt das

          Stasi-Unterlagengesetz vor, haben nur zwei Personen gemeinsam Zutritt. Jürgen Fuchs erzählt in

          „Magdalena“ von Fällen, in denen beide Personen ehemalige MfS-Mitarbeiter waren

18.01. „Frankfurter Allg. Zeitung“ berichtet Fr. Cornelia Yzer (35) gibt Staatssekretär-Amt auf; Hans v. Arnim

          schreibt später, daß Fr. Yzer zum Amtsaufgabezeitpunkt bereits dynamisierende Pensionsansprüche

          von insges. DM 9400 hat - „Mit Mitte 30 hat (sie) damit bereits eine Altersrente sicher, für die 4½

          Normalverdiener ein ganzes Arbeitsleben (45 Jahre) benötigen“ (Fr. Yzer, Mitglied des „Ausschusses

          für politische Verantwortung“ der evangelischen westfälischen Landessynode, seit 1990 Mitglied des

          Bundestages, wird nun Hauptgeschäftsführerin beim Verband Forschender Arzneimittelhersteller und

          soll zudem ein „Übergangsgeld“ von DM 180 000 erhalten), v. Arnim berichtet auch über Dr. Sabine

          Bergmann-Pohls Pensionsansprüche von insges. DM 10 500 (sie erfüllte die politischen Kriterien

          sozialistischer Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats), daß Bundesminister pro Jahr

          den 16fachen (nach 23jähriger Amtszeit) bis 35fachen (nach 4jähriger Amtszeit) Versorgungswert von

          Arbeitnehmern für die eigenen Altersbezüge erreichen d.h. zu versteuernde Pensionseinkünfte von

          DM 6 676 mit 55 Jahren nach nur 4jähriger Amtszeit. Hinzu kommen in vielen Fällen Pensionsein-

          künfte aus Landtags- bzw. Bundestagsmandaten - allesamt ohne eigene Beitragsbeteiligung;

          Bundeskanzler Dr. Kohl z.B. wird Pensionseinkünfte in Höhe von DM 25 088 erhalten

26.01. „Erklärung von Hadamar“ veröffentlicht, in der Krankenanstalt wurden bis 1945 ca. 14 500 Kranke u.

          Behinderte ermordet

30.01. „ARD Panorama“ „Steuermilliarden für Naziverbrecher - Deutsches Recht macht Täter zu Opfern. Alle

          reden über Renten - wir auch. Wenn Hitler heute noch lebte, könnte er zusätzlich zu seiner normalen

          Rente eine sogenannte "Opferrente" bekommen. Ja, Sie haben richtig gehört, er gälte nach heutiger

          Gesetzgebung als Opfer, weil er bei einem Attentatsversuch verletzt wurde, u. dafür bekäme er Geld,

          unter Umständen mehrere tausend Mark monatlich - unser Steuergeld. Diese Opferrente beziehen

          viele der noch lebenden Nazi-Verbrecher o. deren Angehörige…bei uns in Deutschland, wurden die

          Täter nicht nur von der Nachkriegsjustiz oftmals geschont, sondern zu Opfern erklärt, u. dafür werden

          sie noch heute verdammt gut bezahlt…“ genannt werden u.a. Leutnant Wolfgang Lehnigk-Emden -

          Erschießung von 15 Frauen u. Kindern ab 4 Jahre in Caiazzo/Italien, Wilhelm Mohnke - Erschießung

          v. 72 amerik. Kriegsgefangenen in Wormhoudt/Frankreich, Volksgerichtshof-Präs. Dr. Freislers Witwe

          wg. wahrscheinlicher Nachkriegskarriere  > verfolgte Schüler (>8.5.97/ 14.1.98/ 19.9.98/ 9.12.98/

          21.1.99/ 24.11.99/ 5.5.2000/ 17.11.2000/ 10.4.2002)

31.01. Brandenburg, Fredersdorf, ein Deutscher wirft den Vietnamesen Phan Van Toau mit dem Kopf auf

          den Bahnsteig, er stirbt später an den schweren Kopfverletzungen

13.02. Brandenburg, Caputh, zwei Deutsche misshandeln und ertränken den Italiener Antonio Melis

11.03. „General-Anzeiger“, Lesebrief von ex-Generalinspekteur der Bundeswehr, General a. D. Heinz

          Trettner auszugsweise: „Es dürfte heute erwiesen sein, daß der Krieg gegen die Sowjetunion, anders

          als die Umerziehungspropaganda behauptet, in erster Linie ein nur schweren Herzens begonnener,

          aufgezwungener Präventivkrieg war.“

13.03. Bundestag, Wehrmachtausstellungsdebatte, Otto Schily (SPD) antwortet Dr. Alfred Dregger (CDU)

          mit emotionaler Schilderung von NS-Zeiterlebnissen der Fam. Schily („Mein ältester Bruder Peter…

          verweigerte sich der Mitgliedschaft in der Hitler-Jugend…Der Vater meiner Frau, Jindrich Chajmovic,..

          hat als jüdischer Partisan in Russland gegen die Wehrmacht gekämpft (war) der einzige von allen vier

          genannten Personen, der für eine gerechte Sache sein Leben eingesetzt hat.“)

14.03. Albanien; Tirana, Landung u. Kampfhandlungen deutscher Truppen bei Evakuierung von Zivilisten

16./23.3. Schweiz; Lausanne, Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft, Paarlauf-Weltmeister werden Mandy Wötzel

          und Ingo Steuer alias ex-Stasi-IM „Torsten“ (er erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer

          Begabtenförderung der Diktatur des Proletariats; später wird S. Deutsche Eislauf Union-Bundes-

          trainer sowie Stabsunteroffizier der Bundeswehr-Sportförderkompanie)

25.04. Köln, Ralph Giordano erklärt BRD-PEN-Zentrum Austritt wg. feindseliger Einstellung von PEN-Mitgl.

          „zu den DDR-Dissidenten (Günter Kunert - im Deutschen Reich wg. jüdischer Mutter Bildungs-

          diskriminierung  > verfolgte Schüler, 1949 SED; Reiner Kunze - er erfüllte die politischen Kriterien

          sozialistischer Begabtenförderung, 1951 SED; Dr. Hans Joachim Schädlich - er erfüllte die

          politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung, 1960 Promotion; Sarah Kirsch - sie

          erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung und Herta Müller) unter den

          ausgetretenen Mitgliedern“ und zitiert diskriminierende Äußerungen von Klaus Staeck, Friedrich

          Schorlemmer, Günter Grass u. Prof. Dr. jur. Uwe Wesel. Letzteren mit „Die Staatssicherheit der DDR,

          so abscheulich sie mitunter auch war, ist doch nie ein ,Reich des Bösen’ gewesen.“,

          Zentralkomitee deutscher Katholiken-Vollversammlung wählt Prof. Dr. Hans Joachim Meyer (CDU) -

          er erfüllte die politischen Kriterien sozialistischer Begabtenförderung - zum ZdK-Präsidenten

26.04. Berlin, Hotel Adlon, Bundespräsident und ex-Bundesverfassungsgerichtspräsident Prof. Dr. Roman

          Herzog spricht über „Aufbruch ins 21. Jahrhundert“ und fordert „Es muß ein Ruck durch Deutschland

          gehen“ (er meint nicht die Behandlung der Opfer dt. Menschenrechtsverletzer) > verfolgte Schüler

08.05. USA; „Washington Post“ (Übersetzung) „Nazi-SS Veteranen erhalten Kriegsverletzen-Pensionen“ von

          William Drozdiak; „Deutschland.....wird des Verbrechens/der Tat (perpetrating) doppeltem Unrechts

          beschuldigt nachdem aufgedeckt wurde, daß bis zu 50 000 frühere SS-Angehörige Kriegsverletzten-

          Pensionen erhalten während viele ihrer Opfer nichts erhalten. Unter herzzerreißenden Beschwerden

          jüdischer Beschwerdeführer weltweit und Zeichen des Entsetzens zu Hause, hat Bundeskanzler Kohls

          Regierung bestätigt, daß verwundete SS-Veteranen u. deren Angehörige - einschl. 3 377 in den USA

          lebenden - bis zu $ 400 000 000 pro Jahr vom deutschen Finanzministerium erhalten. Friedrich Bohl,

          Kohls Kanzleramtsminister, sagte heute, Regierung und Parlament suchen Möglichkeiten um derartige

          Zahlungen an Kriegsverbrecher auszuschließen. Zur gleichen Zeit weigert sich Deutschland und ver-

          weigerte heute abermals Aufrufe Pensionszahlungen an Überlebende der KZ’s in Osteuropa und der

          früheren Sowjetunion zu zahlen...Während Holocaust-Opfer im Westen, nach den Kriterien eines

          speziellen Entschädigungsabkommens von 1992, eine monatliche Pension von $ 300 erhalten ver-

          suchte Deutschland das Leiden der in Osteuropa Lebenden durch Pauschalzahlungen an deren

          Regierungen zu erledigen...mehr als eine Million Menschen erhalten gegenwärtig Kriegsververletzten-

          Pensionen von bis zu $ 600 im Monat, unter ihnen sind SS-Mitglieder und deren Witwen von solchen

          SS-Einheiten die in Nürnberg als verbrecherisch definiert wurden...,Gerhard Schreiber, Militärhistoriker

          an der Universität Freiburg, vertrat die Meinung, daß ungefähr 5% dieser Pensionäre, das sind 50000,

          würden unter den juristischen Nürnberger Definitionen so bezeichnet...Dieser Ausweg in der Gesetz-

          gebung wurde 1950 vom Bundestag beschlossen. Es wurde verfügt, daß jeder Kriegsverwundete

          „Opfer“ war. Die Abgeordneten debattierten (damals) ob „Kriegsverbrecher“ oder „politisch belastete

          Personen“ auszuschließen seien aber entschieden dann, daß Pensionen kein Strafmittel sein sollten...

          als Ergebnis bekommen auch Angehörige von obersten im Krieg getöteten Nationalsozialisten diese

          Pensionen. Dazu zählen die Witwen von Reinhard Heydrich, der für die Ausführung der „Endlösung“

          der Ausrottung europäischer Juden verantwortlich zeichnete und Dr. Roland Freisler, Präsident des

          Volksgerichtshofs. Aber die Witwen derer die gegen Hitler konspirierten erhalten nichts...in Kontrast

          erhalten jüdische Ghetto- und Todeslagerüberlebende nichts da deren Individualklagen von der

          Bonner Regierung immer abgewiesen wurden...“(> 14.1.1998/ 9.12.1998)

15.05. Bundestag, „Achtung und Mitgefühl“ wird zehntausenden wegen Kriegsdienstverweigerung, Fahnen-

          flucht und Wehrkraftzersetzung verurteilten Opfern der deutschen NS-Justiz und ihren Familien

          gezollt, Entschließung: „Der 2. Weltkrieg war ein Angriffs- und Vernichtungskrieg, ein vom national-

          sozialistischen Deutschland verschuldetes Verbrechen" und „Rehabilitierung von Deserteuren, Kriegs-

          dienstverweigerern und Wehrkraftzersetzern“ (Drucksache 13/7669), Bündnis90/DieGrünen, Teile von

          CDU/CSU und PDS stimmten aus unterschiedlichen Gründen gegen diese Entschließung die folgende

          Einschränkung beinhaltet „Anderes gilt wenn bei Anlegung dieser Maßstäbe die der Verurteilung

          zugrunde liegende Handlung auch heute Unrecht wäre“ (in 5.98 werden entsprechende Urteile, außer

          Desertation, annulliert, Verurteilte oder unmittelbare Angehörige erhalten auf Antrag DM 7 500),

          Köln, „WDR - Mitternachtsspitzen“, dem Satiriker Wiglaf Droste stellt die öffentlich-rechtliche Zensur

          bei einem Spottgedicht über Kardinal Prof. Dr. Josef Ratzinger die Tonübertragung ab

24.05. Berlin-Hellersdorf, der kath. CDU-Wirtschaftssenator u. -Bundesvorstandsmitgl. Elmar Pieroth begrüßt

          in „kath. Tradition“ ca. 400 Jugendweihe-Teilnehmer (als junge DDR-Christen u.a. wg. Jugendweihe-

          Verweigerung lebenslange Opfer von Bildungsdiskriminierung und verfolgte Schüler wurden erfüllte

          er die finanziellen Kriterien demokratischer Begabtenförderung im deutschen Rechtsstaat)

27.05. Düsseldorf, Oberlandesgericht unter Vorsitzender Richterin Ina Obst-Oellers verurteilt den früheren

          stellvertr. DDR-Minister für Staatssicherheit Markus Wolf wg. Freiheitsberaubung (Juristendeutsch für

          u.a. Entführung) in 4 Fällen in Tateinheit mit Nötigung und vorsätzlicher Körperverletzung im Namen

          des Volkes zu 2 Jahren Haft auf Bewährung und einer DM 50 000 Geldstrafe

01.06. Schweiz; „Zeit-Fragen“, Werner H. Krause: „Altstalinisten in Schlüsselpositionen in Lauerstellung“

          zitiert u.a. Manfred Kittlaus vor Arbeitsgruppe der CDU/CSU Bundestagsfraktion  „...die alten Kader

          sind in verantwortliche Positionen von Wirtschaft, Verwaltung und in viele Bereiche des gesellschaft-

          lichen Lebens übergewechselt. Im Westen findet sich ein durch Unwissenheit, Zurückhaltung und

          Blauäugigkeit, ja durch Ignoranz gekennzeichnetes Verhältnis zur Aufarbeitung der zweiten

          deutschen Diktatur. Nicht präzis bestimmbar ist hierbei der Faktor westlicher Verstrickung durch

          passives, sogar aktives Wohlwollen gegenüber dem DDR-Regime zur Zeit seines Bestehens.“

05.06. Landgericht Berlin; Horst Dohlus Verfahren wird aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt

01.07. Gesetz zur Verbesserung rehabilitierungsrechtlicher Vorschriften > verfolgte Schüler,

          Neufassung des Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes > verfolgte Schüler,

          Neufassung des Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes > verfolgte Schüler(>17.12.1999),

          Neufassung des Beruflichen Rehabilitierungsgesetzes > verfolgte Schüler (>17.12.1999), in den

          Jahren des Kalten Krieges und der Diktatur des Proletariates zerstörte Lebensläufe verfolgter

          Schüler bleiben ungesühnt und ohne rentenrechtlichen Nachteileausgleich (>26.09.1995)

28.07. Landgericht Berlin; Staatsanwalt fordert 11 Jahre Haft für Egon Krenz, 9 Jahre für Günter Schabowski

          und 7½ Jahre für Günther Kleiber (>6.9.2000)

04.08. Landgericht Berlin; Verteidigung fordert Freisprüche für Kleiber, Krenz, Schabowski

13.08. Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Drucksache 2/2890, Unterrichtung durch Landesbeauftragten

          für die Unterlagen der Staatssicherheitsdienstes u.a. „…8.3 Zur Novellierung des 2.SED-Unrechts-

          bereinigungsgesetzes - Das 2.SED-UnBerG enthält sowohl Regelungen zum Ausgleich administra-

          tiven Unrechts (VwRehaG) wie zur